Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Trauer um Margareta Kallisch

Nachruf Kallisch
Der Diözesanrat der Katholiken trauert um Margareta Kallisch. „Sie war eine Kämpferin für die Schwachen in unserer Gesellschaft, eine große Förderin des karitativen Engagements in den Pfarrgemeinden und eine Frau der ersten Stunde der bei der Vernetzung des karitativen Engagements“, schreibt Professor Tremmel, Vorsitzender des Diözesanratsvorstands. Sie starb überraschend im Alter von 80 Jahren am Freitag, 28. Dezember im Caritashaus St. Nikolaus in Schwabing und wurde im Familiengrab in Brunnthal beigesetzt. Die aus Hildesheim stammende Sozialpädagogin prägte seit den 60er Jahren das soziale und karitative Ehrenamt in der Erzdiözese München und Freising.

Frau Kallisch erkannte schon sehr früh, dass das Ehrenamt für die Kirche unentbehrlich ist, dieses aber auch gestärkt, gefördert und begleitet werden muss. So initiierte sie im Dekanat Ottobrunn den ersten Zusammenschluss der ehrenamtlich sozialen Arbeit, sie baute „Essen auf Rädern“ auf und gründete an ihrem Wohnort Brunnthal den heute noch bestehenden Caritas-Kindergarten, den sie bis zu ihrer Pensionierung leitete.

Auch in den Gremien auf Pfarrei-, Dekanats-, Diözesan-, Landes- und Bundesebene engagierte sie sich zum Wohle der Ehrenamtlichen und kämpfte für das selbständige karitative Handeln, begleitet durch Fachkräfte. Als Leiterin des Sachausschuss Soziale und karitative Grundfragen war sie auch Mitglied der Vollversammlung des Diözesanrats und gab den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und denjenigen, die sich im Alltag für sie einsetzen, eine Stimme. Sie knüpfte Verbindungen mit der Bundesebene der CKD und verschiedenen anderen Verbänden, die für das Ehrenamt Bedeutung haben. Für ihr Engagement wurde sie 1995 mit der Pater-Rupert-Mayer-Medaille vom Katholikenrat der Region München ausgezeichnet, vom Caritasverband des Erzbistums München und Freising erhielt sie 2008 die Pater-Rupert-Mayer-Medaille in Gold. Ebenso wurde ihr das Elisabethenkreuz verliehen.

Als Mutter von vier Kindern war ihr die eigene Familie sehr wichtig. Durch sie erhielt sie große Unterstützung in ihrem Tun. Bis zuletzt versuchte sie ihr eigenständiges Leben zu führen und beschäftigte sich mit den Strukturen, den Inhalten und der Vernetzung des ehrenamtlichen Engagements.
Ihr Handeln war immer geprägt von der gelebten Nächstenliebe – Sie war „Den Menschen nah“.