Jugendliche Christen mit Fahnen im Altarraum des Freisinger Mariendomes bei der Jugendwallfahrt des Erzbistums München und Freising
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Der Tauftag - Vorbereitung und Gestaltung

Ein Kind wird geboren. Die Eltern sind glücklich und dankbar. Schon in der Zeit der Erwartung wählen sie mögliche Namen für ihr Kind.

Die Namensgebung hat für uns Christen einen tiefen Sinn: Gott kennt mich. Er ruft mich bei meinem Namen. Ich habe einen Namen bei ihm. Die Namen verweisen auf Heilige, die zur Namenspatronin und zum Namenspatron für das Kind werden. Damit steht das Kind unter deren besonderen Schutz.

Für die Eltern ist die Wahl der Paten eine ernste und verantwortungsvolle Aufgabe. Dabei ist zu bedenken, dass das Patenamt nur von einem katholischen Christen wahrgenommen werden kann, der auch bereit ist, Mitverantwortung für das Patenkind zu übernehmen.

Mitglieder anderer christlicher Gemeinschaften können neben der katholischen Patin/des katholischen Paten das Amt einer Taufzeugin/eines Taufzeugen übernehmen.

Das Kind wird zur Taufe angemeldet und der Tauftermin wird vereinbart. Wichtig ist, dass sich die Eltern auf die Tauffeier vorbereiten, damit sie die Taufe persönlich mitfeiern und ihren Glauben bekennen können. Deshalb laden die Seelsorger die Eltern und wenn möglich auch die Paten zum Taufgespräch ein, das in der Regel zuhause in der Familie stattfindet. Im Taufgespräch geht es um die Bedeutung der Taufe und der Taufsymbole, um die Aufgaben der Eltern und Paten für die christliche Erziehung und um die Gestaltung der Tauffeier bis hin zu praktischen Fragen (Taufkleid, Taufkerze etc.). Es wird besprochen, ob das Kind alleine oder zusammen mit anderen Kindern getauft wird.

Die Taufe mehrerer Kinder betont in besonderer Weise die Eingliederung des Kindes in die Gemeinschaft der Kirche. Die Taufgottesdienste sind in der Regel am Samstag Nachmittag oder am Sonntag. Auch in der sonntäglichen Eucharistiefeier können Kinder und Erwachsene getauft werden. Die ursprüngliche Feier der Taufe ist in der Osternacht.

In manchen Pfarrgemeinden werden auch Taufgespräche im Kreis mehrerer Eltern geführt.

Die Taufe eines Kindes ist ein Tag der Freude und der Dankbarkeit. Darum feiern die Eltern an diesem Tag ein Familienfest, zu dem sie Paten, Verwandte, Freunde und Bekannte einladen.

Das Familienfest anlässlich der Taufe eines Kindes ist von Freude geprägt: Ein schön gedeckter Tisch mit der brennenden Taufkerze versammelt Eltern und Gäste. Es ist ein Tag, an dem alle froh und gesellig beisammen sind. Manchmal geschieht es, dass sich Menschen hier wieder miteinander versöhnen.

Eltern oder Paten können den Festtag gemeinsam mit den Gästen mit einem Gebet ausklingen lassen, in dem Freude und Dank für das Geschenk der Taufe zum Ausdruck kommen.

Gebet am Tauftag

Gott, unser Vater!

Wir freuen uns über unser Kind.
Heute wurde es getauft.
Es gehört wie wir zur Gemeinschaft
der Glaubenden.
Wir danken dir für das Leben unseres Kindes
und für das Geschenk der Taufe.

Wir möchten unser Kind immer lieben
und so nehmen wie es ist.
Schenke ihm Gesundheit des Leibes
und der Seele.
Lass es wachsen und gedeihen.
Möge es liebesfähig und lebenstüchtig werden.

Hilf uns, gute Eltern zu sein.
Segne uns und alle, die zur Taufe unseres
Kindes gekommen sind.
Deine Liebe möge uns in guten und schlechten
Zeiten mit dir und untereinander verbinden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen.
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