Chronik von St. Maximilian Kolbe

München - Neuperlach
 
 

Chronik von St. Maximilian Kolbe

      Abriß der Geschichte der Pfarrei St.Maximilian Kolbe in München-Neuperlach von 1982/88 bis 2002.  
                                                         Verfasst von Frau Dr. Korbel


 Wissenswerte Daten und Zahlen aus dem Jahre 1981
chronik_holzkirche-5
Am 16. Mai 1982, feierten 16 Katholiken aus dem gerade entstehenden neuen Stadtteil "Neuperlach Süd I" den ersten Gottesdienst in einer  hölzernen Notkirche auf einem gemieteten Grundstück zwischen der Helmut-Käutner und der Carl-Wery-Straße.

 Wissenswerte Daten und Zahlen aus dem Jahre 1982
1983 bis 1988 verzwölffachte sich durch den raschen Ausbau des neuen Stadtteils die Zahl der katholischen Einwohner von 272 auf  3476, im Januar 1992 hatte sich auch diese Zahl wieder auf rund 7000 verdoppelt. Das Gemeindeleben im fast nicht heizbaren Kirchenraum, der gruftartig finsteren Sakristei und in den bald viel zu kleinen beiden Nebenräumen mit der winzigen Küche war oft sehr schwer zu organisieren und der Wunsch nach einer „richtigen Kirche“ wuchs dementsprechend.

 Wissenswerte Daten und Zahlen aus dem Jahre 1983
Errichtungsurkunde_26.02.1986
1984 und 1988 wurden zwei Grundstücke im Neubaugebiet Süd II notariell verbrieft, am 26. Februar 1986 wurde durch die Erzdiözese München und Freising die Pfarrkuratie St. Maximilian Kolbe in München-Neuperlach errichtet und am 21. September 1987 ein Kirchenbauverein gegründet.
1992-1993_kirchenmodelle-4
 Wissenswerte Daten und Zahlen aus dem Jahre 1984 - 1986
Im Frühjahr 1988 begann der Architektenwettbewerb, der sich lange hinzog, so dass erst 5 Jahre später, am 22. November 1993 mit dem Bau nach den Plänen des Münchner Architekten Prof. Hubert Caspari begonnen werden konnte .
chronik_19951020-4
am  20. Oktober 1995 das Richtfest gefeiert werden.
chronik_19970501-9
Am  1. Mai 1997 fand der festliche große Umzug von der Notkirche in das neue Pfarrzentrum statt, dessen Kirche von H. H. Kardinal Friedrich Wetter feierlich geweiht wurde. Gleichzeitig wurde die bisherige Kuratie zur Pfarrei erhoben. Die Gemeinde hatte allen Grund ein großes Fest zu feiern. Weit über 1000 Menschen nahmen daran teil.
Bild7
Eine ganze Woche mit Konzert, Theater, Volkstanz,  Buntem Abend und Jugendfest schloss sich an.
chronik_19970720-2
Ende August des gleichen Jahres  verabschiedeten sich H. Pfarrer Rauchenecker und die Gemeindereferentin Sr. Therese Auer von der Gemeinde.
Er hatte von Anfang an und seit Herbst 1987 mit ihr zusammen die unendlichen Mühen des Gemeindeaufbaus getragen. Auf beide warteten neue Aufgaben in der Erzdiözese.
Als Nachfolger in der Leitung der Gemeinde wurde am 1. September1997 P.Florian Florek aus dem Orden der Unbeschuhten Karmeliten der Krakauer Provinz, der schon mehrere Jahre in einer Münchner Pfarrei tätig gewesen war, ernannt und am 21. September 1997 durch H. H. Bischof Siebler feierlich als Pfarradministrator eingeführt. Mit ihm kamen zwei seiner Mitbrüder, einer davon als Kaplan.

Die Schwerpunkte der pastoralen und seelsorgerlichen Arbeit änderten sich dadurch nicht. Es blieben die regelmäßigen Gottesdienste, die durch die Einladung der Karmeliten zu Morgen- und Abendgebet, Meditation und täglicher Messfeier erweitert wurden. Es blieb die Jugendarbeit, Alten- und Krankenfürsorge, die Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf Erstkommunion und Firmung, dazu kam ein vermehrtes Angebot zur Erwachsenenbildung.
chronik_19991024-8
Durch eine neue Orgel, die am  24. Oktober 1999 eingeweiht wurde, rückte auch die Kirchenmusik stärker in den Vordergrund. Wesentlich blieben die Gestaltung der Gottesdienste und das Bemühen den Gemeindemitgliedern innerhalb der Gemeinde Heimat zu bieten.

Ein großes Ereignis in der Geschichte der Pfarrei war am Ostermontag 2002 (01. April 2002) die Feier der Errichtung eines Konvents der Unbeschuhten Karmeliten der Provinz Krakau bei St.Maximilian Kolbe. Das neue Kloster trägt den Namen des Ordensheiligen St.Rafael Kalinowski.

