Grußworte

Tobias Eschenbacher
Das Korbiniansfest gehört zu den besonderen Höhepunkten im Freisinger Jahreskreis - ohne den Heiligen ist Freising nicht vorstellbar. Korbinian ist nicht nur Patron unseres Erzbistums, sondern auch Freisinger Stadtpatron. Sein Begleiter, der bepackte Bär, bildet das Motiv des Stadtwappens und ist besonderer Sympathieträger unserer Stadt. Darüber hinaus ist der Heilige im Stadtleben und Stadtbild vielfach präsent: So besitzt Freising nicht nur den prächtigen Mariendom mit den Gebeinen des Heiligen, sondern auch das romantisch gelegene Korbiniansbrünnlein am Weihenstephaner Berg. Nach ihm sind die Korbiniansstraße, die Korbiniansschule in der Altstadt und die Korbiniansbrücke benannt, die mit ihren Heiligenfiguren die historische Stadt über die Isar hinweg mit dem modernen Stadtteil Lerchenfeld verbindet. Lernen Sie Freising kennen – beim Korbiniansfest und vielleicht auch einmal bei einem Besuch zwischendurch! Ich begrüße Sie alle sehr herzlich und wünsche uns eine frohe und gesegnete Festwoche.

Tobias Eschenbacher
Oberbürgermeister von Freising
 
 
Hans Tremmel
Es ist wohltuend, dass uns der kirchliche Jahreskreis mit seinen wiederkehrenden Festen einen gewissen Rhythmus im Leben vorgibt. Die Heiligen spielen dabei eine wichtige Rolle. In der Erzdiözese gilt dies in ganz besonderer Weise für unseren Bistumspatron, den Heiligen Korbinian. Jedes Jahr im Herbst sind wir eingeladen, zu ihm nach Freising zu pilgern. Es ist lohnenswert, die Quellen seines Lebens und Glaubens zu entdecken und dabei die eigenen Kraftquellen neu zu erschließen.
Mit dem Bild der Quelle lässt sich vieles verdeutlichen. Wer kennt nicht das beglückende Gefühl, wenn wir im Laufe einer anstrengenden Wanderung endlich eine Stelle finden, wo wir unseren Durst löschen können? Diese Erfahrung hat wohl auch Korbinian auf seinen mühsamen Reisen gemacht. Die spirituelle Urquelle unseres Bistums befindet sich freilich auf dem Domberg. Gerade weil die meisten von uns materiell trotz aller permanent wachsender Konsumbedürfnisse weitgehend gesättigt sind, dürsten wir vermehrt nach Sinn und geistlicher Tiefe. Warum also sollten wir nicht beim Schrein des Heiligen Korbinians finden, was wir wirklich suchen – das lebendige Wasser des Lebens? Dazu aber müssen wir uns aufmachen. Schöpfen wir doch gemeinsam bei der Diözesanwallfahrt aus den spirituellen Quellen, die uns dieser besondere Ort bietet. Und lassen wir uns vom Heiligen Korbinian stärken für manch staubtrockenen Alltagsweg, den wir zu bewältigen haben.
Dazu lade ich Sie herzlich ein!

Prof. Dr. Hans Tremmel
Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising