Fastenzeit 2012 im Erzbistum München und Freising
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, die Vorbereitung der Christen auf das höchste Fest des Kirchenjahres, das Osterfest. Der Verzicht auf Speisen und Getränke ist ein Ausdruck der Trauer und der Sühne, und ein Weg, um sich auf die Begegnung mit Gott vorzubereiten. Für das Fasten der christlichen Gemeinde ist das Vorbild Jesu entscheidend, der vor seinem öffentlichen Auftreten 40 Tage fastete.
Zur Fastenzeit gehört aber nicht nur der Verzicht auf körperliche Nahrung, sondern auch eine aufrichtige Bußhaltung, die Erneuerung der Taufentscheidung und die Bereitschaft, Notleidenenden zu helfen und mit anderen zu teilen. Zum Fasten verpflichtet sind Katholiken nur noch am Aschermittwoch und Karfeitag. Als moderne Form des Fastens hat sich das Misereoropfer bewährt. Hinzu kommen Gebete wie der Kreuzweg und die bei Jugendlichen beliebte Frühschicht. Zu den neueren Bräuchen gehört auch der Weltgebetstag der Frauen. Doch nicht nur in der Fastenzeit, sondern an allen Freitagen des Jahres, verpflichten die Kirchengebote in Erinnerung an den Kreuzestod Jesu dazu, ein Opfer zu bringen. Dies kann in der Enthaltung von Fleischspeisen bestehen (Abstinenz).
Das Foto zeigt das Fastentuch der Münchner Pfarrei St. Benno im Jahr 2011.