Häufige Fragen


Wie viele Menschen sind zur Zeit auf der Flucht?
 
Nach den letzten Zahlen  des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR (Stand: Ende 2015) gibt es weltweit 65,3 Mio. Flüchtlinge sowie Vertriebene innerhalb der eigenen Landesgrenzen.


Woher stammen die Flüchtlinge?
 
Die weltweit meisten Flüchtlinge stammen lt. UNHCR-Bericht zur Zeit aus:

Syrien - 4,9 Millionen
Afghanistan - 2,7 Millionen
Somalia - 1,12 Millionen
Südsudan - 778.700
Sudan - 628.800
Demokratische Republik Kongo - 541.500


Warum nimmt Deutschland so viele Flüchtlinge auf?
 
Ja, die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist gestiegen: 2016 wurden bis zum August 577.065 Asylanträge gestellt.

Die meisten Flüchtlinge aber werden von den Nachbarländern aufgenommen. Die Hauptaufnahmeländer sind:

Türkei - 2,5 Millionen
Pakistan - 1,6 Millionen
Libanon - 1,1 Millionen
Iran - 979.400
Äthiopien - 736.100
Jordanien -  664.100

Informationen mit aktuellen Zahlenmaterial finden Sie auch auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge www.bamf.de.


Was ist der Unterschied zwischen Flüchtlingen und Asylbewerbern?

Nach Artikel 16a des Grundgesetzes (GG) der Bundesrepublik Deutschland genießen politisch Verfolgte Asyl. Die Verfolgung muss dabei vom Staat ausgehen.
 
Menschen, die in ihrem Heimatland wegen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, Religion oder Rasse bedroht sind, gelten als Flüchtlinge. Die Bedrohung muss dabei - anders als bei Asylbewerbern - nicht vom Staat ausgehen, sie kann auch von Parteien oder anderen Bevölkerungsgruppen kommen. 


Welchen Religionen gehören die Flüchtlinge an?

Die meisten Flüchtlinge (ca. 80%) stammen aus islamisch geprägten Ländern.
Es gibt aber auch ca. 10 – 15 % Christen, überwiegend aus afrikanischen Ländern.
 

Droht durch die Flüchtlinge eine "Islamisierung" der Gesellschaft?
 
In Deutschland leben zur Zeit zwischen 3,8 und 4,3 Mio. Muslime, das sind rund 5 % der Bevölkerung. Der größte Teil der Muslime sind  nicht Flüchtlinge, sondern (ehemalige) Migranten oder Personen mit Migrationshintergrund, die schon lange Jahre bzw. seit der Geburt in Deutschland leben. Sie sind weitgehend integriert, leben ihren Glauben und lehnen jede Form von religiös begründeter islamistischer Gewalt ab.



Was tut das Erzbistum München und Freising für Menschen, die Hilfe brauchen und keine Flüchtlinge sind?

Die Erzdiözese unterhält ein breites Spektrum an Anlaufstellen für Hilfesuchende Menschen. Die wichtigsten sind hier aufgelistet: www.erzbistum-muenchen.de/Hilfe