"ein Leib und ein Geist werden in Chrisuts" (Hochgebet)
I. Ein Überblick :Unser Erleben ist immer von einer Stimmung geprägt, wenn es auch "nur" das Gefühl der inneren Leere ist. Schon darin liegt die Begegnung mit unserem
"Da-sein".
Aus diesem
Wissen des Da-seins, kommt die
Erfahrung: "Gott ist da".
In diesem Da sein, erwacht die Kraft der Liebe, die zu einer unendlichen Sehnsucht wächst.
Unterwegs kommen noch andere Kräfte dazu: Ängste, auf die wir mit Aggressionen reagieren.
II. Schritte in die Meditation.(Hinweis
Unter
klick 200 finden Sie den selben Text mit Hintergrunderweiterungen und Querverbindeungen zu weiteren Meditationen.)
Erste Lebenszeichen Ich bin da.
Ich spüre Leben
Ich suche dieses Leben.
Das Leben hinter den Dingen.
Die Gegenstände um mich
Farben und Formen lassen Leben spüren.
manche Gegenstände in meinem Zimmer
haben meine Geschichte, erinnern mich
an Menschen, Erlebnisse.
Wolken bewegen sich, ich höre in den Tag.
Es ist noch jemand daNoch ist es leer,
und doch ahne ich noch ein anderes Leben
eine Person, ein Du.
ich sehe ihn nicht, aber ich weiß von ihm
richte meine Aufmerksamkeit auf ihn
Er wird immer wirklicher, - Leben – Du - Jesus
Ich suche alles in Dir „Ich bin in euch, ihr seid in mir“
Ich nehme es wörtlich und lasse Jesus zu mir sprechen:
„Ich bin in dir, du bist in mir!“Alles Erleben in mir, wird zum Erleben Jesu in mir.
In allem will ich Jesus erleben, im Aufwachen, am Morgen, die Morgendämmerung, die Wolken im ersten Blau des Himmels, im Spüren meines Körpers. Ich lasse Jesus, die Morgensonne, in mein Herz hinein scheinen, höre die Geräusche des Tages.
Ich gehe jetzt auf den Grund meiner Seele. Ich lasse Jesus sich in mich hinein versenken. Ich versenke mich mit den folgenden Sätzen in Jesus:
„In deine Lieb versenken, will ich mich ganz hinab. (140.2) Ich will dich lieben, ….auch in der allergrößten Not (558.7)
Jesus, all mein Leben bist du! (472)
„Einer will mich… in mir ist der Himmel… in mir ist einer, mit dem ich über alles reden kann. Wie schön ist das…
ich will mit ihm allein in meinem Innern sein. Ich will ihn in mir gegenwärtig spüren, ihn mit mir herum tragen, ihm alles sage, was mich bewegt.“
Jesus,
Was ich erlebe wird immer mehr zum Du in mir:
meine Sehnsucht nach mir selber,
nach einem Menschen,
nach dem Menschen, der Du bist.
erste Schritte in die Umgestaltung:
Sehnsucht aushaltenIch möchte in einem Menschen sein,
mir lieb und doch so fern.
Sehn-Sucht ist die treibende Kraft in die Tiefe.
Ohne Sehnsucht öffnet sich nichts.
Sehnen und suchen, begleitet von innerer Leere –
Wird sie jemals erfüllt?
Ich will die Sehnsucht aushalten,
auf dich schauen
Du wirst antworten.
Mit meiner Sehnsucht
suche ich Dich
Ich will diesen Menschen in Dir finden;
Du bist jetzt in ihm,
Du wirst immer mehr dieser Mensch.
wenn meine Sehnsucht in Dir ist,
öffnest Du eine Tür in diesen Menschen.
Ich will darauf warten.
(Der folgende Text hat für die
Suchbewegungen die Bezeichnung
klick 200a)
Andere Kräfte ein belangloses Gespräch. –
Plötzlich fällt ein Wort, das mich tief verletzt.
Die vergessen geglaubte Wunde wird wach.
Eifersucht, Neid, Macht.
Die Aufwallung meiner Gefühle
Sie haben Dich ans Kreuz gebracht.
Mitten im Aufruhr erscheint ganz blass Dein Bild.
Umgestaltung meiner Kräfte
auf dem Weg in die Passion Jesu
Ich gehe weiter
Ich denke an Menschen und Situationen, die mich belasten. Ich lasse Aufruhr zu und gehe damit in Jesus hinein. Ich nehme den Jesus der Passion in mich hinein.
Umgestaltung in der Passion:
„Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten den Beschluss, Jesus umzubringen.“
..und sie nahmen Anstoß an ihm. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat.
Die Pharisäer wollten ihm eine Falle stellen.
Während sie nun bei Tisch waren und aßen sagte Jesus: "Amen, das sage ich euch: einer von euch wird mich verraten."
Und er sagte zu ihnen: "meine Seele ist zu Tode betrübt.
Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen."
Da verließen ihn alle und flohen.
Jesus erleben im Raum der Seele:
Ich weiß, der Weg in Dich ist nie zu Ende. Du bist unendlich weit, unendlich tief. – Ich spüre Einsamkeit. –
Ich habe mein ganzes Leben etwas gesucht. Was eigentlich? Habe ich es jemals gefunden. Werde ich es einmal finden?
