Alles perfekt? Muss nicht sein! Entspannt Weihnachten feiern in der Familie

Eigentlich freuen wir uns auf diese besondere Zeit. Mit Advent und Weihnachten verbinden wir leuchtende Kinderaugen, Kerzenschein und eine besinnliche Stimmung unter dem Weihnachtsbaum. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Es kommt zu Meinungsverschiedenheiten und Streit. Enttäuschung, Wut und Traurigkeit machen sich breit. Alle Jahre wieder …  hoffen wir auf ein friedliches Miteinander – im Kleinen, in der Familie, sowie im Großen in unserem Land und auf der Welt! Hier finden Sie einige Gedanken und Ideen zur Gestaltung der Feiertage in der Familie. Möge es ein gelungenes, friedliches Fest werden – an dem auch Unvollkommenes seinen Platz hat!
 
Mutter, Vater und zwei Kinder schmücken gemeinsam den Christbaum
Wo soll die Kugel hin? Und welchen Stern nehmen wir? Auch beim Schmücken des Weihnachtsbaums gilt: Unterschiedliche Wünsche und Meinungen sind okay! (Foto: imago/Westend61)

Die Botschaft von Weihnachten: “Fürchte dich nicht!“

Wir feiern an Weihnachten, dass Gott in unsere unheile Welt kam, dass er unser ungerades Leben annimmt. Er hat sich klein gemacht wie ein Kind, damit wir keine Angst zu haben brauchen.
Wir feiern, dass wir – so wie wir sind – nicht gottverlassen in unserer Welt leben, dass wir – so wie wir sind – auch im scheinbar Unbedeutenden an einer himmlischen Welt mitgestalten können.
Wir feiern an Weihnachten nicht die heile Familie.
Die Botschaft von Weihnachten ist: Fürchte dich nicht! So wie du bist, so wie du lebst, so wie jetzt Eure Partnerschaft und Familie sind: Du kannst dazu stehen, weil auch Gott zu dir steht. Du brauchst sie nicht zu beschönigen. Fürchte dich nicht! Sogar der Messias ist in einem schäbigen Stall, in einer schwierigen Situation geboren worden.

Ideen für Eltern und Familien

Engel in einer Streichholzschachtel liegt auf einer Jeans
Immer dabei: der selbst gebastelte Engel für die Hosentasche. (Foto: ct)
Ein „Fürchte-Dich-nicht-Engel“ für die Hosentasche
Engel sind unsichtbar. Wie sie wirklich aussehen, weiß man nicht. Aber sie werden oft mit Flügeln dargestellt – ein Bild für die Leichtigkeit, mit der sie die Menschen begleiten. Zugleich verbinden sie Himmel und Erde. Ein Hosentaschenengel ist ein guter Begleiter – so wie ein guter Freund oder eine gute Freundin – der uns immer wieder daran erinnert: Fürchte dich nicht!
Male einen kleinen Engel, nimm eine Streichholzschachtel, beklebe sie mit Goldpapier und klebe dein Engelbild hinein. Der Hosentaschenengel ist auch ein schönes Geschenk!
Vor Weihnachten und an den Feiertagen
Zimtsterne und ein Teelicht auf einem Holztisch
Eine Kerze, ein paar Plätzchen. Oft genügt das schon für eine stimmungsvolle Atmosphäre. (Foto: imago/Westend61)
  • Genießen Sie die Vorfreude auf das Fest! Dazu gehört das Schmücken der Wohnung  mit Kerzen, Tannengrün, Sternen, Fensterschmuck …
  • Überlegen Sie gemeinsam, wer bei der Weihnachtsfeier dabei sein soll.
  • Stellen Sie mit den Kindern die Krippe an einem besonderen Platz auf.
  • Schmücken Sie gemeinsam den Christbaum. Dabei kann man gut über die Bedeutung dieses Brauches sprechen.
  • Tragen Sie das Licht vom Adventskranz zur Krippe.
  • Vater und Sohn sitzen vor Geschenkeberg neben dem Christbaum und schauen lachend zu, wie ein Turm aus Bauklötzen einstürzt
    Gemeinsam spielen, die Feiertage genießen. Mit ein wenig Gelassenheit kann das funktionieren. (Foto: imago/Westend61)
    • Beten Sie gemeinsam und hören/lesen Sie die Weihnachtsgeschichte.
    • Bereiten Sie mit den Kindern ein Krippenspiel, ein Gedicht oder einen Besinnungstext vor und spielen es in der Weihnachtszeit vor.
    • Nehmen Sie an der Feier der Christ- oder Kindermette teil.
    • Singen oder spielen Sie Weihnachtslieder.
    • Denken Sie auch an einsame Menschen.
    • Großeltern und Eltern können erzählen, wie sie früher Weihnachten gefeiert haben.
    • Trinken Sie gemeinsam Tee, essen Sie Weihnachtsgebäck, erzählen und spielen Sie.

