Von den trockenen Brunnen zum Wasser des Lebens.
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Wir suchen Leben.
Mit der Betrachtung der Worte Jesu: „Nehmt mein Joch auf euch!“ sind wir auf die „Schwelle“ zugetreten, die in den Raum Gottes führt, aus dem die Kräfte kommen, die wir immer suchen.
Es gibt aber auch „andere Quellen“, aus denen wir Leben schöpfen, die aber in entscheidenden Augenblicken versagen. Die wichtigste ist die Arbeit. Eine andere Quelle sind die Tagträume. Positiv nennen wir die „Tagträume“ „Visionen“. Bevor man etwas in die Tat umsetzt, muss man eine Vorstellung, einen Traum davon haben. Die ganze Flugtechnik wäre ohne den Traum vom Fliegen nicht wirklich geworden.
Es gibt aber auch eine Flucht vor der Wirklichkeit in einen Traum. Dort finde ich mein Selbstwertgefühl, das ich in der Wirklichkeit des Alltags nicht finde. Es gibt die Möglichkeit, den Traum für die Wirklichkeit zu halten. Dann ist es krankhaft. Haben wir nicht das richtige Verhältnis zum Traum kann die Wirk - lichkeit so stark wirken, dass wir den Traum nicht mehr träumen, andererseits aber die Wirklichkeit nicht ertragen können. –
Nicht mehr im Traum und nicht in der Wirklichkeit leben können ist schmerzhaft. Es ist der Sturz ins Bodenlose, ins Nichts, in die Sinnlosigkeit. – Die Suche nach Christus, dem Leben, wird wach. – Der Zerstörung des Traums gleicht dem Weg, den die Mystiker als Weg durch die „dunkle Nacht“ bezeichnen, das Träumen großer Fantasien wird unmöglich, aber ein „leben aus Christus“ ist noch nicht zu spüren.
Die Erfahrungen der Mystikerin Teresa von Avila können eine Hilfe sein:
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„Was soll also in diesem Fall der Gärtner tun? Er freue und tröste sich und halte es für eine große Gnade, in dem Garten eine so erhabenen Gärtners arbeiten zu dürfen…
Er helfe dem Herrn das Kreuz tragen und beherzige, dass dieser sein ganzes Leben lang damit belastet war…
Seien wir überzeugt, es geschieht alles zu unserem Besten…denn wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern Gott… Ja, tue o Herr, was dir gefällt.“
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