Illustration Pfarrei

65. TODESTAG VON ACHT MARTYRERN DER ERZDIÖZESE
Von den Nationalsozialisten verfolgt, verhaftet, ermordet

Wir gedenken 2010 des Kriegsendes vor 65 Jahren, der Bombardierung der Stadt München und der Frauenkirche, der Befreiung der KZ`s und dem Einmarsch der Amerikaner. In der Erzdiözese München und Freising wird in diesem Jahr des 65. Todestages von acht Männern gedacht, die als Märtyrer starben. Sie wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet oder sie starben an den Folgen erlittener Haft.
Der Diözesanrat der Katholiken dazu, die Erinnerung an das Leben und Sterben dieser mutigen und aufrechten Christen zu beleben. Beispiele für die Erinnerung sind u.a.: Gedenkwände und Schautafeln in Schulen und Pfarrheimen, Benennung von Straßen, Plätzen, Einrichtungen, Schulen, Spielplätzen, Jugendhäusern , Durchführung von Projekttagen. Ein Faltblatt mit der Erklärung inkl. Liste „Blutzeugen des 20. Jahrhunderts“ kann kostenlos beim Diözesanrat bestellt werden.
JOSEF ZOTT
städtischer Bauaufseher, geboren am 16.5.1901 München. Am 16. Januar 1945 hingerichtet im Zuchthaus Brandenburg-Görden. Mit-Begründer einer bayerisch patriotischen monarchistischen Widerstandsgruppe mit entschieden christlich-katholischer Motivation (Harnier-Kreis).

FRANZ SPERR
Bayerischer Gesandter, geboren am 12.2.1878 in Karlstadt/M. Am 23. Januar 1945 gestorben im Gefängnis Berlin-Plötzensee. Gründer einer Widerstandsgruppe unter Offizieren bayerischer Garnisonen, u.a. Kontakt mit dem Kreisauer Kreis und den Männern des 20. Juli.

PATER ALFRED DELP SJ
Geboren am 15.9.1907 Mannheim, am 24.6.1937 Priesterweihe, am 8.12.1944 Ew. Profeß,
Am 2. Februar 1945 wurde Pater Alfred Delp SJ im Gefängnis Berlin-Plötzensee gehenkt. Mitglied im Kreisauer Kreis.

WOLFGANG MEIER
Landwirt, Vater von elf Kindern, geboren am 8.11.1878 Frauenornau (Lkr. Mühldorf). Am 22. Februar 1945 erlitt der Landwirt den Tod im KZ Dachau. Er hatte einen der maßgeblichen Männer des Kreisauer Kreises, den Jesuitenprovinzial Augustinus Rösch auf seinem Anwesen in Hofgiebing versteckt. Rösch war dort entdeckt und verhaftet worden.

Grimm
JOSEF GRIMM
Geboren am 13.1.1900 Deisenried (Lkr. Miesbach). Am 28. April 1945 wurde Pfarrer Josef Grimm, der in Götting bei Bad Aibling seine Gemeinde vor Unheil bewahren wollte, bestialisch ermordet. Er holte selbst die von SS-Leuten auf dem Kirchturm angebrachte Hakenkreuzfahne herunter und pflanzte die bayerische Fahne auf (Beteiligung am Aufruf der "Freiheitsaktion Bayern").

Dohrn
HARALD DOHRN
Gutsbesitzer, geboren am 17.4.1885 Neapel. Am 29. April 1945 wurde Harald Dohrn im Perlacher Forst München mit Genickschussen erschossen. Schwiegervater von Christoph Probst, einem Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Gemeinsam mit seinem Schwagers Hans Quecke hatte er sich am Aufruf der „Freiheitsaktion Bayern“ beteiligt und wurde denunziert.

quecke
HANS QUECKE
Ministerialrat, Geboren am 3.4.1901 in Gelsenkirchen.
Am 29. April 1945 wurde Hans Quecke gemeinsam mit Harald Dohrn im Perlacher Forst München erschossen.

Dr. ADOLF FREIHERR VON HARNIER
Rechtsanwalt, geboren am 14.4.1903 München. Er starb am 12. Mai 1945 nach sechsjähriger Haft durch Hungertyphus und allgemeine körperliche Entkräftung im Zuchthaus Straubing. Einer der schärfsten Gegner der NS-Ideologie. Mit-Begründer einer bayerisch patriotischen monarchistischen Widerstandsgruppe mit entschieden christlich-katholischer Motivation.

PATER RUPERT MAYER SJ
An Allerheiligen, 1. November, werden es 60 Jahre, dass Pater Rupert Mayer an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist. Der Apostel Münchens ist bis heute unvergessen: der freundliche Beichtvater, der mutige Prediger und der aufrechte Seelsorger im Widerstand.

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