Pfarrverband Steinzell

St. Peter - Buch am Erlbach
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84172 Buch am Erlbach
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Stefan Scheifele, Pfarradministrator
Dr. Robert A. Gonzales, Pfarrvikar
Winfried Gabrüsch, Priester in Seelsorgemithilfe
Andreas Maier, Diakon
Andreas Steinhauser, Gemeindereferent
Pfarrverband Steinzell




Chöre

Der Kinderchor "Kirchenspatzen" und der Jugendchor "Firebirds"
suchen Nachwuchs. Wir singen im Gottesdienst, machen Ausflüge
und spielen mit Instrumenten.

Bitte meldet Euch bei unserer Chorleiterin und Organistin Franziska Pitsch.

Kinderchor: "Kirchenspatzen
jeden Dienstag

17:15-18:00 Uhr
im Pfarrstadl

Jugendchor: "firebird's"
jeden Dienstag
18:00-18:45 Uhr
im Pfarrstadl



Die Kirchen der Pfarrei St. Peter Buch am Erlbach

PFARRKIRCHE - ST. PETER

Bereits im Jahre 759 wird in Buch eine Kirche erwähnt.
Das heutige Gotteshaus wurde nach dem Brand 1811 neu erbaut, das Langhaus 1867 erweitert. Das Untergeschoss des Turmes stammt von 1477, der weitere Aufbau wurde um 1867 errichtet.

1968 bis 1970 erhielt die Kirche ihr heutiges Gesicht. Die neugotischen Altäre wurden entfernt. Im Chorraum blieben die Mauern erhalten, die runden Fenster erhielten Spitzbogen. Das fünfachsige Hauptschiff wurde neu gebaut. Das Langhaus schließt eine spitzwinklige, den Chorraum eine flache Holzdecke, ab.
Am Nikolaustag 1970 weihte der damalige Weihbischof Neuhäusler aus München die um- und neugebaute Kirche.

Ludwig Wastlhuber aus Mösling baute 1971 die zweimanualige Orgel.
Der Taufstein aus Nagelfluh und der Tabernakel, eine Nagelfluhsäule mit Bronzegehäuse und zwölf verschieden großen Edelsteinen, sind ein Werk des Bildhauermeisters Wolfgang Gebauer aus Hechenberg bei Bad Tölz (1970), ebenso der Volksaltar.

Außer der Statue des hl. Bruder Konrad, von J. Neustifter 1942 geschnitzt, stammen die vorhandenen Skulpturen aus der Barockzeit: Franz von Assisi, Mutter Anna mit dem nackten Gotteskind, Muttergottes als Königin des Himmels, hl. Josef, hl. Wendelin.

Vom 1815 von Josef Feichtinger in Erding gemalten Kreuzweg (um 1815) sind nur noch die sieben 1994 restaurierten Stationen vorhanden.
Anstelle von Seitenaltären hängt an der linken Seite eine spätgotische Statue der Schmerzhaften Mutter Gottes. Darüber wird in einem Bild „Mariä Krönung“ dargestellt. Das Kruzifix an der rechten Seite über dem Werktagsaltar stammt aus der Zeit um 1770.

Die Skulpturen des hl. Petrus und des hl. Paulus dürften am Ende des 17. Jahrhunderts entstanden sein. Der hl. Paulus ist eine Dauerleihgabe der Stiftskirche St. Martin Landshut. Er, die Kreuzwegstationen und die Bilder auf der Empore (Anbetung der Hirten, Anbetung der hl. Drei Könige) wurden 1994 auf Kosten von Kastulus Bader, Vatersdorf, restauriert.

Im nördlichen Eingang grüßt die ursprünglich schwarze Muttergottes von Altötting die Besucher. Im südlichen Eingangsbereich ist ein aus Kalkstein bestehendes Relief aus dem 16. Jahrhundert angebracht: Maria und Johannes unter dem Kreuz.

FREIDLING – ST. MARGARETE

Freidling wurde erstmals unter Bischof Meginward (1078 - 1098) erwähnt. Ein „Askuvvin de Fritilink“ trat als Zeuge auf.
Die heutige Kirche wurde 1771 erbaut. Um diese Zeit errichtete der Erdinger Maurermeister Johann Baptist Lethner die Kirchen im Landgericht Erding, zu dem auch die Pfarrei Buch gehörte.

