Pfingsten – die Kirche wird katholisch
Pfingsten, der Geburtstag der Kirche: seit diesem Ereignis steht die Kirche allen offen, die an Gott glauben. Was in Jerusalem begonnen hat, ist um die ganze Welt (auf griechisch: kata holon) gegangen. Am 50. Tag nach Ostern wird eine Wahrheit des christlichen Glaubens gefeiert (Gott hat den Heiligen Geist gesandt), so wie auch an Weihnachten (Gott hat seinen Sohn gesandt) und an Ostern (Jesus Christus ist gestorben und auferstanden) zentrale Ereignisse des Christentums begangen werden.
Wer über die Bedeutung des Festes spricht, darf sich nicht von einem Phänomen unserer Tage in die Irre führen lassen: Es gibt kaum noch Brauchtum rund um das Pfingstfest und noch viel weniger Wissen über das Fest. Es steht sogar der zusätzliche Feiertag zur Debatte.
Unser Bild (Aufn.: Priesterseminar München) zeigt Erzbischof Reinhard Marx bei der Diakonenweihe am 10.5.2008. Im Erzbistum München und Freising findet seit 1995 die Weihe der Diakone am Samstag vor Pfingsten statt. Dieser Termin wurde bewusst in die Pfingstnovene gelegt, da diese Tage auf die Herabkunft des Heiligen Geistes vorbereiten. In ganz besonderer Weise wird dieser dann auch bei der Weihe der Diakone herabgerufen. Gut ein Jahr später werden die Diakone dann zu Priestern geweiht.
Die Pfingsterzählung in Gebärdensprache
Günther Bacher, der als Seelsorger auch für Hörgeschädigte und Gehörlose zuständig ist gebärdet die Pfingsterzählung. Zur besseren Verständlichkeit wurden die Ortnamen von Phrygien bis Pamphylien übergangen. Die hinterlegt Tonspur ist - ebenso wie die Textzeile - für Menschen gedacht, die die Gebärdensprache nicht beherrschen. Etliche Gebärden sind selbsterklärend und können so gut zugeordnet werden. Bei der Synchronisierung wurden kleinere Verschiebungen bewußt belassen, um den Textfluss beim Sprecher zu erhalten.