Mahl-Zeit! Gemeinsames Essen verbindet und ist ein wichtiger Teil der Familienkultur

Ob klassisch zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen oder auch zu anderen Gelegenheiten: Gemeinsames Essen in der Familie verbindet. Man kommt zusammen, packt mit an, genießt das Essen, tauscht sich aus... Mahl-Zeiten sind ein Spiegel des Familienlebens. Sie stärken die Gemeinschaft und sind ein wichtiger Teil der Familienkultur.
Mutter, Vater, Oma und drei Kinder sitzen im Garten am gedeckten Tisch und reichen sich die Hände.
Tischgebet vor dem sommerlichen Festmahl im Freien. Wie Familien zusammen essen, zeigt auch, wie sie leben und welche Werte ihnen wichtig sind. (Foto: imago/Westend61)

Der Esstisch – mehr als nur ein Tisch…

Am Esstisch begegnet sich die Familie mit den unterschiedlichsten Erlebnissen, Gedanken, Wünschen und Bedürfnissen. So wird er …
 
  • Kreuzungspunkt unterschiedlicher Wege der Familienmitglieder
  • Update fürs Familiengeschehen
  • Sprungbrett in den jeweiligen Alltag: Kindergarten, Schule, Arbeit, …
  • Brotzeitbrettl für einen schnellen Happen zwischendurch
  • Festtafel für Familienfeiern
  • Kampfarena geschwisterlicher Konkurrenz
  • Anschweigerampe nach aktuellem Zoff
  • Beichtstuhl für reuige Familienmitglieder
  • Schreibtisch für Hausaufgaben und Nachtarbeiten
  • Roundtable für notwendige Krisengespräche
  • Spielfeld für Groß und Klein

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Die Kirche - ein besonderer Ort der Mahlzeit

Wer bewusst Mahlzeit hält, ist in guter Gesellschaft: Jesus hat das zu seinen Lebzeiten derart intensiv gepflegt, dass er von seinen Gegnern als „Fresser und Säufer“ bezeichnet wurde (Lk 7,34). Für ihn war jede Mahlzeit vor allem ein Ort persönlicher Begegnung und Zuwendung.
 
Als gläubiger Jude hat er darüber hinaus das Teilen von Brot und Wein am Schabbat und an Pessach regelmäßig rituell vollzogen. So kommt es, dass Brot und Wein nach dem letzten Abendmahl auch über seinen Tod hinaus zum Erkennungszeichen für seine Jünger geworden sind.
 
Die sonntägliche Eucharistiefeier führt dies heute fort: Jesus Christus selbst kann in den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein jedem und jeder Gläubigen persönlich begegnen.
Baby lutscht an einem Melonenstück, das ihm an den Mund gehalten wird.
Alle sind dabei. Schon die Kleinsten genießen die Gemeinschaft am Esstisch. Foto: Pixabay

Besondere Mahl-Zeiten im Leben als Familie

  • das Geburtstagsfrühstück oder die Geburtstagsparty
  • die Kaffeetafel zum Familienfest
  • der Brunch mit dem lang erwarteten Besuch
  • das improvisierte Festessen mit dem Überraschungsgast
  • das „Candle-Light-Dinner“ zum Hochzeitstag
  • das Versöhnungsmahl nach einem längeren Zwist
  • das Eisessen am Zeugnistag
  • das Picknick auf der Sommerwiese
  • das Silvesterfondue
  • die Grillparty mit Freunden

Das Tischgebet

    Das Tischgebet sammelt uns äußerlich und innerlich. Wir warten aufeinander, bedenken den Wert der Mahlzeit, gedenken der Menschen, denen wir das Essen verdanken, können Geborgenheit und Zuneigung spüren und drücken unsere Verbundenheit mit Gott, dem Schöpfer aller Gaben aus.
    Dabei helfen unterschiedlichen Formen – ein traditionelles Gebet, ein Lied, ein einfaches "Gesegnete Mahlzeit!"... 
    Überlegen Sie in Ihrer Familie: Was bedeutet Ihnen das Tischgebet? Welche Formen von Tischgebeten kennen und praktizieren Sie? Welchen Stellenwert hat das gemeinsame Essen in der Familie?
Collage aus drei Bildern: Pizza-Zutaten auf Tisch und Hände, schön dekorierte Gemüsesuppe, gedeckter Esstisch
Gemeinsames Kochen und Essen tut gut! Am Esstisch treffen sich alle Familienmitglieder. (Foto: imago/Westend61, Pixabay (2x))

Cover Hot Spots Faltposter Mahl-Zeit
Die Texte stammen von Robert Benkert. Sie sind entnommen aus dem Faltposter "Mahl-Zeit! Verbindende Momente in der Familie", erschienen in der Reihe Hot Spots des Lebens, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Weitere Hefte der Reihe "Hot Spots des Lebens" und Bestellmöglichkeit

Ehe- und Familienpastoral
Rochusstr. 5
80333 München
Telefon: 089 2137-1244
Fax: 089 2137-1783
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Sachgebietsleitung:
Agnes Passauer, Pastoralreferentin und Eheberaterin
Telefon: 089 2137-2207

Ansprechpartnerin:
Sylvia Braun-Schmidtner, Pastoralreferentin und Soz. Pädagogin

Referentin für Wertorientierte Sexualpädagogik und Natürliche Familienplanung:
Claudia Wiesner, Ärztin

Ansprechpartner für die Region West:
Johannes Sporrer

Ansprechpartnerin für die Region Nord:
Sylvia Braun-Schmidtner

Ansprechpartnerin für die Region Nord-Ost:
Cornelia Saumweber

Ansprechpartner für die Region Süd-Ost:
Peter Glaser

Ansprechpartner für die Region München-Ost:
Michael Kafka


Themen und Angebote:
  • Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
  • Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
  • Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Projekt)
  • Natürliche Familienplanung (NFP)
  • Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
  • Arbeitshilfen, Materialien, für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Ehebriefe, Elternbriefe)
  • Kooperation mit Verbänden