Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Nachhaltige Lebenstile

Vor dem Hintergrund sozialer und ökologischer Krisen und mit Blick auf unsere Verantwortung gegenüber kommenden Generationen fordert Papst Franziskus in der Enzyklika Laudato si' einen Lebensstil, der auf der Überzeugung beruht, dass "weniger mehr ist" (Laudato si' 222).

Für eine nachhaltige Entwicklung der gesamten Menschheit braucht es eine Haltung der Genügsamkeit - eine Haltung des Einzelnen, die aber auch zu strukturellen Veränderungen führen kann und muss, denn: "Eine Änderung der Lebensstile könnte dazu führen, einen heilsamen Druck auf diejenigen auszuüben, die politische, wirtschaftliche und soziale Macht besitzen." (Laudato si' 206)
Nachhaltige Lebenstile

Der Diözesanrat der Katholiken fördert eine solche christlich inspirierte Veränderung des persönlichen und des gesellschaftlichen Lebensstils mit verschiedenen Aktivitäten:

Die Broschüre "Anders besser leben" geht explizit der Frage nach, wie wir leben müssen, damit alle "gut leben" können. Es werden Anregungen geboten, Fragen des eigenen Lebensstils neu zu durchdenken, und Hinweise gegeben, wie ein Lebenstilwandel konkret umgesetzt werden kann.

Der Diözesanrat unterstützt die Verbreitung und Umsetzung der im Jahr 2015 verabschiedeten Nachhaltigkeitsleitlinien der Erzdiözese München und Freising. Der Sachausschuss Ökologie und Globale Verantwortung arbeitet an einer Konkretisierung für Pfarreien und Verbände. Zahlreiche Hinweise hierzu finden sich auch auf den Seiten des Referats Umwelt der Erzdiözese.

Im Rahmen des diözesanen Projekts "Wir übernehmen Schöpfungsverantwortung - Umwelt-/Energiemanagement" werden Umweltbeauftragte in allen Pfarrgemeinderäten und Kirchengemeinden gesucht.

Mit dem Flyer "Hunger im Überfluss" ruft der Diözesanrat zu einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen auf.

Der Diözesanrat hat sich ähnlich wie viele andere kirchliche Akteure sehr kritisch gegenüber dem geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) positioniert [Positionspapier 2014] und hat eine Vielzahl von Stellungnahmen zu TTIP im kirchlichen Bereich zusammengetragen

Nicht zuletzt wurde vom Diözesanrat eine kritischen Stellungnahme zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2016 in die politische Diskussion eingebracht.