In der Pfarrbeschreibung von 1813 schreibt Pfarrer Johann Nep. Barth: „Freidling ist ganz ruiniert, der Choraltar entweicht, auch der Kirchthurm ganz ausgebrannt, wird kein Gottesdienst gehalten, hat auch keine Sepultur“, keinen Friedhof.
Da 1811 die Pfarrkirche in Buch abgebrannt war, wollte man die Kirche in Freidling abbrechen und die Ziegelsteine zum Aufbau der Bucher Kirche verwenden. Dagegen wehrte sich der damalige Oberbauer erfolgreich.
Der spitze Turm im Westen der Kirche entstand erst im 19. Jahrhundert, vielleicht bei der Renovierung 1857. Bei der Renovierung 1990/91 wurde der Turm um einen Meter erhöht, das Kupferdach der Spitze durch ein Schindeldach ersetzt. Dabei wurde auch eine zweite Glocke angeschafft, drei Zentner schwer. Die andere 150 Pfund schwere Glocke stammt aus dem Jahre 1854 und wurde in Erding von Josef Bachmaier gegossen.

Das dreiachsige Langhaus mit einem Tonnengewölbe ist 11,60 m lang, (mit Chor 18,20 m) und 8,5 m breit.
Die Deckengemälde stammen von Josef Albrecht in München, der die Kirche 1915 im Neurokokostil ausgemalt hat. Die Pilaster (angedeutete Säulen) sind marmoriert, ebenso die Kapitelle und die Apostelkreuze.
Der Hochaltar ist im klassizistischen Stil errichtet. Besonderes Kennzeichen ist die Symmetrie. Er enthält keine Figuren, nur Ornamente. Ignatz Fleischmann, bürgerlicher Schreiner in Landshut, verfertigte ihn 1840 und erledigte auch die Bildhauerarbeiten. Im selben Jahr fasste der Landshuter Maler Johann Detter den Hochaltar und malte das Altarbild mit der Patronin Margarete. Im Vordergrund besiegt sie den Drachen durch das Kreuz. Im Hintergrund des Altarbildes ist die Enthauptung dargestellt. 1861 änderte der Moosburger Maler Johann Geiger das Altarblatt ab.

Die Kanzel stand als Predigtstuhl in der Bucher Kirche und kam 1846 nach Freidling. Sie ist ein Werk des Erdinger Schreiners Peter Hamel aus dem Jahre 1775, gefasst und vergoldet von Johann Niklas, Maler in Erding.
Das Kanzelkreuz stammt aus dem 18. Jahrhundert.

1917 schuf Josef Albrecht aus München den Seitenaltar. Bei geschlossenen Flügeltüren ist das Marienmonogramm sichtbar. Das Altarblatt stellt die Schmerzhafte Mutter Gottes dar. Der Oberbauer hatte den Altar als Andenken an seinen gefallenen Sohn Matthias Kufer und an Georg Jahn gestiftet.
Im Juli 1986 wurde die Kirche wegen Einsturzgefahr des Kirchenschiffes gesperrt, am 26.10.1991 nach der Renovierung von Weihbischof Soden-Fraunhofen eingeweiht.

HOLZEN – ST. MICHAEL
 
Während Buch 759 schriftlich bezeugt wird, wird Holzen wahrscheinlich erstmals im Jahre 807 erwähnt.
Bereits im J. 807 hatte ein Edler, Tiso, auf seinem Erbgute in Holzen eine Kirche erbaut, u.nachdem Bischof Atto sie consecrirt, dieselbe nebst seinem dortigen Besitz an den Freisinger Dom geschenkt“ (Meichelbeck, 1. c., No 146)
In den Freisinger Handschriften von 744 – 926, bearbeitet von Theodor Bitterauf, in Band 1, 1905 herausgegeben, ist Holzen am 4. April 846 eindeutig festgelegt. In dieser Urkunde überließ Bischof Erchanbert (836 - 854) von Freising einem Edlen Hunrat tauschweise Kirche und Gut in Holzen, jedoch nur auf Lebenszeit. In der in lateinischer Sprache abgefassten Urkunde wird Holzen eindeutig als zwischen den Flüssen Isar und Vils gelegen beschrieben. „in loco qui dicitur ad Holze inter fluviis Isaurie et Filusa“. Nach Hunrats Tod fiel alles wieder an die Kirche in Freising.
1740 sollte die vorhandene baufällige Kirche ganz neu erbaut werden. Die Kostenvoranschläge stammen von Erdinger Handwerkern. Wohl wegen des einsetzenden Österreichischen Erbfolgekrieges kamen diese Pläne nicht zur Ausführung. 1752 heißt es, die Kirche sei so baufällig, dass sie ohne Verzug abgetragen werden müsse. Die Kostenvoranschläge sind identisch mit denen von 1740. Der Erdinger Maurermeister Johann Baptist Lethner erstellte 1753 den Rohbau.

