Die Hauptabteilung Diözesane Schulen ist zuständig für Profil, Aufsicht und Beratung der diözesan verwalteten kirchlichen Schulen
Derzeit steht die Erzdiözese München und Freising in Trägerschaft von 5 Gymnasien, 14 Realschulen, einer Volksschule und einem Spätberufenenseminar. An diesen Schulen werden 12.000 Schülerinnen und Schüler von 1.000 Lehrkräften unterrichtet.
Vorzügliche Aufgabe ist es, den kirchlichen Charakter der diözesaneigenen Schulen deutlich zu machen und diesem auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes ein eigenständiges Profil zu geben.
Vor allem sind folgende Aufgaben wahrzunehmen
- Verwaltung der diözesaneigenen Schulen
- Personalverwaltung
- Haushaltserstellung und -überwachung
- Sachverwaltung - Verwirklichung des Erziehungsauftrages der diözesaneigenen Schulen
Die Kirchen sahen es seit jeher als wichtige Aufgabe Schulen zu errichten und zu betreiben. So reichen die Anfänge christlich geprägter Schulkultur bis in das Mittelalter zurück.
Hauptsächlich die Ordensgemeinschaften legten durch christliche Bildungs- und Erziehungsarbeit einen wesentlichen Grundstock unserer Kultur. Insbesondere in der Mädchenbildung spielten die weiblichen Ordensgemeinschaften eine entscheidende Rolle.
Die Erhaltung ordensgetragener Schulen gestaltet sich durch den rapiden Rückgang von klösterlichem Nachwuchs in zunehmendem Maße schwierig. So erwächst den Diözesen die große Herausforderung in ihrer Existenz gefährdete Schulen weiterzuführen und so oftmals jahrhundertealte christliche Schulkultur zu erhalten und einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.
Dementsprechend erklärte Kardinal Wetter schon im Jahr 1996:
"Der mit den kirchlichen Schulen verbundene Bildungs- und Erziehungsauftrag ist unserer Erzdiözese ein wichtiges Anliegen. Die Aussage des Zweiten Vatikanischen Konzils vor nunmehr 30 Jahren, wonach die katholische Schule als Erziehungs-gemeinschaft beiträgt, den Evangelisierungsauftrag der Kirche für das ganze Volk Gottes sowie für die gesamte Menschheit zu verwirklichen, gilt heute mehr denn je.
Insbesondere in einer Zeit des Konsumdenkens, des Informationsüberflusses, des Wertewandels und vielfältiger Versuchungen ist es eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, junge Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen Orientierung zu geben.
Als Lern- und Lebensraum, in dem glaubwürdiges Christsein, Geborgenheit und Mitmenschlichkeit erfahren werden sollen, streben unsere Schulen neben der schulischen Wissensvermittlung auch die Erziehung zu Werthaltungen aus der christlichen Sicht des Menschen an. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein glückendes Leben der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
Wichtigste Voraussetzung für das Gelingen einer katholischen Schule ist die grundsätzliche Übereinstimmung in den Erziehungszielen zwischen Eltern, Lehrkräften und Schülern. Ich danke den Eltern für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen, bitte sie aber auch, unsere Schulen in ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen.
Mit der Übernahme ehemals klösterlicher Schulen hat die Erzdiözese vielerorts ein kostbares Erbe angetreten. Es ist uns Verpflichtung und Ansporn, unter veränderten Bedingungen christlich geprägte Schulkultur zu erhalten und weiterzuführen."
Die Erzdiözese München und Freising steht derzeit in Trägerschaft von 21 Schulen, an denen mehr als 12.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.