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Die Kirche feiert Eucharistie - Danksagung
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»Tut dies zu meinem Gedächtnis!« Alle großen Ereignisse im Leben werden mit einem Mahl begangen: Geburt, Hochzeit, Jubiläen und auch das Begräbnis eines Menschen. So wurde auch das größte Fest der Juden, das Pascha, mit einem Familienmahl gefeiert. Damals wie heute gedenken die Juden dabei der zentralen Heilstat Gottes, der Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens. Das Essen des Lammes, das Teilen ungesäuerten Brotes und das gemeinsame Trinken aus dem Segensbecher spielen bei diesem Mahl eine wichtige Rolle. Als Jesus mit seinen Jüngern das letzte Pascha-Mahl feierte, knüpfte er an diese Zeichen an. Doch er gab ihnen einen neuen Sinn: Alles, was er war, sein Leben und sein Sterben, sein Leib und sein Blut, wollte er für die Menschen geben. Die Evangelisten und der Apostel Paulus überliefern uns den Auftrag Jesu: »Tut dies zu meinem Gedächtnis!« Immer wenn die Jünger sich in seinem Namen versammeln, um Gott zu loben, miteinander das Brot zu brechen und aus dem Kelch zu trinken, will er bei ihnen sein. Die Jünger haben Jesu Auftrag erfüllt. Sie haben sich vor allem am ersten Tag der Woche in seinem Namen versammelt und dabei geheimnishaft erlebt, daß der Gekreuzigte und Auferstandene mitten unter ihnen gegenwärtig wird. Seitdem hat die Gemeinschaft der Kirche niemals aufgehört, sich Sonntag für Sonntag vom Herrn zusammenrufen zu lassen, um zu tun, was er ihr aufgetragen hat. »Lasset uns danken, dem Herrn, unserm Gott.« Grundstimmung der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn ist die Freude und
die Dankbarkeit. Sie ist es so sehr, daß diese Feier von ihr den Namen bekommen hat: Eucharistie, d.h. Danksagung. Alle Gebete, Lieder, Worte, ja selbst das Schweigen in ihr sind geprägt von der Grundhaltung des Dankens. Mitte und Herzstück der Feier ist deshalb das große Lob- und Dankgebet, das eucharistische Hochgebet. In ihm preist die versammelte Gemeinschaft die Größe und die Herrlichkeit Gottes. Sie dankt Gott für die Gaben der Schöpfung, für seine Liebe und Treue zu den Menschen, und vor allem für seinen Sohn Jesus Christus.
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»...für euch hingegeben.« Die Mitte der Gedächtnisfeier ist die Gegenwart Jesu Christi, der sich für uns am Kreuz hingegeben hat. Durch sein Lebensopfer am Kreuz hat er die Sünde, die Entfremdung der Menschen von Gott und untereinander als Leiden auf sich genommen. Durch seine Liebe und Hingabe hat er den Menschen den Weg zur Versöhnung mit Gott und untereinander aufgetan. In den Zeichen von Brot und Wein wird die Kreuzeshingabe Jesu gegenwärtig. Dieses Opfer - so betet die Kirche - ist Gott wohlgefällig, makellos und heilig. Zugleich bittet sie, daß wir uns in die Hingabe und Liebe Jesu hineinnehmen lassen. »Zu einem Leibe vereint.« Die Grunderfahrung der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn ist die der Gemeinschaft. Jesus Christus, der zusammenruft und gegenwärtig wird, stiftet Verbundenheit und Frieden. Das gemeinsame Beten, Singen und Schweigen, die gegenseitige Verzeihung, der Austausch des Friedensgrußes, die gemeinsame Kommunion bauen die versammelte Gemeinde auf als einen Leib in Christus. »Geheimnis des Glaubens.« Alle Worte über die Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn sind bruchstückhaft,
sind ein Sehen wie in einem Spiegel, ein Erahnen in Umrissen. Deshalb spricht die Kirche ehrfurchtsvoll von diesem Geheimnis. Die Eucharistiefeier ist ihre Mitte und ihre Quelle, aus der sie lebt.
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