70 Jahre BDKJ München und Freising

Vor 70 Jahren hat sich der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Erzdiözese München und Freising gegründet. Bei der Registrierung am 1. Juni 1947 gehörten insgesamt 12.535 Jugendliche dem neuen Verband an. Die Vision der Gründerinnen und Gründer gilt bis heute: Als „Einheit in Vielfalt“ die Gesellschaft mitzugestalten und an gesellschaftlichen Veränderungen mitzuwirken. Unter dem Slogan „katholisch, politisch, aktiv“ engagieren sich der BDKJ und seine Mitgliedsverbände für eine „bessere Welt“. Was aber bedeutet das genau? In der Münchner Kirchenzeitung gaben Stephanie von Luttitz, BDKJ-Diözesanvorsitzende, und Claudia Hoffman, BDKJ-Öffentlichkeitsreferentin, Antworten.
Kirche, Gesellschaft, Erziehung und Seelsorge wurden bereits früh kritisch von der Jugend beäugt. Über die 1960er Jahre heißt es vom späteren Weihbischof Franz-Xaver Schwarzenböck, der von 1958 bis 1965 Diözesanjugendseelsorger war: „Mit der Demokratiebewegung kam es zu einem stärkeren Verbandsbewusstsein … Basisdemokratie war das neue Schlagwort.“

Die Jugendarbeit wurde und wird als „Lernumfeld für Demokratie“ gesehen. Der BDKJ und seine Verbände sollen ein Lernumfeld für politisches Engagement und kirchlicher Mitverantwortung sein. Dabei ist die Selbstverwirklichung Jugendlicher zentrales Anliegen der kirchlichen Jugendarbeit.  Besonders deutlich wurde dies in den 1970er Jahren, als neue Ansichten über das Verhältnis der Geschlechter die Gesellschaft prägten. Die bis dahin geltende Trennung in Frauen- und Mannesjugend wurde aufgegeben. „Die KjG hatte damit begonnen und die anderen Verbände haben nachgezogen“, sagt Wolfgang Wagner, von 1970 bis 1975 BDKJ-Diözesanpräses.
Logo 70 Jahre BDKJ
Themen, die seit 70 Jahren eine wichtige Rolle spielen sind Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Es kann schon als Markenzeichen des BDKJ gesehen werden, sich für ökologische und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Ob Nato-Doppelbeschluss, Diskussion um Wackersdorf und die Kampagne „Der Wald darf nicht sterben“ in den 1980er Jahren oder kritischer Blick auf Entwicklungshilfe, BDKJ gegen 3. Start-und Landebahn, 72-Stunden-Aktion oder die Aktion „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“, der BDKJ meldet sich zu Wort.

Seit den Anfängen immer wiederkehrende Veranstaltungen zeigen, dass der Titel des spirituellen BDKJ-Profils „Glaube bewegt“ Programm ist und bleibt. So war und ist die seit 1942 stattfindende Jugendkorbinianswallfahrt für viele Generationen Jugendlicher im Erzbistum „unser Jugendkorbi“, bei dem Wallfahren und fröhliches Miteinander zusammen gehören.

Bis heute heißt es bei der Verleihung der silbernen BDKJ-Ehrennadel – für herausragendes Engagement in der Jugendarbeit – „Christus lebe in deutscher Jugend“.

Am 15. Oktober wird im Jugendhaus Josefstal 70 Jahre BDKJ mit 100 Jugendlichen und Gästen aus dem Erzbistum München und Freising gefeiert. Mit Spannung erwartet wird der Festvortrag von Professor Martin Lechner „Integration – Innovation –Mission“, der den BDKJ und seine Geschichte sehr gut kennt und zu reflektieren weiß. Im Anschluss werden Jugendvertreter aus den Reihen des BDKJ im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Generalvikar Peter Beer und Professor Lechner über die Zukunft und die Bedeutung des BDKJ diskutieren.

Claudia Hoffmann, Stephanie von Luttitz

Weitere Informationen unter: www.bdkj.org

Öffentlichkeitsreferat im Erzbischöflichen Jugendamt
Preysingstraße 93
81667 München
Telefon: 089-48092-2140
Fax: 089-48092-2319
weitere Mailadresse: choffmann@eja-muenchen.de

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