Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.
Ottobrunn / Hohenbrunn

Helferkreis Asyl

Ziel/Idee:
Der Helferkreis Asyl besteht seit Herbst 2012, damals kamen ca. 50 Flüchtlinge nach Ottobrunn, darunter Schulkinder und Babies. Ehrenamtliche aus der Pfarrei St. Magdalena nahmen die Nöte der Kinder wahr und begannen zu helfen. Ziel war von Anfang an, eine Willkommenskultur am Ort ins Leben zu rufen, unter Beteiligung vieler Bürger. Inzwischen werden fast 250 Asylbewerber und Flüchtlinge mit Aufenthaltsstatus in Ottobrunn, Riemerling und Hohenbrunn betreut. Darunter sind über 50 Kinder und Jugendliche. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Nigeria, Uganda, Senegal, Mali, Eritrea, Somalia und Russland.
Als letzter Ausweg wurde einer Familie und einem Alleinstehenden Kirchenasyl gewährt.

Vorgehen:
60 Ehrenamtliche aus allen Pfarrgemeinden und gesellschaftlichen Gruppen Ottobrunns und Hohenbrunns sind Mitglied im Helferkreis.
Er arbeitet eng mit den politischen Gemeinden und sozialen Organisationen am Ort zusammen und trifft sich wöchentlich im Pfarrheim von St. Magdalena Ottobrunn
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Helferkreises www.helferkreis-asyl.com

Positive Erfahrungen:
Viele Flüchtlinge fühlen sich wohl am Ort, in den dezentralen Unterkünften, mit ihren Paten aus dem Helferkreis.
Die Angebote des Helferkreises wie Deutsch-Kurse, Begleitungen, Unterstützung im Asylverfahren, Nachhilfe, Möbelbörse, Unterstützung bei Wohnungs- und Jobsuche, gemeinsame Unternehmungen. Feste, Gottesdienste, Ferienaktionen werden gerne angenommen. Manche werden zu Freunden, es wird zusammen gelacht, geweint und gefeiert.

Probleme/Schwierigkeiten:
Die Asylbewerber sind in vielen dezentralen Unterkünften in den Gemeinden untergebracht, es gibt keine Sozial- oder Begegnungsräume. Die sozialpädagogische Betreuung erfolgt durch vier Sozialarbeiter des Landratsamtes und der Caritas mit wechselnden Zuständigkeiten. Nur für die anerkannten Flüchtlinge wird eine Sprechstunde vor Ort, 1 x wöchentlich in einem eigenen Büro angeboten.
Notwendige Weiterbildungen müssen von den Ehrenamtlichen des Helferkreises organisiert werden, eine Supervision hat erstmals nach 2 Jahren stattgefunden.
 
Kontakt:
Heidi Maurer, heidi.maurer@t-online.de, ehrenamtliches Mitglied aus der Pfarrei St. Magdalena
Diakon Karl Stocker, KStocker@ebmuc.de, Leiter des Helferkreises Asyl