Jugendliche Christen mit Fahnen im Altarraum des Freisinger Mariendomes bei der Jugendwallfahrt des Erzbistums München und Freising
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Jesus Christus

Um das Jahr 6 vor unserer Zeitrechnung wurde in Palästina, in der kleinen, unbedeutenden Stadt Bethlehem, Jesus geboren. Seine Mutter hieß Maria; als sein Vater galt der Zimmermann Josef aus Nazareth. Dort wuchs Jesus auf. Mit etwa 30 Jahren beginnt er als Wanderprediger aufzutreten und den Anbruch des Reiches Gottes zu verkünden. Drei Jahre später wird er unter dem Vorwurf der Gotteslästerung am Kreuz hingerichtet. Seine zentrale und erlösende Botschaft ist ganz einfach: Gott liebt die Menschen. Wer darauf vertraut, wird frei.

Liebe sucht Nähe

So wie Eltern sich herabbeugen, um besser – von Angesicht zu Angesicht – mit ihrem Kind zu reden, so hat sich Gott in Jesus von Nazareth zu den Menschen hinabgebeugt und Beziehung gesucht. Die Bibel formuliert: Gott, der sich auf dieses (menschliche) Niveau herabläßt, hat sich „erniedrigt“.

Liebe heilt

Diese Nähe heilt Menschen, nimmt ihnen die Angst, Niedergedrückte richtet sie auf, den Entehrten gibt sie ihre Würde zurück. Jesus macht Menschen an Leib und Seele gesund. Anerkannt und geliebt zu werden, wirkt Wunder: Selbst Tote stehen zu neuem Leben auf. ln Jesus ist nicht nur Gott den Menschen nahegekommen, die Menschen sind durch ihn auch Gott näher gekommen. Über Jesus, den die Christen zugleich als Gott bekennen, sind alle Menschen in Gott zuhause. Mit Jesus sind alle Menschen in Gott eingebunden. Von dieser „Richtschnur" Jesus von Nazareth kann sich jeder führen lassen. Wer ihm nachfolgt, findet mitten hinein ins Herz Gottes. Das meint Jesus, wenn er von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben."

Eins mit dem Vater im Himmel

Es ist verständlich, wenn sich damals und heute Menschen an diesem Anspruch stoßen. Viele sehen in Jesus einen besonderen Menschen, sie stimmen auch zu, daß er „ein Mann Gottes" gewesen ist. Aber Gott selbst? Die Juden sahen damals in diesem Anspruch eine Gotteslästerung. Für die Griechen war dieser Gedanke die reine Torheit. Aber Jesus hat kein Wort zurückgenommen. Er sagt: „lch und der Vater sind eins!" Er steht für diesen Anspruch auch dann ein, als er ihn ans Kreuz führt. Seine Auferweckung aus dem Tod verstehen Christen als göttliches Siegel: Indem Gott Jesus aus dem Tod erweckt, bestätigt und beglaubigt er dessen Anspruch. Die Auferstehung ist für Christen das Fundament ihres Glaubens. Paulus versichert:

„Christus starb für unsere Sünden,

wie es die Schriften gesagt haben und wurde begraben. Er ist am dritten Tage auferweckt worden, wie es die Schriften gesagt haben und erschien dem Kephas (Petrus) und dann den Zwölf (Aposteln). Dann aber erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich. Die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige von ihnen sind entschlafen." Zum ersten Mal hat der Tod einen Menschen nicht festhalten können. Christen glauben: Damit wurde die Macht des Todes prinzipiell durchbrochen. Der Tod ist auch für uns nicht mehr end-gültig. Er ist seither Durch-gang zu Gott. Jesus sagt: „Wer an mich glaubt, hat das Ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.“

Liebe befreit

In Jesus ist Gott auf die Menschen zugegangen. Er ist die „leibhaftige Zuneigung Gottes zu uns". Die Bibel spricht von der ,,Menschenfreundlichkeit Gottes“, die in Jesus wie „ein Licht in der Finsternis" erschienen ist. Dieses Licht taut die Menschen auf und entkrampft sie. Es macht sie fähig, menschlich zu leben. Es macht aus kleinlichen Seelen großherzige Wesen. Aus Kleingeistern Großmütige.

Jesus sagt:

Folgt mir nach. Liebet einander,
wie ich euch geliebt habe.
Werdet (so) vollkommen,
wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Nicht nur Gott kennen wir allein durch Jesus Christus, auch uns selbst kennen wir nur durch ihn ... Ohne ihn wissen wir weder, was unser Leben, noch was unser Tod, noch was Gott, noch was wir selbst sind.“ (Blaise Pascal)

Wie kann man diesen Jesus heute kennenlernen?

Der naheliegendste Weg ist, das Neue Testament bzw. eines der vier Evangelien zu lesen. Darüber hinaus sollte man den Kontakt und das Gespräch mit Menschen suchen, die Jesus bereits nachfolgen und den Glauben leben. Für den, der Christ werden möchte, kennt die Kirche daher eine Zeit des Kennenlernens und des gemeinschaftlichen Hineinwachsens in Gemeinde und Glaube. Diese Zeit heißt „der Katechumenat". Dessen Dauer richtet sich ganz nach der individuellen Situation.



Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen.
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