Blick von oben hinunter in das eckige Treppenhaus der Skulptur "SICHTUNG V", das golden schimmert.
Lade Bild...
Beim Begehen des Turms erzeugen die Besucherinnen und Besucher Klänge auf den Treppenstufen.

Begehbare Zukunft: Das Projekt „SICHTUNG V“ in München-Freiham

Mit der 32 Meter hohen Kunstinstallation „SICHTUNG V“ nimmt die Erzdiözese in München-Freiham die Zukunft des größten Stadtteilprojekts Europas in den Blick. Rund um die ab Oktober begehbare Metallskulptur werden neue pastorale und kulturelle Angebote für das entstehende Stadtviertel entwickelt.

Eine mehr als 32 Meter hohe, begehbare Metallskulptur auf einem Grundstück der Erzdiözese München und Freising im Münchner Neubaugebiet Freiham lädt von Oktober an Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Interessierten ein, sich mit der pastoralen und sozialen Zukunft des größten Stadtteilprojekts Europas auseinanderzusetzen, in dem künftig 25.000 Menschen leben sollen.

Die Skulptur „SICHTUNG V“ des Künstlerduos Rasthofer/Neumaier wird zwischen dem 1. und 4. September installiert, ihr Inneres ist nach der Schulung ehrenamtlicher Guides für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen an für ein Jahr zugänglich. Termine für die Führungen und Anmeldemöglichkeiten werden ab Oktober auf dieser Seite bekannt gegeben.

Ein 32 Meter hoher eckiger Metallturm steht auf einer Wiese vor einem wolkenlosen Himmel.
Lade Bild...
Die Skulptur „SICHTUNG V“ ragt 32 Meter hoch in den Himmel.

Rund um die temporäre mobile Raum- und Klang-Installation planen die Erzdiözese und der Pfarrverband München West gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern aus dem Viertel pastorale, künstlerische und kulturelle Angebote.

Die von Hildegard Rasthofer und Christian Neumaier geschaffene modulare und mobile Skulptur „SICHTUNG V“ soll dazu anregen, sich mit der Zukunft des Neubaugebiets auseinanderzusetzen. Die Erzdiözese will damit in einen Dialog treten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über ihre sozialen und religiösen Bedürfnisse, ihre Beziehungen zueinander und ihr Leben im Neubauviertel. Die „SICHTUNG“, die bereits an verschiedenen Standorten zu sehen war, besteht aus mehreren übereinander gestapelten Stahlquadern. Die Stufen der innenliegenden Treppe klingen beim Begehen; Fensteröffnungen in den Stockwerken ermöglichen auf verschiedenen Höhen immer neue Perspektiven auf das Neubaugebiet, die benachbarten Viertel und die umliegende Landschaft.

Neue Formate kirchlicher Präsenz ausprobieren

In und an der Skulptur wird das bereits bestehende Angebot des Pfarrverbands München West und weiterer kirchlicher-sozialer Einrichtungen in Freiham um ein neues pastorales, künstlerisches und kulturelles Programm erweitert. Im Sinne eines Kennenlernens, Zusammenwachsens und Austauschens sollen neue Formate kirchlicher Präsenz in Freiham ausprobiert und weiterentwickelt, vorhandene Netzwerke gefestigt und neue Beziehungen geknüpft werden. Geplant und gestaltet wird dieses Begleitprogramm durch den Pfarrverband München West, die Fachbereiche Kunst- sowie Stadtpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats München und Ehrenamtliche aus dem Stadtteil.

Im Laufe des Jahres 2027 werden auf dem Areal außerdem eine Bepflanzung und ein temporärer Veranstaltungspavillon entstehen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und Raum für weitere pastorale und kulturelle Veranstaltungen zu schaffen. So soll über die Jahre eine lebendige, bedarfsgerechte pastorale Präsenz in Freiham entwickelt und verstetigt werden.

Über das Künstlerduo

Rasthofer/Neumaier ist ein deutsches Künstlerduo, bestehend aus der Architektin Hildegard Rasthofer (geboren 1967) und dem Metallbildhauer und Kunstschmiedemeister Christian Neumaier (geboren 1965). Unter dem Label Rasthofer/Neumaier arbeiten sie interdisziplinär an großformatigen, begehbaren Skulpturen und raumbezogenen Installationen.