Grüß Gott
Wer immer Ihnen dieses Heft überbringt, tut es mit meinen guten Wünschen für Sie. Ich wünsche Ihnen Linderung Ihrer Beschwerden und nicht zuletzt die vollständige Gesundung. Ich wünsche Ihnen aber auch das Maß an Geduld, dessen Sie bedürfen, wenn die Heilungsprozesse langwierig sind. Zu all dem wünsche ich Ihnen eine gute Verbindung mit dem, der in geradezu einzigartiger Weise seine Liebe helfend und heilend den Kranken und Verletzten zuwandte: Jesus Christus.
Ich darf Ihnen von den vielen Heilungsberichten der Bibel einige vorlegen und bitte Sie, diese zu erwägen.
Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge. Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war... ihr Rücken war verkrümmt und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen. Als Jesus sie sah, rief er sie und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst. Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott (vgl. Lk 13,10-13).
In anderen Berichten kommt deutlich zum Ausdruck, dass Jesus dann heilte, wenn er Glauben und Vertrauen fand, sei es beim Kranken selbst oder bei denen, die seine Hilfe vermitteln wollten:
Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab´ Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet (Mt 9, 27-30)xx
Weil Jesus die leibliche und seelische Gesundung der Menschen am Herzen lag, übertrug er die Heilungsvollmacht auch seinen Schülern und Helfern:
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie (Mt 6, 12-13).
Nach dem Weggang Jesu zum Vater verblieb der Auftrag zu heilen bei den Aposteln und Jüngern. Als der Apostel Paulus auf der Insel Malta überwinterte, war er Gast der Gutsherrn Publius. Die Apostelgeschichte erzählt:
Der Vater des Publius lag gerade mit Fieber und Ruhr im Bett. Paulus ging zu ihm hinein und betete; dann legte er ihm die Hände auf und heilte ihn. Daraufhin kamen auch die anderen Kranken der Insel herbei und wurden geheilt (Apg 28, 8-9).
Ich meine, dass schon diese wenigen Bibeltexte genügen, zu verstehen, warum sich der Apostel Jakobus mit folgenden Worten unmittelbar an die Kranken wendet:
Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten (d.h. die Priester) der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben (Jak 5, 14-15).
Am Schluß meines Briefes möchte ich Sie ermuntern, einem Seelsorger Gelegenheit zu einem Besuch zu geben, um mit ihm über Fragen und Probleme zu reden, die sich in den Tagen des Krankseins deutlicher stellen als sonst. Er wird Ihnen auch die heilige Kommunion überbringen, wenn Sie es wünschen. Wollen Sie das Bußsakrament und die Krankensalbung empfangen, wird gern ein Priester zu Ihnen kommen. Ihr Glaube an den heiligen Christus wird Sie stärken und aufrichten.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Seelsorger