    "Eine Zerreißprobe" – Wie Familienmitglieder das Fest erleben

    „Weihnachten ist für uns eine Zerreißprobe zwischen großelterlichen Wünschen: Alle wollen besucht werden. Es wird jedes Jahr schwieriger, alle Bedürfnisse zu erfüllen.“
    Malte, Vater, 41 Jahre

    „Ich freue mich riesig auf Weihnachten. Hoffentlich gefällt Mama und Papa mein Geschenk.“
    Hannah, Mädchen, 8 Jahre
    Mädchen enttäuscht neben dem Christbaum
    Trauer und Enttäuschung - auch solche Gefühle kann es an Weihnachten geben. (Foto: imago/emil undorf)
    „Ich bin alleinerziehend und leide um Weihnachten am meisten darunter, dass ich meinen Kindern keine ganze Familie bieten kann. Für unsere Kinder die Weihnachtszeiten zwischen meinem Ex und mir aufzuteilen, nervt.“
    Mechtild, Mutter, 38 Jahre

    „Wenn ich mich nicht um die Vorbereitung für Weihnachten kümmern würde: Das Fest fände in unserer Familie nicht statt. Ich möchte mich auch einmal zurücklehnen und meinen Mann und die Kinder das Fest vorbereiten lassen. Ob ich mich aber auf eine anders gestaltete Weihnachtsfeier einlassen könnte?“
    Christiane, Mutter, 30 Jahre

    „Wir freuen uns, wenn am ersten Feiertag die Kinder und Enkelkinder alle kommen. Sonst würden wir gar keinen Weihnachtsbaum mehr aufstellen, und für uns zwei würden wir auch keine Gans braten.“
    Anna, Großmutter, 72 Jahre

    Gebet

    Guter Gott,
    Wir bereiten uns auf das Weihnachtsfest
    vor und hoffen, gemeinsam ein
    harmonisches Fest feiern zu können.
    Wir wollen feiern,
    dass Du Mensch geworden bist
    und damit alles Menschliche –
    alles, was uns freut und alles,
    was uns weh tut – angenommen hast.
    Hilf uns, die Ankunft Deines Sohnes
    Jesus Christus zu feiern
    und alles, was unsere Familie belastet
    und das Schöne in unserer Familie
    anzunehmen.

    Hot Spots Advent Weihnachten
    Die Texte stammen aus der Broschüre "Advent und Weihnachten. Zeit des Glücks – Zeit der Belastung", erschienen in der Reihe Hot Spots des Lebens, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

    Weitere Hefte der Reihe und Bestellmöglichkeit unter http://www.ehe-und-familie.info/anregungen_materialien-paare-familien.php

    Ehe- und Familienpastoral
    Rochusstr. 5
    80333 München
    Telefon: 089 2137-1244
    Fax: 089 2137-1783
    http://www.ehe-und-familie.info
    Sachgebietsleitung:
    Agnes Passauer, Pastoralreferentin und Eheberaterin
    Telefon: 089 2137-2207

    Ansprechpartnerin:
    Sylvia Braun-Schmidtner, Pastoralreferentin und Soz. Pädagogin


    Ansprechpartner für die Region West:
    Johannes Sporrer

    Ansprechpartnerin für die Region Nord:
    Sylvia Braun-Schmidtner

    Ansprechpartnerin für die Region Nord-Ost:
    Cornelia Saumweber

    Ansprechpartner für die Region Süd-Ost:
    Peter Glaser

    Ansprechpartner für die Region München-Ost:
    Michael Kafka

    Referentinnen für Wertorientierte Sexualpädagogik:
    MFM-Programm (mfm@eomuc.de) und NFP/Sensiplan (nfp@eomuc.de)
    www.erzbistum-muenchen.de/mfm   
    Tel. 089 2137 -3175 
    Claudia Wiesner, Ärztin
    Josiane Wies-Flaig, Dipl. Sozialpädagogin


    Themen und Angebote:
    • Begleitung von Haupt- u. Ehrenamtlichen in der Familienarbeit vor Ort
    • Diözesane Projekte (z.B. Ehepaarsegnung, Ehe-Jubiläen)
    • Religiöse Begleitung von Familien, z.B. "Kess-erziehen: staunen - fragen - Gott entdecken"
    • Unterstützung von Eltern und Kindern in die Pubertät (MFM-Programm)
    • Natürliche Familienplanung (NFP nach Sensiplan)
    • Arbeitshilfen, Materialien für die Familienarbeit vor Ort (z.B. Rituale in der Familie, Elternbriefe, Segensgottesdienste und Tag für Paare etc.)
    • Kooperation mit Verbänden

    Buch-Tipp: Kinder in Bethlehem heute

    Bethlehem kennen wir als den Ort, an dem Jesus geboren wurde. Aber wie leben eigentlich Kinder und Jugendliche heute in dieser Stadt? Davon erzählt das Buch "Die Kinder von Betlehem" von Sibylle Hardegger und Stephan Sigg.