Mit Sachverstand und Leidenschaft: Flüchtlingsarbeit der Caritas

Caritas
Der Caritasverband München und Freising verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Unterstützung, Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten.

In Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Unterkünften, in Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, in Erstaufnahme-Einrichtungen und in Asylberatungsstellen werden jährlich tausende Menschen von hauptberuflich Mitarbeitenden betreut.

In den Pfarreien und Gemeinden Oberbayerns hat sich in den letzten zwei Jahren ein großartiges ehrenamtliches Engagement entwickelt, tausende Frauen und Männer engagieren sich für die Flüchtlinge vor Ort.

Für Interessierte, die sich freiwillig im Flüchtlingsbereich oder darüber hinaus engagieren wollen, gibt es eine Hotline:

Hotline
Tel. 0800 0005802
Montag mit Freitag
9.00 bis 17.00 Uhr



Asylsozialberatung 

Seit dem Balkankrieg in den 1990er Jahren ist die Asylsozialberatung der Caritas für Asylsuchende tätig und hat sehr viel Erfahrung gesammelt. Sie ist unabhängig von staatlichen Institutionen und begleitet die Flüchtlinge während der Zeit des Asylverfahrens. Die Asylsozialberater(innen) geben Auskunft rund um Asyl und Aufenthaltsstatus, unterstützen in der Organisation des täglichen Lebens und beim Ankommen in der fremden Umgebung.

Die Asylsozialberatung ist in den Caritas-Zentren in den Landkreisen angesiedelt, in Stadt und Landkreis München ist der Caritas-ALVENI-Flüchtlingsdienst ein eigener Fachbereich. Gemeinsam mit den vielen Ehrenamtlichen leisten die Asylberater(innen) einen großen Beitrag zum sozialen Frieden in unserer Gesellschaft. Mehr als hundert Mitarbeitende sind in der Asylsozialberatung in München und vielen Landkreisen in Oberbayern tätig.

Die Caritas erhält dafür öffentliche Zuschüsse, bringt aber mit Hilfe des Erzbischöflichen Ordinariats einen erheblichen Teil an Eigenmittel dafür auf. Gemeinsam mit den vielen Ehrenamtlichen leisten sie einen großen Beitrag zum sozialen Frieden in der Gesellschaft.
Alveni-Flüchtlingsdienst  
 
In Stadt und Landkreis München spielt der Caritas-Alveni-Flüchtlingsdienst für die Beratung und Betreuung der Flüchtlinge eine ganz zentrale Rolle. In den Gemeinschaftsunterkünften beraten die Alveni-Mitarbeitenden zu allen Fragen rund um Asyl und Aufenthaltsgenehmigung und organisieren das ehrenamtliche Engagement wie Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe, Treffpunkte für Frauen mit kleinen Kindern, Deutschkurse und Sportangebote. Ein Schwerpunkt ist die Betreuung und Begleitung unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge in Jugendhilfeeinrichtungen. Hunderte Jugendliche leben in Einrichtungen der Caritas, gehen in die Schule, machen eine Berufsausbildung und werden auf ein selbständiges Leben vorbereitet.

Mit zahlreichen Projekten unterstützt der Alveni-Flüchtlingsdienst seit vielen Jahren die gesellschaftliche und berufliche Integration von Asylbewerbern und Migranten. Eines der erfolgreichsten Projekte ist die Ausbildung und der Einsatz von Kulturdolmetschern: Frauen und Männer, die selbst nach Deutschland eingewandert sind, bringen nicht nur ihre Sprachkenntnisse ein, sondern vermitteln auch bei kulturbedingten Schwierigkeiten.

Weitere Infos zu den Alveni-Flüchtlingsdiensten finden Sie hier.
Bürgerschaftliches Engagement
   
Die fünf Caritas-Freiwilligen-Zentren in München koordinieren seit Herbst 2014 im Auftrag der Stadt München das freiwillige Engagement für Flüchtlinge in der Landeshauptstadt. Über tausend Freiwillige wurden in Flüchtlingsunterkünfte oder in spezielle Schüler- oder Familienpatenprojekte vermittelt. Mit einem differenzierten Fortbildungsprogramm bereiten das Münchner Bildungswerk und die Caritas-Freiwilligenzentren die ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit auf ihre Einsätze vor. Das Programm mit dem Motto „Meine – Deine – Eine Welt“ bietet regelmäßig Veranstaltungen zu Themen rund um Flucht und Migration, Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, Vorurteile und Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement. 
 
