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Gerlich und Guardini: Seligsprechungsprozesse werden eröffnet

München, 11. Dezember 2017. Mit einem feierlichen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom eröffnet der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Samstag, 16. Dezember, um 17.30 Uhr die Seligsprechungsverfahren für den Publizisten Fritz Michael Gerlich und den Religionsphilosophen Romano Guardini. Zu Beginn des Gottesdienstes trägt Johannes Modesto, der die Verfahren als Postulator inhaltlich begleitet und organisatorisch durchführt, das an den Erzbischof gerichtete Bittgesuch um die offizielle Eröffnung der Verfahren vor. Zum Abschluss des Gottesdienstes werden unter anderem der Bischöfliche Beauftragte für die Verfahren, Diözesanrichter Günther Ferg, und der Kirchenanwalt, Dominikanerpater Christophe Holzer OP, vereidigt. Die Lesungen werden vorgetragen von Christian Krügel, Ressortleiter bei der „Süddeutschen Zeitung“, deren Vorgängerin „Münchner Neueste Nachrichten“ zeitweise von Gerlich geleitet wurde, und der Philosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Guardini-Expertin und Vorstand des Europäischen Instituts für Philosophie und Religion an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI.

Tagebücher Kardinal Faulhabers aus dem Jahr 1917 online

München, 11. Dezember 2017. 100 Jahre nach dem Amtsantritt Michael von Faulhabers als Erzbischof von München und Freising erscheinen seine Tagebücher aus dem Jahr 1917 online. Die Tagebucheinträge aus diesem Jahr sind nun vollständig auf der Internetseite des Faulhaber-Online-Editionsprojekts www.faulhaber-edition.de zugänglich.   Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten, zwölfjährigen Projekts „Kritische Online-Edition der Tagebücher von Michael Kardinal von Faulhaber (1911-1952)“ machen das Erzbischöfliche Archiv München, das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und das Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte in Münster die Tagebücher in einer umfangreich kommentierten Leseversion im Internet zugänglich. In den Tagebüchern Faulhabers sind Einträge zu etwa 52.000 Besuchen und Gesprächen notiert; die Aufzeichnungen ermöglichen einen Einblick in große politische Zusammenhänge sowie in die Gedankenwelt Faulhabers. Verfasst wurden die Einträge zum größten Teil in der Kurzschrift „Gabelsberger“, die heutzutage nur noch wenige Experten entziffern können.

„Friedenslicht aus Betlehem“ kommt nach München

München, 11. Dezember 2017. Pfadfinderinnen und Pfadfinder bringen das „Friedenslicht aus Betlehem“ am dritten Adventssonntag, 17. Dezember, nach München. Bei einem der größten ökumenischen Jugendgottesdienste im deutschsprachigen Raum wird das Licht um 15.30 Uhr im Münchner Liebfrauendom feierlich ausgesandt. Gemeinsam mit zahlreichen jungen Menschen feiern den Aussendungsgottesdienst in diesem Jahr Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, der evangelisch-lutherische Pfarrer Gottfried von Segnitz und der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis.

„Christen sollen Zeugen der Hoffnung sein“

München, 9. Dezember 2017. Kardinal Reinhard Marx hat Christen dazu aufgerufen, „Zeugen der Hoffnung“ zu sein. „Wie sehr braucht gerade unsere Zeit dieses Zeugnis der Zuversicht“, unterstrich der Erzbischof von München und Freising bei einem feierlichen Gottesdienst in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael, wo er am Samstag, 9. Dezember, rund 40 Erwachsenen das Sakrament der Firmung spendete.   Der christliche Glaube ist nach Ansicht von Marx „eine Perspektive der großen Hoffnung“. So sei das christliche Leben „auf die Zukunft hin ausgerichtet, auf die Begegnung, die Zuversicht, nicht auf die Vergangenheit, die Angst, das Nichts“. Für Christen gehe es darum, „durch alle Turbulenzen und Angst hindurch den Ausblick auf die Begegnung mit Christus“ zu bewahren. Kardinal Marx erinnerte an den von den Nationalsozialisten ermordeten Jesuitenpater Alfred Delp, der noch im Gefängnis den Satz prägte: „Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.“   Zugleich rief Marx die Gläubigen dazu auf, sich ihres Glaubens zu vergewissern. Es genüge nicht, zu glauben, „nur weil es Tradition ist“.

„Das Christentum vereint Tradition und Revolution“

München, 8. Dezember 2017. Christen sollen sich nicht als Konservative abstempeln lassen, die lediglich an überkommenen Traditionen festhalten. Dazu rief Kardinal Reinhard Marx die Gläubigen in seiner Predigt zum Patronatsfest des Münchner Liebfrauendoms am Freitag, 8. Dezember, auf. „Lassen wir uns nicht in eine Ecke drängen. Kirche ist beides zugleich: offen für den Neuanfang und treu der Tradition.“ Der Erzbischof von München und Freising warnte sowohl vor einem „konservativen Denken, das sich verschließt, eine solche Tradition erstarrt“, als auch vor einer Erneuerung, die traditionsvergessen „in die Beliebigkeit führt“. Das Christentum vereine Revolution und Tradition, dies werde besonders deutlich am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, welches die Katholiken am 8. Dezember feiern. „Gott schafft einen Raum für das neue Leben, für Jesus von Nazareth. Alles wird in einen neuen Horizont gestellt, damit die Menschen neu beginnen können.“ Dies geschehe nicht wie bei kriegerischen Revolutionen durch Zerstörung und Gewalt, sondern dadurch, dass Gott in die Geschichte der Menschen eintrete.