Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Integration - Herausforderung für uns Christen

Das sichere Europa ist das Ziel vieler Menschen, die sich in den letzten Monaten auf den Weg gemacht haben. Dabei ist es noch keine 70 Jahre her, dass Menschen von dort in andere Länder flohen, um dem Krieg zu entkommen.
 
Die Realität sah schon früher anders aus, doch mit dem Jahr 2015 ist Deutschland faktisch das Land mit der zweithöchsten Zuwanderung weltweit geworden: Über eine Millionen Menschen sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.
 
Die große Zahl der Flüchtlinge, die derzeit nach Europa drängen, stellt uns vor Herausforderungen: Viele Probleme der Versorgung, Unterbringung und Betreuung sowie rechtliche Fragen sind nicht oder nur unzureichend gelöst, durch fremde Kulturen und andere Religion entstehen Irritationen und Ängste bei der einheimischen Bevölkerung.
 
Weil uns als Christen in jedem, der „fremd und obdachlos“ (Mt 25) ist, Christus gegenüber steht, verlangt dies von uns eine Kultur des Willkommens und des Miteinanders. Beide müssen sich dafür öffnen und bereit sein für Veränderungen. Die Chance auf gleichberechtigte Teilhabe für alle sichert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Akzeptanz in der Migrationsgesellschaft.
 

Integration - Aufgabe des Pfarrgemeinderats

Eine zentrale Aufgabe des Pfarrgemeinderats ist es, gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklungen und Probleme zu beobachten, zu überdenken und sachgerechte Vorschläge einzubringen sowie entsprechende Maßnahmen zu beschließen (vgl. Satzung PGR §2,3c)
 
Die Online-Plattform „Gemeinsam in Vielfalt“ will Räte und Verbände dazu anregen, sich selbst zu vergewissern:

  • Was ist unsere konkrete Rolle im Umgang mit (anerkannten) Flüchtlingen?
  • Was ist unsere spezifische Rolle als Christ in diesem Feld?
  • Welche Handlungsnotwendigkeiten ergeben sich auf der Grundlage der Bibel sowie unserer kirchlichen Tradition?
  • Wie können wir diese in unseren aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen konkret umsetzen?
Wir wollen dazu anregen, bei der Befassung mit dem Thema mutig zu sein, einen Perspektivwechsel vorzunehmen oder auch neue Methoden wie zum Beispiel ein Planspiel auszuprobieren. Dazu werden wir auf diesen Seiten immer wieder neuen Impulse zur Verfügung stellen.
 
So können Pfarrgemeinderäte und Verbände dafür eintreten, dass unterschiedliche Lebensstile, Kulturen und Religionen sich gegenseitig wertschätzen und das Zusammenleben gefördert wird. Sie können durch die Unterstützung oder Durchführung von Begegnungen helfen, die jeweiligen Traditionen, Werte und kulturellen Hintergründe gegenseitig kennenzulernen und zu verstehen.

Methoden & Tipps

Hier finden Sie konkrete Hilfen für Ihre Arbeit!