Ausbildung und Arbeit

Ausbildung

Nach einem Schulabschluss dürfen Jugendliche auch ohne sicheren Aufenthaltsstatus eine Ausbildung beginnen. Für sie gilt eine neue Regelung: Sie bekommen einen vorerst gesicherten Aufenthaltsstatus. Er garantiert, dass sie die Ausbildung abschließen und danach zwei Jahre arbeiten können.

Bislang galt die Regel, dass Flüchtlinge für die Dauer der Ausbildung von der zuständigen Behörde eine Verlängerung ihres Aufenthaltstitels bekommen sollten.

Informationsbroschüre "Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen"

Arbeit

Während des Asylverfahrens gibt es in den ersten drei Monaten in der Regel keine Arbeits- und Ausbildungserlaubnis.

Anschließend ist eine nachrangige Arbeitserlaubnis möglich, das heißt, bei der Besetzung eines Arbeitsplatzes wird von der Arbeitsagentur geprüft, ob für die Tätigkeit eventuell ein Deutscher, EU-Ausländer oder ein Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis zur Verfügung steht.

Nach 15 Monaten ist ein freier Zugang zum Arbeitsmarkt möglich. Flüchtlinge aus sogenannten sicheren Herkunftsländern (etwa Kosovo, Albanien, Senegal, Tunesien, Marokko oder Algerien) oder Asylbewerber, deren Asylantrag als offensichtlich unbegründet abgelehnt wurde, erhalten keine Arbeitserlaubnis. Sie werden in Rückkehreinrichtungen untergebracht, wo sie den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten müssen.

Weitere Infos zum Thema Arbeit und Integration

Viele Informationen auf diesen Seiten sind entnommen der Informationsbroschüre "Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen".