Ausstellung: Zusammen sind wir Heimat Caritas zeigt Beispiele gelingender Integration in Oberbayern

Beispiele gelingender Integration und Inklusion präsentiert die Caritas zwischen dem 25. August und 6. September mit der Ausstellung „Zusammen sind wir Heimat“ im Haus der Sozialen Dienste, Franziskanerplatz 7, in Berchtesgaden. Im Anschluss zieht die Austellung vom 11. bis 25. September 2017 nach Fürstenfeldbruck, Brucker Fenster, Hauptstraße 5. Herzliche Einladung!
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Anette Frankenbusch mit Azubi Hassan. Er macht im Caritas-Zentrum Bad Reichenhall eine Ausbildung. (Bild: Thomas Klinger)
Zum Motto der Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbands hat der Diözesan-Caritasverband diese Ausstellung entwickelt. Zur Eröffnung am Freitag, 25. August, kamen zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche ebenso wie Ehrenamtliche und Flüchtlinge. „Wir wollen zeigen, dass Einrichtungen und Dienste der Caritas Orte der Integration sind, wo Menschen Heimat finden und an unserem Leben teilhaben können“, sagt Caritas-Zentrumsleiter Rainer Hoffmann bei der Begrüßung.

Ein „Herzliches Willkommen“ sei in den letzten Jahren nicht immer einfach gewesen, sagte der Bürgermeister von Berchtesgaden, Franz Rasp. Das Motto der Ausstellung „Zusammen sind wir Heimat“ funktioniere jedoch im Kleinen wie im Großen dann, wenn jeder etwas mehr gebe als er müsste. „Der Erfolg ist dann, dass Menschen hier Heimat finden“, so Rasp. Integration ist keine vorübergehende Aufgabe. „Integration ist eine Daueraufgabe.“

Szenen des alltäglichen Lebens und gemeinsamer Aktivitäten

junger Mann schneidet anderem jungen Mann im Frisörsalon die Haare
Farouk macht eine Ausbildung als Frisör. Hadi stellt seine Haare gern zum Üben zur Verfügung. (Foto: Thomas Klinger)
Wie sich in den Einrichtungen und Diensten der Caritas Einheimische, Menschen mit Unterstützungsbedarf und Zugewanderte begegnen und mit ihren Fähigkeiten und ihren Kompetenzen voneinander lernen, zeigen die Fotos und Statements von jeweils zwei Menschen, die Unterstützung geben und erhalten. Szenen aus dem alltäglichen Leben und von gemeinsamen Aktivitäten hat der Berchtesgadener Fotograf Thomas Klinger festgehalten. Zwei gute Beispiele in der Ausstellung kommen aus dem Landkreis Berchtesgaden: Hadi, selbst erst vor drei Jahren aus Syrien geflohen, arbeitet im Job-Center, und Faruk, der eine Ausbildung als Friseur macht. Bei der Ausstellungseröffnung sagte Faruk, er wünsche sich vor allem, dass die Einheimischen die Geflüchteten in ihrer Individualität wahrnehmen würden und ihnen nicht mit Vorurteilen begegneten. Auch Hassan aus Afghanistan ist eines der Beispiele. Er macht seine Ausbildung im Caritas-Zentrum in Bad Reichenhall. „Ich bin sehr dankbar, dass ich hier eine Ausbildung machen kann. Sie macht mir großen Spaß“, sagte er.
 
Rainer Hoffmann erläuterte die drei wichtigen Bereiche, um Geflüchtete zu integrieren: Sprache, Arbeit und Wohnen. Anschi Kögler vom Fachdienst Asyl und Integration im Caritas-Zentrum stellte das erfolgreiche Sprachprojekt vor, das wesentlich von der Aicher-Stiftung finanziert werde. Alle Flüchtlinge sollen durch das Projekt vom ersten Tag an Deutsch lernen. Da viele Mütter mit kleinen Kindern an den regulären Kursen nicht teilnehmen könnten, gäbe es ab Herbst nun eigene „Mama-Kurse“ mit Kinderbetreuung. Auch die Projekte, um Geflüchtete in Arbeit zu bringen – etwa durch Praktikumsplätze und Beschäftigungsmaßnahmen – seien erfolgreich angelaufen, sagte Hoffmann. Um Geflüchtete in eigene Wohnungen zu vermitteln, sei das Engagement von Ehrenamtlichen unerlässlich, erklärte Hoffmann. „Sie vollbringen immer wieder das Wunder, in unserem angespannten Wohnungsmarkt, eine Wohnung zu finden und zu vermitteln.“
 
Die Ausstellungselemente werden ergänzt durch die Internetseite www.zusammen-in-oberbayern.de, auf der Geschichten und Bilder zu den jeweiligen „Tandems“ stehen, und kurze Videofilme, die über einen QR-Code auf YouTube zu finden sind.

Text: PM (ua)

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