Jugendliche Christen mit Fahnen im Altarraum des Freisinger Mariendomes bei der Jugendwallfahrt des Erzbistums München und Freising
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„Wir gehen zur Kirche!“

sagt man umgangssprachlich und meint „Wir gehen zur Hl. Messe!“ Beide Aussagen werden immer mehr ersetzt und man sagt „Wir gehen zum Gottesdienst!“ In den meisten Fällen ist die Eucharistiefeier gemeint.

In kirchlichen Texten wird manchmal noch vom „Herrenmahl“ gesprochen, seltener von der „Feier des Brotbrechens“. In der Verbindung mit Zielgruppen spricht man meist von Gottesdienst: Kinder-, Jugend- und Familiengottesdienst, Krankengottesdienst ... Das Wort Messe trifft man noch an in der Verbindung mit Brautmesse und Totenmesse (Requiem).

Messe im profanen und wirtschaftlichen Bereich kommt aus der engen Verbindung von Fest, Hl. Messe und Markttag. Aus dem Verkauf nach der Messe wurde die Verkaufsmesse, die sich völlig von Gottesdienst und Festtagen abgelöst hat. So wird von der Auto-, Sportartikel- und vielen anderen Messen gesprochen.

Inspiration war und ist die Eucharistiefeier für die Künste. Ob Musik, Malerei, Bildhauerei, Dichtung oder Kirchenbau: Herrliche Werke zeugen von dem Glauben der Menschen und der Kraft, dem Trost und der Hoffnung, die aus der Feier der Hl. Messe erwachsen sind. Durch alle Jahrhunderte fnden wir entsprechende Zeugnisse.


Edith Stein (1891 - 1942) sagt über die Eucharistie:

„Die Eucharistie ist die tiefste Quelle der Lebensfreude und Lebenskraft.“

Aus den Briefen von Mutter Teresa (1910-1997) wissen wir, dass sie Jahre der Gottferne und der Verlassenheit durchgelitten und ertragen hat. Auf die Frage hin, woher sie und die Schwestern die Freude und die Kraft für ihr Tun schöpfen, antwortete sie stets: Aus der Heiligen Messe.

Nicht nur sie und ihre Schwestern, sondern viele Menschen haben erfahren, dass das Wort Jesu Geltung hat:

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (vgl. Mt 11,28)

In einem Lied von Huub Oosterhuis heißt es:

„Herr, unser Herr, wie bist du zugegen und wie unsagbar nah bei uns. Allzeit bist du um uns in Sorge, in deiner Liebe birgst du uns.“ (Gotteslob Nr. 298,1)

Die Eucharistiefeier ist ein Geheimnis. Rätsel kann man lösen, Geheimnisse nie. Meditation, Betrachtung und Mitfeiern können uns helfen, in dem Geheimnis zu wohnen, es als Grund unseres Lebens zu sehen, auf dem wir stehen, dem wir vertrauen können und von dem wir künden, Zeugnis ablegen. Thomas von Aquin (1225 - 1274) dichtete einen unvergesslichen Lobpreis auf das Geheimnis der Eucharistie

Menschen vor einer Kirchen
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