SCHULPASTORAL

Neues Schulpastorallogo 2013

Foto Sozialprojekt

Auszeichnung für Sozialprojekt an der Johann-Comenius-Schule Grafing - wir gratulieren!

Im Rahmen des Wettbewerbs „Eine Klasse für sich und andere“ 2017 wurde das schulpastorale Sozialprojekt am Sonderpädagogischen Förderzentrum Grafing jetzt mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. Die Juroren von der Castringius Kinder- und Jugendstiftung und von „Gute Tat“ heben es als hervorragendes Beispiel für außerschulisches Engagement auf der Basis curricularer Lerninhalte hervor. Besonders überzeugt haben auch die Gemeinwohlorientierung und die Übernahme von Verantwortung als wesentliche Merkmale des Einsatzes.
Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse, die am Projekt teilnehmen, gehen nach einer Vorbereitungs-phase in ein Kurzzeitpraktikum in eine soziale Einrichtung am Ort - vom Eine-Welt-Laden bis zum Seniorenheim ist vieles möglich.
„In der Projektphase selbst haben alle Schüler selbständig die Einrichtungen besucht, ihre Arbeits-zeiten eingehalten, Anweisungen befolgt, sich auf neue und ungewohnte Bereiche eingelassen, Mit-arbeiter in ihren Tätigkeiten und Aufgaben beobachtet, Besonderheiten wahrgenommen und erste vorsichtige Kontakte und Begegnungen mit alten und behinderten Menschen erlebt“ erklärt Reli-gionslehrerin Monika Spensberger, die das Projekt mitinitiiert hat und zusammen mit den Klassen-
leitungen im Rahmen ihrer schulpastoralen Arbeit betreut.
„Hervorzuheben ist auch, dass die Jugendlichen viele Menschen kennengelernt haben, die in den je-weiligen Einrichtungen haupt- und ehrenamtlich arbeiten. Dabei haben sie auch erfahren, warum je-mand diesen schwierigen Dienst tut und warum er ihn sogar gern tut,“ betont Spensberger.
 
Die Preisverleihung fand am 17.11.2017 im bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst statt. Wir gratulieren allen Beteiligten zu diesem Erfolg und der damit verbundenen Anerkennung!
 
Wolfgang Dinkel
Fachbereich Schulpastoral
 
Eine ausführliche Dokumentation des Projektes finden Sie unter
www.erzbistum-muenchen.de/schulpastoral 
Rubrik „Schulpastorale Projekte“
Projekt: Sozialprojekt (Monika Spensberger)

Signet-Respekt

Respekt?!
Menschenfreundliche Schule in herausfordernden Zeiten

Schulpastorales Schwerpunktthema 2017/2018

„In der Schule von heute sitzt die Gesellschaft von morgen“.

In der Gesellschaft der Gegenwart - also mitten unter uns -  aber erleben wir vermehrt gereizte Stimmungen, respektlose und aggressive Verhaltensweisen in alltäglichen Begegnungen, den sozialen Medien und im öffentlichen Raum der politischen Auseinandersetzung - wohlgemerkt zum größeren Teil von Erwachsenen.
Ein damit verbundenes „Lernen am schlechten Vorbild“ macht auch vor unseren Kindern und Jugendlichen nicht Halt und wirkt sich auf das Zusammenleben und -lernen in der Schule aus. Auf der anderen Seite steht  die wichtige Aufgabe der Schule auch politisch zu bilden, demokratische Vollzüge erlebbar und damit konstruktive und verantwortungsvolle Mitgestaltung einer Gemeinschaft möglich zu machen.
Respekt und viele damit zusammenhängende Einstellungen und Verhaltensweisen inklusiver Bildung  können  in diesem Kontext erlebt und gelernt werden - u.a. durch die Haltung von Schulleitung, Lehrkräften und Eltern. Dies durchzuhalten ist oft herausfordernd  und kräftezehrend.
Mit den Angeboten zu unserem Schwerpunktthema möchten wir Sie bei dieser anspruchsvollen Aufgabe unterstützen und einen Beitrag leisten - auch uns ist es ein Anliegen "gutes Leben" an der Schule mit zu entwickeln.
Wir hoffen, dass Sie bei den Veranstaltungen zu unserem Schwerpunktthema und  den aktuellen  schulpastoralen Fortbildungsangeboten 17/18 genau das Richtige für Ihre Situation und Bedürfnisse finden - im gemeinsamen Engagement für eine menschenfreundliche Schule und Gesellschaft.


Unsere aktuellen Fortbildungsangebote:

Cybermobbing

Donnerstag // 9. November 2017 // 14:30 bis 17:30 Uhr

Ort: Erzbischöfliches Ordinariat München
und Freising, Kapellenstr. 4,
80335 München
Leitung: Wolfgang Dinkel
Referent: Tom Weinert
Teilnehmerzahl: 8 - 14
Anmeldung: bis 02.11.2017 über FIBS oder
im Fachbereich Schulpastoral
Kosten: keine
Zielgruppe: Alle Lehrkräfte

Gewaltfreie Kommunikation als Schulprojekt

jeweils am Donnerstag // 16. und 30. November 2017 // 14:30 bis 17:30 Uhr

Ort: Erzbischöfliches Ordinariat München
und Freising, Kapellenstr. 4
Leitung: Wolfgang Dinkel
Referent: Jürgen Bader
Teilnehmerzahl: 6 - 15
Anmeldung: bis 09.11.2017 über FIBS oder
im Fachbereich Schulpastoral
Kosten. keine
Zielgruppe: alle Lehrkräfte


Fortbildungsreihe Schulpastoral Menschen im Lebensraum Schule stärken



Zwei Schuljahre berufsbegleitend | 6 Module zu je 2 Tagen | Einzelmodule wählbar

Der Lernort Schule wird immer mehr auch zu einem Lebensort für viele Kinder und Jugendliche. Im Sinne einer ganzheitlichen Bildung soll Schule auch religiöse/spirituelle Erfahrungen ermöglichen.
 
Neben und ergänzend zu den Anliegen des Religionsunterrichts begleitet und unterstützt Schulpastoral Schüler/innen, Lehrkräfte oder Eltern auf ihrem Weg durch Höhen und Tiefen der Schul- bzw. Arbeitszeit: Mit Angeboten religiös-spiritueller Erfahrungsräume, der persönlichen Begleitung oder der Unterstützung der Schulgemeinschaft in Krisensituationen.
  
Sie sind bereits schulpastoral an Ihrer Schule engagiert?
 
Oder sind Sie an einem schulpastoralen Wirken interessiert?
 
Wir freuen uns, Ihnen ab Februar 2018 einen umfassenden Qualifizierungskurs Schulpastoral anbieten zu können, der Ihnen die Möglichkeit bietet, Ihre schulpastoralen Kompetenzen in sechs thematischen Modulen, Supervision und einer Projektarbeit zu vertiefen.
 
Mit Ihrem schulpastoralen Engagement leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Schulkultur und dazu, dass der Lebensraum Schule für alle, die dort lernen und arbeiten, zu einem möglichst guten Ort wird.
 
Ziele:
 
  • Kenntnis über Grundlagen, Selbstverständnis und Handlungsfelder der Schulpastoral
     
  • Entwicklung eines reflektierten Selbstverständnisses und Rollenprofils
     
  • Erweiterte Kompetenzen bei der Entwicklung von persönlichkeitsbildenden und spirituellen Angeboten
     
  • Grundkenntnisse für die seelsorgerliche Begleitung und Beratung
     
  • Grundkenntnisse für die Begleitung bei Verlust, Tod und Trauer
     
  • Entwicklung eines schulpastoralen Konzepts für die eigene Schule
     
  • Durchführung, Reflexion und Dokumentation eines eigenen schulpastoralen Projekts.
     
Zielgruppe: 
 
Kirchliche und staatliche Religionslehrkräfte aller Schularten

Voraussetzungen:

Theologische / religionspädagogische Qualifikation und erste eigene schulpastorale Erfahrungen; Ein Mindestdeputat von vier bis sechs Wochenstunden Katholische Religionslehre an der Praxisschule; Bereitschaft zum prozess- und selbsterfahrungsbezogenen Lernen.
 
Weitere verpflichtende Elemente der Weiterbildung:
 
  • Supervisionssitzungen in Regionalgruppen über die Dauer der Ausbildung (mind. 20 Std / je Tln. zwei Fälle, bzw. Situationen)
     
  • Durchführung eines schulpastoralen Projektes an der eigenen Schule
     
  •  Dokumentation und Reflexion des durchgeführten Projekts im Rahmen einer Abschlussarbeit
     
  • Einwöchige Exerzitien im Laufe der Weiterbildung (Mentorat für Lehrerinnen)
     
Durchführung in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildung (ILF) Gars / Inn. www.gars-ilf.de

Orte:
Fortbildungshaus der Franziskanerinnen Armstorf b. Dorfen Bildungshaus St. Rupert / Traunstein

Leitung:
Martin Berwanger, Dipl. Theologe, Rl i.K., Mitarbeiter KIS-Team, Traumapädagoge, Supervisor, Ausbildung in Psychotraumatologie und Traumatherapie 
Wolfgang Dinkel, Dipl. Religionspädagoge, Fachreferent Schulpastoral, Rl i.K., Systemischer Coach (DGSF), Bibliologtrainer 
Weitere Referentinnen und Referenten sind angefragt.

