Vorbereitungstreffen für Dialogforum der Bischofskonferenz
Generalvikar Beer: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln. Alle Fähigkeiten und Kompetenzen sind gefragt“
Vertreter der Erzdiözese München und Freising mit Pilgersegen nach Mannheim entsandt
München, 4. Juli 2011. Die Kirche steht nach Einschätzung des Generalvikars des Erzbischofs von München und Freising, Prälat Peter Beer, bei der Erfüllung ihres Sendungsauftrags vor großen Herausforderungen. „Die Kirche hat Zukunft, aber sie muss sich den zahlreichen Veränderungen in ihrem Raum und in der Gesellschaft stellen“, sagte Beer kürzlich bei einem internen Vorbereitungstreffen mit den Teilnehmern für das Gesprächsforum „Im Heute glauben“ der Deutschen Bischofskonferenz, das am 8. und 9. Juli in Mannheim stattfindet.
„Die Probleme stellen sich in der Geschichte der Kirche in ihrer Qualität und Quantität neu“, erklärte der Generalvikar. Lösungen dafür müssten erst erarbeitet werden: „Dazu müssen wir unsere Kräfte und Stärken bündeln, die wir an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Ämtern und Diensten einbringen. Alle Fähigkeiten und Kompetenzen sind gefragt.“ Erst im Dialog könnten Synergien geschaffen werden: „Die Frage ist nicht, wer kann wem was vorschreiben, sondern vielmehr: Wer kann was zur Lösung welchen Problems beitragen. Dabei können wir voneinander lernen.“
Beer zeigte sich erfreut darüber, dass die Erzdiözese eine sehr vielfältige Gruppe nach Mannheim entsende. „In der Zusammensetzung spiegelt sich bereits der Dialog wider. Das zeigt, dass wir uns bewusst auf den Weg machen“, so der Generalvikar.
Der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Hans Tremmel, erklärte, dass in der Erzdiözese nicht nur über Dialog geredet werde. „Wir sind im ständigen Gespräch miteinander. Das Erzbistum schickt keine Alibi-Delegation, sondern wir meinen es ernst.“ In Absprache mit dem Priesterrat hatten Tremmel und Beer neun Teilnehmer für Mannheim ausgewählt. Sie bilden einen repräsentativen Querschnitt der Erzdiözese aus Priestern, Laien, Ordensgemeinschaften, geistlichen Bewegungen, Räten, Verbänden, Männern und Frauen, Senioren und Jungen, Stadt- und Landbevölkerung.
Bei dem Vorbereitungstreffen tauschten sich die Delegierten mit Prälat Beer anderthalb Stunden lang über ihre Erwartungen aus. Auf Vorschlag des Generalvikars wurde vereinbart, nach dem Mannheimer Gesprächsforum in einer weiteren Zusammenkunft Erfahrungen auszutauschen und Schlussfolgerungen für das künftige gemeinsame Vorgehen in der Erzdiözese zu ziehen. Prälat Beer spendete den nach Mannheim entsandten Vertretern zum Abschied einen Pilgersegen. (kel)