
Zukunft für Kraiburg - Erhalt unserer Säle im BB-Haus
Das Bischof-Bernhard-Haus mit den weitum bekannten Sälen ist derzeit das Sorgenkind der Pfarrei Kraiburg. Schon seit Jahren werden mit der Marktgemeinde Kraiburg Verhandlungen über die anstehenden Sanierungsmaßnahmen geführt. Die Genehmigung für den Betrieb der Säle besteht nur noch kurzfristig, so dass rascher Handlungsbedarf gegeben ist. Über ein Sonderprogramm des Bundes sind bereits 488.000,- € Sondermittel zugesagt, weitere Zuschüsse sind zu erwarten. Die Kirchengemeinde leistet eine Anschubfinanzierung und für die Rückpacht des Pfarrsaals wird eine Mietvorauszahlung geleistet.
Die Planung ist im fortgeschrittenen Stadium und verspricht eine langfristige Neuausrichtung. Der kleine Saal im Erdgeschoß soll als Pfarrsaal dienen und eine eigene, abgeschlossene Einheit bilden. Der große Saal wird neu konzipiert und damit auch langfristig den Wünschen und Ansprüchen gerecht werden. Die Belegung der Säle im Jahr 2011 ist jetzt schon als sehr gut zu bezeichnen. Für Hochzeiten, Festveranstaltungen der örtlichen Vereine und Familienfeierlichkeiten bieten die Säle ideale Voraussetzungen. Der kleine Saal bietet bis zu 120 Plätze und der große Saal lässt fast 300 Besucher zu. Die variable Gestaltung lässt kaum Wünsche offen.
Auskünfte erteilt Jürgen Schwab, Tel. 08638/8857-16
Arkadenhof oder auch unser Pfarrgarten
Der Arkadenhof ist vermeintlich ein fester Bestandteil des BB-Hauses, es ist aber in der Tat der Pfarrgarten. Dieser wunderschöne Innenhof hat eine direkte Verbindung zu den Sälen und eignet sich daher für Feste im Freien. Hochzeiten, Musikveranstaltungen und sonstige Feiern werden hier abgehalten. In den vergangenen Jahren wurde auch als weltliche Feier zum Patrozinium unserer Pfarrkirche, der Barthlmä-Kirta als Frühschoppen veranstaltet. Ein wahrlich schönes Ambiente für Freiluft-Veranstaltungen. Leider müssen diese mit Rücksicht auf die Anwohner eingeschränkt werden.
Kultur im Saal am 7. Oktober
Das Fest "Kultur im Saal" fand unerwartet guten Zuspruch. Die Verantwortlichen unter der Führung des Fördervereins konnten sich nicht so recht vorstellen, wie der Tag verlaufen sollte. Man hatte sich gut vorbereitet. Am Samstag vorher wurde der Saal geschmückt, die Einzelheiten besprochen, die Arbeit der Freiwilligen eingeteilt und am Sonntagmorgen der letzte Schliff gemacht. Es regnete in Strömen und zugleich war die Bürgermeister-Wahl. Es waren gute Voraussetzungen.
Schon nach der Kirche ging es rund. Die Blaskapelle Kraiburg spielte zum "Einmarsch" und das Mittagessen im Saal zog viele Gäste an. Das vorgelegte Programm lief wie am Schnürchen ab. Der Nachmittag setzte sich bei Kaffee und Kuchen fort und die Befürchtung, dass es am späten Nachmittag abreißen würde, trat nicht ein. Die Veranstalter setzten mit der "Wahlparty" noch einen drauf. Vielleicht aus Neugier, wie die Wahl gelaufen ist, vielleicht auch, um noch ein Glas Wein zu trinken. Der große Saal war plötzlich wieder Mittelpunkt. Die Bürgermeister-Kandidaten trafen ein und der neu gewählte Bürgermeister, Dr. Herbert Heiml, nahm die Glückwünsche entgegen.
Wieder ein Argument für die Sanierung der Säle im Bischof-Bernhard-Haus. Sie bleiben Mittelpunkt für das kulturelle Leben in Kraiburg.
Um den gesamten Ablauf nochmals im Überblick zu sehen, rufen Sie einfach das Programm auf unter "Kultur im Saal"
Kultur im Saal...
Diskussion um die Säle
Es ist gut, wenn diskutiert wird, wenn über Für und Wider gesprochen wird. Grundsätzlich ist festzustellen, dass es sich die Verantwortlichen in der Marktgemeinde Kraiburg und in der Kirchenverwaltung nicht leicht machen, eine gute Entscheidung zu treffen. Es ist aber erforderlich, dass Fehlinformationen geklärt werden.
In einem Leserbrief werden verschiedene Darstellungen geliefert, warum der Saal nicht erforderlich ist. Hier besteht Erklärungsbedarf, denn diese Meinung kann klar widerlegt werden. Die Säle im BB-Haus in Kraiburg werden seit Jahrzehnten von der Kirche unterhalten und für Veranstaltungen bereitgestellt. In den vergangenen Jahren wurde die Betriebsgenehmigung durch das Landratsamt unter Auflagen gegeben. Flucht- und Rettungswege und der Brandschutz unterliegen strengen Vorgaben. Ein Saal, der für nahezu 400 Personen zugelassen ist, erfordert auch entsprechende Schutzbestimmungen.
Die Hinweise, dass Kraiburg mehrere Säle bietet, sind leicht zu widerlegen. In Kraiburg wird von keinem Gasthaus ein Saal betrieben. Die genannte Schul-Aula ist für öffentliche Veranstaltungen nicht zugelassen und auch keineswegs geeignet. Die Remise fasst bei voller Bestuhlung max. 140 Personen. Nimmt man die Tische hinzu, schafft der Raum knapp 100 Personen und für Tanzveranstaltungen müsste man eine Tischreihe wegnehmen, es erübrigt sich eine weitere Betrachtung. Außerdem ist anzumerken, dass für Feierlichkeiten von Vereinen (dazu gehören auch Tanzveranstaltungen) und private Feiern die Gemeinde keine Genehmigung erteilt. Weitere öffentliche Räumlichkeiten, Fehlanzeige.
Es geht nun darum, für das gesellige Leben und für das Vereinsleben in Kraiburg entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Glücklicherweise ist schon ein geeigneter Gebäudebestand vorhanden, noch dazu in der guten Stube von Kraiburg, am Marktplatz. Die Säle hatten im vergangenen Jahr eine sehr gute Belegung und dies ist nach den bisherigen Anmeldungen auch für 2012 zu erwarten. Ein Vergleich mit dem Stadtsaal Mühldorf, mit dem Kulturhof in Mettenheim oder mit dem Haus der Kultur in Waldkraiburg ist abwegig. Im Vergleich zu diesen Objekten finden im Bischof-Bernhard-Haus vor allem Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Familienfeiern, Vereinsfeste und Konzerte statt. Der kleine Saal soll weiterhin der Pfarrsaal bleiben.
Kraiburg muß diese einmalige Chance nutzen, den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu erhalten. Die Finanzierung ist durch den hohen Anteil aus der Kirche und den bereits zugesagten öffentlichen Zuschüssen vertretbar und belastet die Marktgemeinde Kraiburg nur mit einem Anteil von ca. 25 %. Zukunft Kraiburg ist das Motto. Ein Ort im schönen Inntal mit historischer Vergangenheit, lebenswert und liebenswert.