Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

PERSONALISIERTE „WAHLINFOS“

Direktwerbung ist die wirkungsvollste Form der Werbung. 2014 wird es dazu zwei Möglichkeiten geben:
  • Personalisierte Wahlbenachrichtigungskarten für jede(n) Wahlberechtigten: Neben der persönlichen Anrede der Wahlberechtigten und Adressierung werden darauf Ort und Öffnungszeiten der Wahllokale gedruckt.
  • Allgemeine Briefwahl: Jede(r) Wahlberechtigte(r) erhält automatisch die Briefwahlunterlagen zugestellt (werden von der Pfarrei verteilt).
Die Erfahrungen belegen, dass mit Hilfe einer personalisierten „Wahlinfo“ die Wahlbeteiligung deutlich gesteigert werden kann. Damit verknüpft sind folgende Aspekte, die für den Einsatz einer direkten „Wahlinfo“ sprechen:
  • Jede(r) Wahlberechtigte hat das Recht, über sein Stimmrecht informiert zu werden. Durch eine persönlich adressierte Wahlinfo wird dem einzelnen Katholiken signalisiert: „Du hast eine Stimme in der Kirche.“
  • Die Pfarrgemeinde nimmt Kontakt mit den Katholiken auf, die nicht zu den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern zählen.
  • Je höher die Wahlbeteiligung ist, um so mehr wird deutlich, dass vielen Katholiken Mitverantwortung in der Kirche ein wichtiges Anliegen ist. Je höher die Wahlbeteiligung ist, umso größer ist die Legitimation für das Handeln des Pfarrgemeinderats.
In der Erzdiözese München und Freising wurden bisher gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Wahlbenachrichtigungskarten gemacht. Neu bei den PGR-Wahlen 2014 ist, dass diese auch in Form einer Allgemeinen Briefwahl durchgeführt werden können – falls die einzelne Pfarrgemeinde dies wünscht. Ein Grund für diese Entscheidung waren die überaus positiven Ergebnisse in den Diözesen Würzburg und Eichstätt: Während die Wahlbeteiligung bei den letzten Pfarrgemeinderatswahlen in Bayern durchschnittlich 15,6% betrug, lag die Wahlbeteiligung in der Diözese Würzburg bei 33,4%. Dort stimmten alle Gläubigen per Allgemeiner Briefwahl ab. In der Diözese Eichstätt konnten die Pfarrgemeinden „wählen“, ob sie auf die Allgemeine Briefwahl zurückgreifen. Die Wahlbeteiligung war in diesen Pfarrgemeinden signifikant höher.
Beispiel: In der Stadt Neumarkt (Einwohner 40.000) gibt es zwei große Stadtpfarrgemeinden mit jeweils ca. 5.000 Katholiken. Eine der Pfarrgemeinden machte Allgemeine Briefwahl, die andere nicht. Ergebnis: Die Pfarrgemeinde mit Allgemeiner Briefwahl erreichte eine Wahlbeteiligung von 35%, die andere eine von 12%.

In der Erzdiözese München und Freising ist den Pfarrgemeinden freigestellt, ob sie Wahlbenachrichtigungskarten einsetzen oder die PGR-Wahl in Form einer Allgemeinen Briefwahl durchführen – oder ob sie keine der beiden Möglichkeiten nutzen.

Kosten für Wahlbenachrichtigungskarten

Ein großer Teil der Kosten für den Druck und die Adressierung werden von der Erzdiözese übernommen. Allerdings: Wenn eine Pfarrei die Wahlbenachrichtigungskarten per Post versenden lassen will, muss sie die Kosten selbst tragen. Damit soll ein Anreiz gesetzt werden, die Wahlbenachrichtigungskarten selbst auszutragen und dies eventuell mit dem Verteilen von weiteren Infos zu verbinden (z.B. Wahl-Pfarrbrief). Je 1.000 Wahlberechtigte kosten die Karten inkl. Mwst. 10,00 Euro (Einzelpreis 1 Cent). Eine Pfarrgemeinde mit 4.000 wahlberechtigten Katholiken muss also 40,00 Euro für die Wahlbenachrichtigungskarten zahlen.
Wer soll denn die Wahlbenachrichtigungskarten austragen? Antworten:

Kosten für Allgemeine Briefwahl

Die Material-Bestandteile, die bei einer Allgemeinen Briefwahl jede(r) Wahlberechtigte(r) erhält, sind:
1. Personalisiertes Zustell-Kuvert
2. Rückumschlag
3. Wahlumschlag (kleines Kuvert für den Stimmzettel)
4. Briefwahl-Erklärung
5. Stimmzettel
Die Bestandteile 1 bis 4 werden nach Bestellung vom Diözesanrat zugestellt. Bestandteil Nr. 5 (Stimmzettel) muss vor Ort in der Pfarrei erstellt und kopiert werden. Ein großer Teil der Kosten für Druck und die Adressierung der Bestanteile
1 bis 4 wird von der Erzdiözese übernommen. Je 1.000 Wahlberechtigte kosten diese inkl. Mwst. 20,00 Euro (Einzelpreis 2 Cent). Eine Pfarrgemeinde mit 4.000 wahlberechtigten Katholiken muss also 80,00 Euro zahlen.

Öffnungszeiten der Wahllokale festlegen

Wenn Wahlbenachrichtigungskarten eingesetzt werden, ist es notwendig, bereits im Herbst 2013 festzulegen, wann und wo die Wahllokale am 16. Februar 2014 geöffnet haben. Denn bei der Bestellung der Wahlbenachrichtigungskarten müssen Ort und Öffnungszeiten der Wahllokale gemeldet werden.