Durch den Aufbau der evangelischen Nachbargemeinde Dietrich Bonhöffer kam auch eine starke ökumenische Komponente in das Gemeindeleben von St.Maximilian Kolbe. Das erste gemeinsame Kirchweihfest wurde am 05. Mai 2002 gefeiert.

Der Beitrag ist bis hier von Fau Dr. Korbel verfasst worden. Ab diesem Zeitpunkt (2003) erlaube ich mir die Chronik fortzusetzen.

Außergewöhnlich war der Projektgottesdienst „Ostern live“ der Jugend von St. Maximilian Kolbe am 06. April 2003, bei dem Ostern in 1 Stunde mit Spiel, Musik, Gesang und Licht dargeboten wurde.

Ein besonderes Jubiläum wurde am 24. Mai 2003 gefeiert. Es war der 20. Jahrestag der Ministranten von St. Maximilian Kolbe.

In einer außergewöhnlichen Messe wurden die Bilder der  „MISSA Colorata“ (Peter Paul Rast) am 19.10.2004 mit Musik und Texten in unserer Kirche vorgeführt.
 

Die feierliche Einweihung der Truhenorgel fand am 25. Juli 2004 unter Mitwirkung des Chores während einer festlichen Messe statt.

Unsere Marienstatue wurde am 17. Oktober 2004 in einem festlichen Gottesdienst, der von  Pater Dr. Ulrich Dobhan OCD zelebriert wurde, eingeweiht. Anläßlich der Einweihung der Marienstatue fand am 19. Oktober 2004 während einer Marienandacht die „Missa colorata“ (von Peter Paul Rast) – zelebriert von Pater Georg Roers SJ als Eröffnung der Ausstellung „Dialog“, mit den Künstlern Frau Viehbach (Marienstatue) und Peter Paul Rast statt.

Eine Visitation der Pfarrei fand am 17. Februar 2006 durch H. H. Weihbischoff Siebler statt.
Im Juli 2006 wurde Pater Florian Florek OCD als Pfarradministrator aus dem Dienst entlassen. Und verabschiedet. Sein Nachfolger Pater Piotr Nyk OCD wurde feierlich am 22. Oktober 2006 in sein Amt eingeführt.

Ab dem 01. Mai 2007 fand eine Jubiläumswoche in unserer Pfarrei statt. In diesem Jahr feierte die Gemeinde die 25-jährige Gründung der Pfarrei, das 10-jährige bestehen der Kirche und das 5-jährige Gründungsfest des Klosters „St. Rafael Kalinowski“.
Während der Festwoche fanden 
-         ein Vortrag von P. Sylwester Walocha über den geistigen Lebensweg von St. Maximilian Kolbe
-         eine Kirchenführung
-         eine besondere Messe „Tor & Tür 7 Sakramente“ in Bild (Peter Paul Rast), Musik (Franz Schubeck) und Wort (Andreas Theligmann) 
-         das Treffen ehemaliger Mnistranten
-         zum Abschluss das  gemeinsame Pfarrfest am 06.05.2007  mit der evangelischen Nachbargemeinde (Dietrich Bonhoeffer), das  gebührend gefeiert wurde
statt.

In dieser Woche konnte auch vom 02./03. Mai die heilige Therese von Lisieux verehrt werden, deren Reliquienschrein in der Kirche aufgestellt war.

Am 30.06.2007 wurde die annullierte Pfarrgemeinderatswahl von 2006 wiederholt.

Während einer besonderen Messe wurde am 03. November die „MISSA Colorata 3“ mit den  Bildern von Peter Paul Rast, der Musik von Franz Schubert und Rezitationen von Andreas Theligmann inszeniert, bei der die Bilder über eine aufwändige Videoprojektion in der Kirche gezeigt wurden.

Zwischen dem 11. und 18.11.2007 wurde das Kindermusical „Reise nach Jerusalem“ von den Kinder- und Jugendchören unter der Leitung von Brigitte Schweikl und Peter Ernst mit großem Erfolg aufgeführt.

Zum Abschluss des Jahres gestaltete die Kirchenmusikerin Brigitte Schweikl mit Solisten und dem Chor von St. Maximilian Kolbe das „Weihnachtoratorium“ von H. F. Müller.

Zum 01.09.2008 verließ uns unser Kaplan Pater Lukasz Steiner um in Rosenkranzkönigin Neubiberg seinen Dienst zu leisten.

Mit Pauken, Trompeten und den Chören von 3 Neuperlacher Pfarreien wurde am 12.10.2008
der Eröffnungsgottesdienst zur Einführung der Stadtteilkirche Neuperlach gefeiert.
Mit einem gemeinsamen Frühschoppen ging dieser Vormittag zu Ende.
 
Mit einem Abschlussgottesdienst wurde am 13.12.2008 die geistl. Intensivzeit zur Einführung der Stadtteilkirche beebndet.

Unsere Kirchenmusik veranstaltete am 14.12.2008 ein wundervolles Adventskonzert (Veni Emanuel) in der Kirche.

Am 04.12.2014 verstarb nach schwerer Krankheit Herr  Pfr. Herbert Rauchenecker.