Kardinal-Döpfner-Haus

Kardinal-Döpfner-Haus
Kardinal-Döpfner-Haus, ©SMB
Das Kardinal-Döpfner-Haus besteht aus einem denkmalgeschützten historischen Gebäudeteil, der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz, sowie einem Anbau aus den 1960er Jahren. Die Wettbewerbsausschreibung zum Architekturwettbewerb legte fest, dass der Altbau generalsaniert und der Anbau durch einen Neubau ersetzt werden soll, lediglich die Martinskapelle, die Platz für bis zu 200 Menschen bietet, soll erhalten bleiben. Zusammen sollen die beiden Gebäudeteile dann ein zeitgemäßes Bildungszentrum mit rund 100 Gästezimmern bilden. Es soll attraktiv für Besucher und behindertengerecht ausgestattet sein, Kommunikationsflächen und Rückzugsräume bieten und für unterschiedliche Tagungen, Kurse und Seminare, aber auch für kulturelle Veranstaltungen flexibel nutzbar sein. Durch die Sanierung und den Neubau soll das Kardinal-Döpfner-Haus offener werden und neue Bezüge zu den umliegenden Außenflächen und Gebäuden erhalten. An der südwestlichen Gebäudeseite soll ein zusätzlicher Eingang eingerichtet werden und so eine Verbindung zwischen Kardinal-Döpfner-Haus und Diözesanmuseum entstehen.
 
Die ehemalige fürstbischöfliche Residenz, der historische Gebäudeteil des Kardinal-Döpfner-Hauses, war seit dem frühen Mittelalter Wohnstätte und Sitz der Verwaltung der Freisinger Fürstbischöfe. Gemeinsam mit dem Mariendom prägt das Gebäude bis heute den Domberg und das Stadtbild Freisings. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 wurde es zum Priesterseminar umgebaut. 1902 entstand als Erweiterung des Priesterseminars ein erster Anbau, der 1960 durch den aktuellen ersetzt wurde. Seit 1968, als das Priesterseminar nach München verlegt wurde, werden beide Gebäude als Bildungshaus genutzt.