Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Woche für das Leben Motto „Engagiert für das Leben“ von 2011 – 2013

Unter dem Motto „Engagiert für das Leben“ soll die Woche für das Leben 2011 – 2013 deutlich machen, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie wichtig ein soziales Miteinander ist. Wenn es um Wert und Würde des Lebens geht, machen Christen keine Unterschiede, gleich, ob es sich – in der Sprache der Bibel gesprochen – um „Männer oder Frauen, Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie“ (1 Kor 12,13) handelt. Christen treten für gelingendes Leben ein – gleich, ob es um Deutsche oder Ausländer, um Kinder oder Alte geht. Sie treten für das Leben ein, auch, wenn es um ungeborenes Leben geht. Erfülltes Leben, davon
sind Christen überzeugt, hängt nicht davon ab, ob Menschen gesund oder krank oder behindert sind.

Wir können nicht Christ oder Christin sein, ohne uns für die Menschenwürde der anderen einzusetzen. Was das bedeutet, soll in den kommenden Jahren unter drei Perspektiven thematisiert werden.

2011 geht es unter dem Motto „Engagiert für das Leben: Einsatz mit Gewinn“ um den uneigennützigen, unentgeltlichen Einsatz für andere, um soziales Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Immerhin jede und jeder Dritte in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich – viele davon in den Kirchen, in Diakonie und Caritas. Ihr Einsatz in Krankenhäusern und Hospizen, in Schulen und an Mittagstischen für Kinder trägt entscheidend dazu bei, dass die soziale Stabilität unserer Gesellschaft erhalten bleibt und dass soziale Probleme überhaupt wahrgenommen und thematisiert werden. Mit der Woche für das Leben 2011 lenken wir den Blick auf den persönlichen Einsatz von Christen und verknüpfen uns zugleich mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit.

Das Jahresmotto für 2012 heißt: „Engagiert für das Leben: Mit allen Generationen“.
Dabei sollen das Miteinander und die Solidarität der Generationen hervorgehoben werden. Wir erleben zur Zeit einen rasanten demographischen Wandel in unserer Gesellschaft: auf der einen Seite haben wir es mit einer ansteigenden durchschnittlichen Lebenserwartung zu tun – wir leben länger und gesünder –, auf der anderer Seite mit einer „Unterjüngung“ – die Zahl der Kinder ist, wie in allen westlichen Gesellschaften, in den letzten Jahrzehnten gesunken. Wie erhalten wir in dieser Situation das gute Miteinander zwischen Alten und Jungen - in den Familien, die zum Teil schon aus vier Generationen bestehen, aber auch in der Gesellschaft – zum Beispiel in den sozialen Sicherungssystemen? Was lernen wir von guten Initiativen – von Mehrgenerationenhäusern, Familienzentren und Tageseinrichtungen, die mit Altenzentren zusammenarbeiten?

2013 soll unter dem Leitwort „Engagiert für das Leben: Zusammenhalt gestalten“ in den Blick genommen werden, wie das Miteinander vor Ort gelingen kann: in den Kommunen, auf die vielfältige Herausforderungen zukommen, in Vereinen und Verbänden, aber auch und nicht zuletzt in den Kirchen mit ihren Gemeinden und Diensten. Aus vielen Untersuchungen wissen wir, dass gesellschaftliche Institutionen nötig sind, damit wir gemeinsam in der Lage sind, die Werte zu realisieren, für die wir einstehen wollen. Im dritten Jahr geht es also um Fragen der Subsidiarität, um „Kirche in Gesellschaft“ und „Gemeinde in Gemeinwesen“. Was kann geschehen, wenn finanziell schwache Kommunen Schwimmbäder und Bibliotheken schließen? Wie können Gemeinden gemeinsam mit anderen das Gemeinwesen gestalten? Welche Infrastruktur brauchen Familien und Ältere für ein gelingendes Leben an ihrem Wohnort?