Kirchenmusikalische Nachwuchsausbildung (D) in der Erzdiözese München und Freising

Die Abteilung Kirchenmusik der Erzdiözese München und Freising bietet geeigneten an Kirchenmusik interessierten jungen Leuten eine praxisorientierte Ausbildung an (Einstiegsalter frühestens 12 Jahre).

Der Unterricht vermittelt das gottesdienstliche Orgelspiel (liturgisch/Literatur) und Stimmbildung für die kantorale Praxis sowie Grundkenntnisse im Dirigieren, in Liturgik, Kirchenmusikgeschichte und Orgelbaukunde. 

Den Unterricht erteilen hauptberufliche Kirchenmusiker im Rahmen ihrer Wochenstundenkapazitäten. Die jeweilige Kirchenstiftung kann anteilig bis zu 15.- € pro Unterrichtstunde als Finanzierungsbeitrag einfordern (Unterrichtsvertrag).


Am Ende eines Unterrichtsjahres (Kalenderjahr) erstellt die Lehrkraft gemeinsam mit dem Schüler einen kurzen Jahresbericht, der den Leistungsstand dokumentiert.



Mindestanforderungen für die Aufnahme

  • ca. 2 Jahre Klavierunterricht
    (mindestens einfachere Polyphonie, z. B. J. S. Bach: „Kleine Präludien und Fugen“)
  • eine entwicklungsfähige Singstimme
  • Mitwirkung in einem Chor
  • (spätestens bei Aufnahme ist die regelmäßige Teilnahme an Chorproben verpflichtend)
Probezeit

Dauer: 6 Unterrichtsmonate

Ziel nach etwa 3 Jahren

  • Kirchenmusik-D-Prüfung
oder
  • Aufnahmeprüfung zum diözesanen C-Kurs

Sollte nach 3 Jahren keine der möglichen Prüfungen abgelegt werden, muss eine Verlängerung des Unterrichts beantragt werden. Am Ende eines Unterrichtsjahres (Kalenderjahr) erstellen die Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Schülern einen kurzen Jahresbericht, der den Leistungsstand dokumentiert.



ANFORDERUNGEN DER KIRCHENMUSIK-D-PRÜFUNG

Orgel:
a)       Literaturspiel
          – 2 Choralbearbeitungen (mindestens 1 mit Pedal)
          - 1 freies Orgelwerk (Postludium, mit Pedal)

b)       Liturgisches Orgelspiel (aus dem Begleitbuch zum Gotteslob mit geeigneten
 Vorspielen)
          - eine komplette Messreihe (auch aus verschiedenen zusammengestellt)
          - 5 weitere Lieder aus dem Jahreskreis
          - je 2 Teile einer Choralmesse (nicht ausschließlich „Missa mundi“) und eines    
            deutschen Ordinariums (mit Singen der Vorsänger-Teile)

Kantorengesang:
- Antwortpsalm aus dem Münchner Kantorale (unbegleitet)
- Halleluja mit Vers aus dem Münchner Kantorale (begleitet)

Dirigieren:
Elementare Schlagtechnik (Auftakt, Abschlag, verschiedene Taktarten: 3-er/4-er/6-er)

Liturgik:
Eucharistiefeier und Stundengebet (Aufbau, musikalische Gestaltung)

 

Die männliche Form meint hier immer beide Geschlechter. Dies gilt neben den Bezeichnungen Kantor und Kantorin auch für folgende Begriffspaare: Teilnehmer/Teilnehmerin, Lehrer/Lehrerin, Kandidat/Kandidatin.