Bistumspatron: Hl. Korbinian
Missbrauch - Hilfe, Prävention, Aufarbeitung
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Missbrauch - Hilfe, Prävention, Aufarbeitung

Seit Januar 2010 ist bekannt geworden, dass sexueller Missbrauch in Einrichtungen der katholischen Kirche und auch in der Erzdiözese München und Freising stattgefunden hat. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und alle Verantwortlichen der Erzdiözese nehmen die bitteren Erkenntnisse sehr ernst.

Im Auftrag der Erzdiözese hat die Kanzlei Westpfahl, Spilker, Wastl den Bericht „Sexuelle und sonstige körperliche Übergriffe durch Priester, Diakone und sonstige pastorale Mitarbeiter im Verantwortungsbereich der Erzdiözese München und Freising in der Zeit von 1945 bis 2009. Bestandsaufnahme – Bewertung – Konsequenz“ erarbeitet und im Dezember 2010 vorgestellt. Die Offenheit dieser schonungslosen Bestandsaufnahme ist und bleibt auch in Zukunft der Maßstab für die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs.

Zugleich leistet das Erzbistum München und Freising eine intensive Präventionsarbeit, um sexuellem Missbrauch vorzubeugen. Diese Präventionsarbeit bezieht alle betroffenen Personen mit ein: Kinder, Eltern und Lehrer, aber auch Seelsorger wie Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten sowie die vielen ehrenamtlichen Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendarbeit.

Die Hilfe für die Opfer sexueller Gewalt hat für die Erzdiözese höchste Priorität. Zu dieser Hilfe gehören neben materiellen Leistungen auch menschliche, therapeutische und seelsorgliche Hilfsangebote für die Opfer und ihre Angehörigen. Die Missbrauchsbeauftragten des Erzbistums sind eine erste Anlaufstelle für die Opfer. Sie reagieren bei Vorfällen und Vermutungen professionell und stellen den Opfern kompetente Gesprächspartner zur Verfügung. Bei Bedarf vermitteln die Missbrauchsbeauftragten an Fachstellen und Seelsorger. Die Seelsorger, Lehrer und andere Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, erhalten Weiterbildungen zur Problematik des sexuellen Missbrauchs.
Gemäß den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz (Punkt 7) wurde im Erzbistum München und Freising ein Beraterstab eingerichtet, dem Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen und mit Erfahrung und Kompetenz in der Arbeit mit Opfern sexuellen Missbrauchs angehören.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 16. September 2013 die überarbeiteten Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger vorgestellt (Pressemittteilung der DBK). Die vorherige Fassung stammte vom 31. August 2010. Die Leitlinien werden im Erzbistum München und Freising konsequent umgesetzt.













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