Angst überkommt mich, Verlustangst. Es wird immer sicherer: ich werde es nie finden. Die Spiritualität nennt es den Weg durch die Wüste, durch die dunkle Nacht. – Die uns voraus gegangen sind haben es erlebt: gerade dort bist du zu finden, Du allein.
Umgestaltung in der "dunklen Nacht"
Ich gehe damit in Jesus hinein.
Ich lasse den Jesus der Passion in meine Sinnlosigkeit.
Ich gehe meinen Weg mit Jesus
„Einige spuckten ihn an, verhüllten sein Gesicht, schlugen ihn und riefen: Zeig, dass du ein Prophet bist. Auch die Diener schlugen ihn ins Gesicht. …. verhöhnten ihn und sagten zueinander: anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen. Der Messias, der König von Israel. Er soll doch jetzt vom Kreuz herab steigen, damit wir sehen und glauben. Auch die andern beiden Männer, die mit ihm gekreuzigt wurden, beschimpften ihn.
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“Unerwartet geht mir auf:
meine innere Leere, das Nichts, ist deine Gnade, weil dann nichts anderes mein Inneres erfüllt. –
Wann du mein Inneres mit deinem Frieden ausfüllst, liegt in deinen Händen. Ich weiß jetzt: die Wüste, die dunkle Nacht ist der erste Schritt, zu deinem Leben in Fülle.
Dein Weg Jesus:
„Durch sein Sterben riss er die trennende Wand der Feindschaft nieder, …um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. …Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.“ ( Eph.2,14 ff)
das Ziel die Wandlung
Ich erfahre Fülle in der Leere, Nähe in der Entfernung. Ein Sterben, in dem Leben ist. Es gibt nicht mehr Leben, als dein Leben im Loslassen, im Nichts. „Du allein genügst“ wirklich. So lasse ich meinen Innenraum mehr und mehr umgestalten in Christus.
Ich gehe meinen Weg mit Jesus in die
Auferstehung:„Ihr sucht Jesus den Gekreuzigten…. Er ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat…. Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen… Er sagte zu ihnen: Seid gewiss,
ich bin bei euch, alle Tage, bis zum Ende der Welt!“ (Mt. 28 )
….Jesus tat, als wollte er weiter gehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, und der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit ihnen hinein, um bei ihnen zu bleiben. …. Da gingen ihnen die Augen auf.
„Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch:
Rabbuni… Jesus sagte zu ihr: halte mich nicht fest!.... Maria ging zu den Jüngern und sagte zu ihnen. Ich habe den Herrn gesehen!“
Hier eine Kurzfassung zur Erklärung der "Hintergründe"
Edith Stein Kreuzeswissenschaften
einen umfassenden Text finden Sie unter
klick 201 und
klick 202 „Der Mensch ist dazu berufen, in seinem Innersten zu leben und sich selbst so in die Hand zu nehmen, wie es nur von hier aus möglich ist. Nur von seinem Innersten ist die rechte Auseinandersetzung mit der Welt möglich. Nur von hier aus kann der Mensch den Platz in der Welt finden, der ihm zugedacht ist. ("Kreuzeswissenschaften" S.143)
Durch die Beschaffenheit seiner Seele hat der Mensch teil am Geist Gottes. Der Geist ist die Möglichkeit zu einem innigen eins-sein“. ( E. Stein nennt dieses Eins-sein „Innewohnen“.)
„Zum Innewohnen gehört auf beiden Seiten ein „Inneres Sein“, d.h. ein Sein, dass sich selbst innerlich umfasst und anderes Sein in sich aufnehmen kann, sodass ohne Aufhebung der Selbständigkeit des aufgenommenen und des aufnehmenden (Seienden) eine Einheit (des Seins) entsteht. Das ist nur im geistigen Sein möglich: nur Geistiges ist in sich selbst und kann anderes, wiederum Geistiges, in sich aufnehmen. Nur das ist wahrhaftes Innewohnen (Eins-werden).
Um vollständig vom geistigen Sein durchdrungen zu werden – darin besteht die vollkommene Liebesvereinigung -, muss die Seele gelöst sein von jeglichem anderen Sein, leer von allen anderen Geschöpfen und von sich selbst (S. 157)
In diesem neuen Leben der Vereinigung werden alle (Begierden und Kräfte) ins Göttliche umgewandelt. Der Mensch lebt ein Leben Gottes, und so hat sich der Tod in Leben umgewandelt, das sinnliche Leben in ein geistiges. Ihr Verstand ist umgewandelt in einen göttlichen Verstand, der Wille, das Gedächtnis und das natürliche Begehren sind alle vergöttlicht. Das Eigenwesen der Seele ist zwar nicht das göttliche Wesen, da es sich nicht dem Bestand nach in Gott verwandeln kann, aber durch die Vereinigung mit Gott und durch das Hineingezogen sein in ihn, ist es Gott durch Teilnahme. So kann die Seele nun mit vollem Recht sagen „Ich lebe, doch nicht mehr ich, sondern Gott lebt in mir.“ Gal 2.20 ( Kreuzeswissenschaften S.180)“