„Offenbarungen 2012“ – Tage Neuer Kirchenmusik
in Bayern und im Erzbistum Salzburg
29. September – 14. Oktober 2012
Nach 2006 und 2009 finden nun 2012 wieder die Tage Neuer Kirchenmusik statt.
Die Kirche war seit früher Zeit Auftraggeberin und Förderin der Künste. Das kirchliche Leben wurde somit auch von der Kunst sehr positiv beeinflusst und getragen.
Eine besondere Rolle spielte dabei natürlich immer die Kirchenmusik. Sie ist die Kunst, die untrennbar mit dem Wort Gottes verbunden ist. Ihren besonderen Auftrag sah man zu allen Zeiten im schöpferischen Handeln.
Mit der Realisation der Idee, Tage Neuer Kirchenmusik zu veranstalten, war stets das Bewusstsein verbunden, dass eben zu allen Zeiten komponierende Musiker in der Aufgabe das Lob Gottes in Klang zu setzen eine große Herausforderung sahen.
So stehen wir mit der zeitgenössischen Kirchenmusik in einer großen Tradition, die uns gleichsam verpflichtet, mit den heutigen künstlerischen Mitteln dieser Aufgabe gerecht zu werden.
Dies geschieht nicht im Gegensatz, sondern in der Weiterführung unserer Tradition und gibt uns zudem die Zuversicht, bei der Entwicklung einer lebendigen und treffenden Gottesdienstgestaltung perspektivisch auf dem richtigen Weg zu sein.
Die Tage Neuer Kirchenmusik werden in sechs (Erz-)Diözesen Bayerns und der Erzdiözese Salzburg in der Zeit von Samstag, 29. September bis Sonntag, 14. Oktober 2012 zeitgenössische Werke des 20. und 21. Jahrhunderts in großer Breite herausstellen und somit wertvolle Schätze der Gegenwart offenbaren. Dies hat nichts mit vordergründigem Bemühen um Abwechslung in der Kirchenmusik oder mit Zeitgeistanpassung zu tun – es lenkt vielmehr den Blick auf die jüngste Kirchenmusik-Geschichte, die vor 50 Jahren ihre Bedeutung mit der Neubestimmung der Musik im Gottesdienst durch die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils erhielt.
Man darf hierbei von einer Entscheidung der Konzilsväter mit ganz besonderer Tragweite sprechen, da die Musik der Liturgie nach Jahrhunderten aus der misslichen Lage ihrer Funktion des Umrahmens befreit wurde. Sie ist nun als unverzichtbarer Bestandteil der gottesdienstlichen Feier mit gestaltender Aufgabe wieder in die Liturgie aufgenommen. Für die komponierenden Zeitgenossen unserer Tage eröffnet diese Liturgiereform auch nach 50 Jahren noch ein Aufgabenfeld ungeahnter Größe.
Die Tage Neuer Kirchenmusik greifen viele Gedanken zur lebendigen sinngerechten Gestaltung der Liturgie auf und zeigen ein Bild großer Kreativität in unserer Kirche.
Das Programm, eine Sonderausgabe der Kirchenmusikalischen Mitteilungen der beteiligten Diözesen, finden Sie oben zum Download.