Die Kirche hat ein dreiachsiges Langhaus mit einem gerundeten einachsigen Chor.
Über breiten Pilastern schließt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen den Raum ab.
Die Sakristei ist südlich angebaut, der Turm westlich.
Die bei der Renovierung 1975/76 angebrachte rot-weiße Farbe der Außenmauern wurde 1996 durch eine grün-weiße ersetzt.
Der etwa 22 m hohe Turm besteht aus vier quadratischen Geschossen mit rundbogigen Blendnischen für Figuren und einer Zwiebel. Die zwei Glocken stammen aus den Jahren 1880 und 1922.

Am 29. April 1754 wendet sich Pfarrer Josef Müllbauer an den Bischof: Die Filiale Holzen ist ganz neu erbaut. Ein Einweihungstermin ist nicht bekannt. Da aber immer wieder ein Gottesdienst abgehalten werden müsse, vor allem bei Todesfällen, bittet er untertänigst, „das in Altari portabili kundte celebriert werden.“ Bereits am 4. Mai 1754 erteilt Bischof Johann Theodor die Erlaubnis. Endgültig eingeweiht wurde die Kirche erst am 1. Oktober 1776.

Der Hochaltar ist hochbarock und dürfte um 1680/90 entstanden sein. Unklar ist, ob er aus der Vorgängerkirche oder aus einer anderen Kirche stammt. Er war ursprünglich um etwa 30 Zentimeter niedriger.
 
Am 2. April 1758 erstellte der Tischler Andreas Rauscher zu Berg ob Landshut einen Kostenvoranschlag für die zwei Seitenaltäre, die Kanzel und die Kirchenstühle.
Die Bildhauerarbeit für die Seitenaltäre und die Kanzel übernahm Christian Jorhan d. Ä. (1727 – 1804) aus Landshut.
Erst 1761 wurden die Figuren gefasst, die Seitenaltäre und die Kanzel marmoriert. Dies besorgte nach heutigem Wissensstand Franz Xaver Zellner aus Erding (+ 1788).

Im Jahre 1928 wurde der Hochaltar von Maler Zach in Wartenberg neu gefasst. Die Seitenaltäre und die Kanzel erhielten bis 1932 die für die damalige Zeit moderne Fassung.

Nach langwierigen Arbeiten konnte die Marmorierung der Seitenaltäre und der Kanzel 1998/99 von Kirchenmaler Hornsteiner aus Dorfen wieder in den Originalzustand versetzt werden. Original sind auch die Inkarnate der Figuren. Erhalten gebliebene Reste der ursprünglichen Goldfassung waren Grundlage für die jetzige Vergoldung der Figuren und aller anderen vergoldeten Teile. Die Zach’sche Fassung ist am Hochaltar noch ersichtlich. Er wurde 1999 nur abgesaugt und gereinigt.

Die Kirche ist dem heiligen Michael geweiht. Das Hochaltarbild zeigt ihn im Kampf gegen den Drachen. Auf der linken Seite steht der heilige Vitus, rechts der heilige Antonius.

Das Bild des linken Seitenaltares zeigt Mariä Verkündigung. Die linke Figur stellt den heiligen Korbinian dar, die rechte den heiligen Rupert.
Auf dem rechten Seitenaltar rahmen die Bauernheiligen Notburga und Isidor das Bild des Schutzengels ein.

Nach Auskunft von Kirchenmaler Hornsteiner sind die Deckengemälde so erhalten, wie sie 1753 Franz Joseph Aiglstorffer  (um 1713 – 1790) aus Wartenberg malte.
Die über den ganzen Innenraum verteilten Gemälde bilden einen sog. Kreuzzyklus. In den meisten Bildern ist in irgendeiner Form das Kreuz zu erkennen. Typisch für die Aiglstorfer-Bilder sind die Schriftbänder.
Ein kurzer lateinischer Text über dem Bild wird als Bildunterschrift in deutscher Sprache gedeutet.

Im Juli 1986 musste wegen der Bauarbeiten an der Friedhofsmauer die Kirche wegen Einsturzgefahr gesperrt werden.
Am 18.09.1999 wurde sie nach 13 Jahren „wiedereröffnet“.

OBERERLBACH – ST. NIKOLAUS

Obererlbach wurde erstmals zwischen 994 und 1006 schriftlich erwähnt.
Die turmlose „Stomerkapelle“ ist von der Straße her nicht zu sehen. Man erreicht sie durch den Hof der Familie Eberl.

