Jugendliche Christen mit Fahnen im Altarraum des Freisinger Mariendomes bei der Jugendwallfahrt des Erzbistums München und Freising
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Das Fest Darstellung des Herrn - Mariä Lichtmess

Der Evangelist Lukas berichtet im 2. Kapitel, dass Maria dem greisen Simeon im Tempel von Jerusalem das göttliche Kind gereicht habe. Diese Szene zeigt das große Altarblatt von Tobias Schinagl aus dem Jahr 1673 in der Pfarrkirche von Aschau im Chiemgau. Diese hat im Erzbistum als einzige Pfarrei das Patrozinium „Darstellung des Herrn“. Und das, obwohl das Fest dieses Tages, der Volksmund spricht von „Mariä Lichtmess“ oder einfach nur „Lichtmess“, lange Zeit durchaus von gehobener Bedeutung war.

An Lichtmess (2. Februar) war das Wirtschaftsjahr der Bauern zu Ende, bevorzugt rund um diesen Termin wechselten Knechte und Mägde den Dienstherrn.

An diesem Tag wurden die für das nächste Jahr benötigten Kerzen geweiht. Darum waren um diese Zeit auch Wachsmärkte, eben Licht(er)messen.
Die kirchliche Bedeutung des Festes strahlt im Gebet zu der Kerzenweihe an „Darstellung des Herrn“ auf:

Gott, du bist das wahre Licht,
das die Welt mit seinem Glanz hell macht.
Erleuchte auch unsere Herzen,
damit alle, die heute mit brennenden Kerzen
in deinem heiligen Haus vor dich hintreten,
einst das ewige Licht deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.


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