Hier finden Sie alle Angebote im Überblick.
 
Gemeinsam mit der Stadt München und den Netzwerkpartnern in München betreibt die Caritas federführend auch das Internetportal www.willkommen-in-muenchen.de, das im frei zugänglichen Bereich Informationen zum freiwilligen Engagement für Flüchtlinge bietet und den hauptberuflichen Akteuren im internen Bereich Fachinformationen und Austausch ermöglicht.
Haupt- und Ehrenamtliche Hand in Hand

Unterstützt werden die hauptberuflich Mitarbeitenden in München und Oberbayern von mehreren tausend ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern, die mit ihrem Engagement viele Angebote überhaupt erst möglich machen. Die Ehrenamtlichen geben Deutschkurse, begleiten zu Behörden und Ärzten, sorgen für Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe für die Kinder, organisieren Begegnungsmöglichkeiten und vieles mehr. Viele Angebote werden in Zusammenarbeit mit Pfarreien und Vereinen organisiert und helfen die kulturellen Unterschiede kennenzulernen.

Um den Einsatz der Ehrenamtlichen gut zu koordinieren wurden in allen Landkreisen mit finanzieller Unterstützung der Erzdiözese hauptberufliche Ehrenamtskoordinatoren in den Caritas-Zentren eingestellt. Sie organisieren für die Helfer Fortbildungen, sorgen für einen effektiven Einsatz und vermitteln bei Konflikten.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge 
 
Kinder und Jugendliche, die allein aus ihren Heimatländern geflohen sind, werden nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz in Obhut genommen und betreut. Etwa 850 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren (Stand Februar 2016) werden von Caritas und ihren Fachverbänden betreut. Zum Teil wurden eigene Einrichtungen der stationären Jugendhilfe für junge Flüchtlinge eröffnet (Alveni-Jugendhäuser), zum Teil werden sie in bestehenden Einrichtungen betreut. Sie erhalten Deutschunterricht, um möglichst einen Schulabschluss zu erreichen und einen Ausbildungsplatz zu finden. Schrittweise werden sie an ein eigenständiges, selbstverantwortliches Leben herangeführt. Die meisten jungen Flüchtlinge sind männlich, Mädchen sind in der Minderheit.
Caritaseigene Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen
 
Der Diözesan-Caritasverband hat mehrere eigene Gebäude für die Unterbringungen von Flüchtlingen bereitgestellt. In Garmisch-Partenkirchen leben seit September 2014 etwa 50 Flüchtlinge im alten Kreiskrankenhaus, das bis vor drei Jahren als Altenheim genutzt wurde und an das Caritas-Altenheim St. Vinzenz angrenzt. In Germering, Landkreis Fürstenfeldbruck, wird das stillgelegte Altenheim Don Bosco als Gemeinschaftsunterkunft für etwa 200 Flüchtlinge genutzt. Der alte, nicht mehr genutzte Teil des Altenheims St. Felicitas in Bischofswiesen, Landkreis Berchtesgadener Land, dient zur Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Bis zu 50 Jugendliche finden im Gebäude der ehemaligen Fachakademie der Caritas in München-Schwabing in einer Clearingstelle eine erste Aufnahmestelle.
Engagement in Erstaufnahme-Einrichtungen

In Erstaufnahmeeinrichtungen wie etwa im ehemaligen Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck sind Asylberater(innen) der Caritas und eine Vielzahl von Ehrenamtlichen tätig. Sie halten regelmäßig Sprechstunden ab. Sie geben Hilfestellung bei der ersten Orientierung im fremden Umfeld, beraten zu allen Fragen des Asylverfahrens, organisieren die Dinge des täglichen Bedarfs, Dolmetscher und medizinische Hilfen und arbeiten mit den Ehrenamtskoordinatoren zusammen. Willkommensveranstaltungen machen die neu angekommenen Flüchtlinge mit dem Leben, der Kultur und den Werten in Deutschland bekannt. Die Ehrenamtlichen sorgen für Sport- und Spielangebote, Kinderbetreuung und Gesprächsmöglichkeiten.

Adresse dieser Seite:
www.kirchehilft.de