Mit dem Ende der alten Reichskirche war 1803 auch der Abend des Bistums Freising angebrochen. Nach dem Tod des letzten Fürstbischofs Joseph Konrad von Schroffenberg (1789-1803) blieb die Diözese 18 Jahre lang ohne Oberhirten. Mit dem Bayerischen Konkordat von 1817 und der Veröffentlichung der Cirkumskriptionsbulle von 1821 trat das neue Erzbistum München und Freising die Nachfolge der alten Freisinger Diözese an.
Seitdem haben 12 Erzbischöfedie Kirche von München und Freising geleitet. Kardinal Faulhaber (1917-1952)führte sie durch die schwere Zeit des Dritten Reichs.Kardinal Wendel (1952-1960) hat den Eucharistischen Weltkongreß in München ausgerichtet. Kardinal Döpfner (1961-1976)war während seiner Amtszeit zugleich einer der vier Moderatoren auf dem II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Kardinal Ratzinger (1977-1982)konnte 1980 Papst Johannes Paul II. in München begrüßen. Seit 1982 war Kardinal Wetter (Erzbischof von 1982 - 2008) Oberhirte des Erzbistums München und Freising. Er leitete bis zur Bestellung eines Nachfolgers das Erzbistum im Namen des Papstes als Apostolischer Administrator mit allen Rechten und Vollmachten eines Diözesanbischofs. Mit dem Amtsantritt von Erzbischof Reinhard Marx am 2. Februar 2008 endete nach 25 Jahren seine Amtszeit. Seit 2008 leitet Erzbischof Reinhard Marxals 73. Nachfolger des Heiligen Korbinian das Erzbistum.
(zitiert nach:
Josef Maß: Zur Geschichte der Erzdiözese München und Freising, in: Die Erzdiözese München und Freising, hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat München 1989).