Kirche von innen in farbiger Ausleuchtung
Kirchenmusik
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Kirchenmusik


Kirchenmusik im Erzbistum hat eine große Tradition. Das um 900 in Freising entstandene Petruslied ist das älteste deutsche Kirchenlied und stammt noch aus der althochdeutschen Sprache.

Bischof Sixtus von Tannberg gründete 1484 eine eigene Domkantorei zur würdigeren Gestaltung der Gottesdienste an der Bischofskirche in Freising.

Um dieselbe Zeit wirkte an der Münchner Frauenkirche der blinde Organist Konrad Paumann (circa 1410 - 1473), Verfasser von Anweisungen zum Orgelspiel. Der an der Münchner Hofkapelle tätige Ludwig Senfl (circa 1488 - 1543) gab dem deutschen Lied große Impulse, während München - neben Rom - unter Orlando di Lasso (1532 - 1594) zur (Kirchen-)Metropole avancierte. Das Wirken von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) tangierte nicht nur Seeon, sondern auch München, wo in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Kaspar Ett (1788 - 1847), Musiker an der Jesuitenkirche St. Michael, zum Erneuerer der Kirchenmusik wurde. Nicht hoch genug einzuschätzen ist bis zur Säkularisation das Verdienst der Klöster, die sich teilweise zu ausgesprochenen Musikschulen entwickelt hatten.

Bedeutende Chor- und Orgelwerke schuf im 19. Jahrhundert Joseph Rheinberger (1839 - 1901), Organist an der Münchner Ludwigskirche. Für unser Jahrhundert seien nur zwei Namen genannt: der Domkapellmeister Max Eham (1915 - 2008) und der Komponist Robert Helmschrott (geb. 1938), Professor an der Musikhochschule in München. Viele Spuren vergangener kirchenmusikalischer Epochen sind noch im heutigen „Gotteslob“ zu entdecken, zu dem 1992 das „Münchner Kantorale“ als Gesangbuch für den Vorsänger und als Gottesdienst-Vorbereitungsbuch für Pfarrer und Kirchenmusiker dazugekommen ist.

Es spricht für die musikalische Bandbreite, wenn heute in großen Kirchen auch schlichter Choral und in kleinen Landkirchen sogar Mozartmessen zu hören sind. Ein sehr aktiver Personenkreis von Kirchenmusikern, Musik- und Instrumentalgruppen, Chor- und Scholasängern trägt dazu bei, dass es bei Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen in den Pfarreien der Erzdiözese singt und klingt.



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