Illustration Pfarrei

Die 14 Nothelfer in der Pfarrkirche St. Konrad, Haar

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Die holzgeschnitzten, ca. 30 cm hohen Figuren am Josefsaltar datieren - laut Diözesanarchivar Dr. Sigmund Benker - aus der Zeit um 1510 und entstammen der Münchener Schule. Details über Herkunft und Geschichte dieser Nothelfergruppe lassen sich heute nicht mehr rekonstruieren. Als sicher darf dennoch gelten, dass sie nicht für Haar und das Nikolauskirchlein angefertigt wurden, waren doch Siedlung und Kirche in dieser Zeit zu unbedeutend. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, in der Mitte des 17. Jahrhunderts also, war Haar über längere Zeit hinweg ganz ausgestorben und das Kirchlein eine Ruine - die Figuren hätten dies sicher nicht unbeschadet überstanden. Es darf daher angenommen werden, dass sie erst später nach Haar kamen. Möglicherweise handelt es sich um eine Schenkung aus einer Kirche, die in der Barockzeit »modernisiert« wurde und in der die »altmodischen« gotischen Figürchen keinen Platz mehr hatten. Damit wären die Nothelfer etwa um die Mitte des 18. Jahrhunderts in die Nikolauskirche gekommen. Spätestens 1886 sind die gotischen Figuren als Ausstattung des rechten Seitenaltars in der Nikolauskirche belegt.
Frühe Fotografien zeigen, daß sie später ihren Platz auf der Bekrönung der Seitenaltäre und einem Sims des Chorbogens fanden, wo sie bis 1933 blieben.

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Nach Fertigstellung der neuen Pfarrkirche wurden sie auf zwei Tafeln am rechten Seitenaltar von St. Konrad angeordnet. Vermutlich erst seit dieser Zeit stehen sie auf kleinen Sockeln, die die Namen der Heiligen tragen. Dass diese Konsolen nicht zeitgleich mit den Figuren entstanden, belegt die Schriftart der Namenszüge. Auch ist die Höhe der Konsolen der Größe der Figuren angepasst worden, was besonders beim hl. Pantaleon auffällt, dessen Konsole deutlich niedriger ist, damit er mit den links und rechts von ihm montierten Figuren ein einheitliches Bild abgibt. Möglicherweise wurden die Konsolen erst um 1933 angefertigt, als beim Umzug in die neue Pfarrkirche eine Wandbefestigung der Figuren notwendig wurde. Hierbei ist wahrscheinlich die Namenszuordnung auf den Konsolen von Ägidius und Vitus vertauscht worden.
Neben der bekannten Pieta von Salmdorf sind die Figuren der Vierzehn Nothelfer heute wohl das kunstgeschichtlich Bedeutendste und Wertvollste, was die Gemeinde Haar vorzuweisen hat.
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