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Begriff 'Seelsorge'
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Seelsorge ist ein Grundauftrag der Kirche. Alle Christen, nicht nur Pfarrer und spezielle Seelsorgsberufe, sind herausgefordert, jeden Menschen mit seiner Lebensgeschichte anzunehmen, als handle es sich um Christus selbst. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Zur Seelsorge gehört, dass Christen sich untereinander im Glauben bestärken und auch nach außen den Glauben bezeugen. Seelsorge hat dabei immer die Grundsituation des Menschen im Blick und ist daher vor allem durch Personen, die nahe am Menschen sind, gegenwärtig: bei Gottesdiensten und in der Feier der Sakramente, in den Pfarreien, in den Pfarrhäusern, bei Hausbesuchen, in sozialen Diensten, in der Gruppenarbeit, beispielsweise für Jugendliche, Eltern und Senioren, im kulturellen Engagement, beispielsweise in der Pflege der Kirchenmusik. Seelsorge geht aber auch über die Grenzen der Pfarreien hinaus: in die Krankenhäuser, in die Gefängnisse, zu Notfällen, Kriseninterventionen und Beratungen, jeweils in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachberufen. Sie entwickelt neue Formen auch in den Medien und über das Internet. „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände“ (Aus der Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“ des Zweiten Vatikanischen Konzils).
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