Die Entstehungszeit der Kirche ist unbekannt. Sie stammt aus der Übergangszeit vom romanischen zum gotischen Baustil.
Unter dem Dachfirst hängen in zwei rundbogigen Öffnungen die beiden Glocken. Die größere (48 cm Durchmesser) wurde 1712 in München, die kleinere (45 cm) 1770 in Landshut gegossen.

Ein spitzer Chorbogen trennt das Langhaus vom quadratischen Chor. In ihm ist noch das gotische Kreuzrippengewölbe vorhanden. Das Langhaus trägt eine Flachdecke. An den Seitenmauern sieht man, dass die Kirche wesentlich niedriger war und vielleicht in der Barockzeit etwa um ein Drittel erhöht wurde. Aus dieser Zeit dürfte auch das kleine, rundliche Fenster an der Westseite stammen. Das Chorraumfenster auf der Ostseite ist höher und schmäler als das Fenster des Hauptraumes.

Der barocke Hochaltar entstand 1709. An Stelle eines Bildes steht eine barocke Skulptur des hl. Nikolaus. Auf der linken und auf der rechten Seite befinden sich die Statuen der beiden Pestpatrone Sebastian und Rochus. Die Statue in der Auszugsnische des Hochaltares stellt eine Anna Selbstdritt dar: Anna mit Maria und Jesus.

Die Kirche in Obererlbach hat keine Seitenaltäre. Auf der linken Seite hängt eine um 1982 in Südtirol geschaffene Madonna. Das Kreuz auf der rechten Seite stammt aus der Barockzeit.

Eine Besonderheit sind die aus Blech geschnittenen und bemalten Apostelleuchter. Die zwölf Apostel erkennt man an ihren Marterwerkzeugen. Maria als Schwangere und Jesus als Erlöser der Welt sind Themen der beiden übrigen Tafeln.
Bei der Renovierung 1980/82 wurde die Empore eingezogen und die westlich an den Chor angebaute Sakristei neu eingerichtet.

1845 stifteten „Johann Georg Schmid vormaliger Stabmayr zu Obererlbach und dessen Ehefrau“ einen Kreuzweg. Sie ließen damals auch den Altar, die Kanzel und die ganze Kapelle renovieren. Kanzel und Kreuzweg sind nicht mehr vorhanden.
Die Kirchenrechnung 1842/43 enthält folgende Vorbemerkung: „Die Kapelle wurde bisher von den Besitzern des Stabmayrhofes zu Obererlbach in baulichen Stand erhalten.“ Dieser Satz beweist wohl, warum viele ältere Bucher von der „Stomer Kapelle“ sprechen.

Die Kirche wurde 1981/82 renoviert.

VATERSDORF – ST. GREGOR

Vatersdorf wurde erstmals unter Bischof Nitker (1039 – 1052) erwähnt.
Die Kirche entstand in der Spätgotik, um 1500, wurde um 1700 barockisiert. In einer Beschreibung von 1738/40 heißt es: „noviter reparata“ (neu repariert). Das Patrozinium wird am 3. September gefeiert.

Der Hochaltar mit einer Statue des heiligen Gregor entstand um 1685. Die vier Wendelsäulen sind mit Weinlaub umrankt. Links und rechts stehen Figuren des heiligen Sebastian und des heiligen Florian. Von den beiden Seitenaltären sind nur noch die Figuren des heiligen Josef (links, um 1760) und des heiligen Leonhard (um 1700) vorhanden. Bei der Restaurierung 1973/74 wurde außer den Seitenaltären auch die Kanzel entfernt.

Das Kanzelkreuz stammt aus der Zeit um 1750, die Figur der Schmerzhaften Muttergottes ist etwas älter, die der heiligen Katharina entstand um 1880.
1973/74 erhielt die Kirche die alte barocke ockergelbe Farbtönung. Der Kirchturm wurde mit einer neuen Haube versehen. Im Kircheninneren wurden eine neue Bestuhlung und ein neues Kirchenpflaster notwendig.

1985 erhielt die Kirche ein neues Dach und neue Fenster. Beachtenswert sind die auf Holz gemalten Votivbilder aus den Jahren 1735 bis 1942.

Am 07.04.1985 wurde der restaurierte, vom Freisinger Maler Peter Elmer (1785 – 1873) geschaffene und von der Firma Bader finanzierte, Kreuzweg geweiht.
Im Juni 2000 erhielt Vatersdorf eine Orgel, gestiftet von Kastulus Bader, gebaut von Dirk Banzhaf von der Orgelbaufirma Georg Weishaupt in Westendorf.
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