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Leben aus der Berührung mit Jesus.
Wie heilt Jesus ?
Hier geht es um den Satz:
„Etwas berührt mich!" Wir finden in den Heilungswundern, dass Jesus einen Menschen berührt. Menschen, die Jesus erlebten, rufen: „Es geht eine Kraft von ihm aus!" Diese Kraft ist das entscheidende „Heilmittel".
Jesus überträgt diese Kraft, indem er die Kranken berührt .
Dazu einige Beispiele:
Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus:
...Die Schwiegermutter des Petrus lag mit Fieber im Bett... Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf, da wich das Fieber von ihr. (Mk 1-29-31
Heilung eines Aussätzigen:
Jesus hatte Mitleid mit ihm, er ging zu ihm, er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: „Ich will es, werde rein!" Im gleichen Augenblick wich der Aussatz. (Mk 1,40 ff)
Heilung eines Gelähmten:
.... Jesus sagte zu dem Gelähmten: „Nimm deine Tragbahre und geh nach Hause!" Der Mann stand sofort auf.... (Mk 21,lff)
Heilung einer gelähmten Hand:
Jesus sagte zu dem Mann: „Streck deine Hand aus!" Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund... (Mk 3,lff)
Heilung einer an Blutungen leidenden Frau:
.... Viele Menschen drängten sich um ihn, darunter auch eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt... Sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war... (Mk 5,21ff)
Zusammenfassung:Heilung aus dem Glauben bedeutet nicht eine theoretische Bewältigung oder irgendetwas tun müssen, sondern sich von Jesus berühren lassen. Nach der Vorstellung der Juden war die Sünde Ursache für eine Krankheit. Das zeigt: wenn Jesus heilt, berührt er das Innerste.
Jesus berührt auch heute noch Menschen, nicht mehr mit seiner Hand, sondern durch sein Wort und vor allem durch sein Leben. Jesus gibt den Menschen nicht auf, mag kommen was will, er liebt ihn auch durch seinen Kreuzestod hindurch, auf den er mit der Auferstehung und dem ewigen, unzerstörbaren Leben antwortet. Aus dieser Berührung wächst eine große Kraft, ihm nachzufolgen, d. h. leben, denken, und handeln wie er gelebt hat.
Der Kreis schließt sich:
Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Unser Weg begann damit, sich von der Schönheit einer Blüte berühren, von einer Musik bewegen lassen.
„Gott ist in allen Dingen". Seit dem Schöpfungsakt ist etwas vom Schöpfer in dem Geschaffenen zurück geblieben. - Deshalb ist Christus auch in allem zu berühren, in allem kann ich mit seiner heilende Kraft in Berührung kommen.
Die tiefste Berührung geht aber von der Person Jesu aus, wie wir ihm in den Evangelien begegnen und wenn wir uns von nichts anderem bewegen lassen als von ihm, - Letztlich geht es „nur“ um Jesus selbst. Sonst würde ich ihn nur als Mittel benützen. Es geht um die Person Jesu, um das „Eins-werden" mit ihm. Und gerade darin liegt die größte Kraft und die „Fülle des Lebens".
– Ende erster Abschnitt –