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Mittwoch, 18. Juni:
Katholische Schulen in Europa immer beliebter


Die 39.000 katholischen Schulen in Europa verzeichnen einen großen Andrang. Die Wartelisten der Einrichtungen in West-, Mittel- und Osteuropa würden immer länger, hieß es in Köln bei einer Tagung von Schulbischöfen aus 22 Ländern.
Oft reichten die Kapazitäten nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden. Grund sei der Wunsch von Eltern nach einer Erziehung, die nicht nur auf Wirtschaft und Karriere abziele, sagte der Vorsitzende der Schulkommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Weihbischof Engelbert Siebler. Vielmehr gehe es immer mehr Vätern und Müttern um die Vermittlung von Werten und Sozialverhalten. Die katholische Kirche ist nach dem Staat zweitgrößter Schulträger in Europa.

Solidarität und Gemeinschaft

Das spezifische Profil katholischer Schulen komme gut an und solle daher auch künftig gepflegt werden, sagte der Wiener Kardinal Christoph Schönborn, der Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz ist. Die Gesellschaft sei von Individualisierung und Ökonomisierung geprägt. Dem hätten katholische Schulen die Prinzipien der Solidarität und Gemeinschaft entgegenzuhalten. Dazu gehöre auch, dass Eltern in die Arbeit der Lehrer einbezogen würden.

vvm/wak/suz