Teilnehmer/innenzahl: 14 - 18 

Kosten:
150,- € Gesamtkurs, Einzelmodul 25,-€  (+ ggf. Kosten Gruppensupervision)

Kursbeginn und -zeiten:
(Orte und Zeiten s.u.) Februar 2018 / 6 Module, jeweils von Donnerstag, 16.00 Uhr - Samstag, 16.00 Uhr

Informationsnachmittag:
19. Oktober 2017 / EOM Kapellenstr. 4 / 14.30 Uhr

Nachfragen und Information:
Fachbereich Schulpastoral, W. Dinkel (WDinkel@eomuc.de) Tel 089 / 2137 2421

Bewerbungsschluss Gesamtkurs / Modul 1:
15.12.2017 Anmeldung über FIBS (Modul 1 + 2 ab 30.08.17) - auch einzelne Module sind buchbar.
 
Teilnahme am Gesamtkurs:
Voranmeldung über ILF Gars / Fr. Schillmaier (maria.schillmaier@ilf-gars.de)
 
Rahmenbedingungen:  
Es besteht die Möglichkeit, einzelne Module zu wählen, bzw. sich gegen Nachweis von Modulen befreien zu lassen.  
Bei Kursabbruch müssen die fehlenden Kursteile innerhalb von zwei Jahren nachgeholt werden.
Bereits besuchte entsprechende schulpastorale FB-Veranstaltungen (z.B. Krisen- und Resilienzpädagogik) können gegen Vorlage der Teilnahmebescheinigung angerechnet werden.  
Übernachtungs- und Verpflegungskosten, die durch unentschuldigtes Fernbleiben entstehen, gehen zu Lasten des/der jeweiligen Teilnehmers/der Teilnehmerin.

Veranstalter:
Erzdiözese München und Freising Fachbereich Schulpastoral
80335 München
Dachauer Str. 50
schulpastoral@eomuc.de
www.erzbistum-muenchen.de/schulpastoral

Termine und Orte:
Bildungshaus St. Rupert
Rupprechtstr. 6
83278 Traunstein
Tel. 0861 / 9890116
http://sankt-rupert.de

Bildungshaus der Franziskanerinnen - Kloster Armstorf
Dorfener Str. 12
84427 Sankt Wolfgang
Tel 08081 3038 
www.bildungshaus-armstorf.com

Modul 1: 01. – 03.02.2018 (Armstorf)
Modul 2: 14. – 16.06.2018 (Traunstein)
Modul 3: 15. – 17.11.2018 (Armstorf)
Modul 4: 07. – 09.02.2019 (Traunstein)
Modul 5: 04. – 06.04.2019 (Traunstein)
Modul 6: 27. – 29.06.2019 (Armstorf)

 
 


Diözesanes Fortbildungsprogramm des Fachbereichs Schulpastoral 2017/2018

Für alle Lehrkräfte – fach- und schulartunabhängig

Flucht und Asyl

Hier finden Sie die Adressen:

a) zum Unterstützungsportal Flucht und Asyl der Erzdiözese München und Freising:


https://www.erzbistum-muenchen.de/Page039458.aspx 


b) zum Internetportal „Willkommen in München“ der Landeshauptstadt in Kooperation mit der Caritas:

https://willkommen-in-muenchen.de/ 
 
 

Ausnahmezustand - am Brasilientag schäumten die Emotionen über

Brasilien, – vielleicht erst seit der Fußballweltmeisterschaft mehr im Blickpunkt, oder wegen der bevorstehenden Olympiade, oder durch Presseberichte über Umweltkatastrophen wie einem gebrochenen Staudamm oder politische Krisen.
brasilientag-reichertshausen
Brasilien,  – ein Land von größter Vielfalt und Schönheit, davon schwärmen Reisebüros.
Brasilien, -  eine Wirtschaftmacht, das es vom Schwellenland zu einem ernstzunehmenden Handelspartner gebracht hat. Brasilen, - ein Land mit großen sozialen Problemen, ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung verarmt und entrechtet ist.
Brasilien – über dieses Land sollte die Schule einen Projekttag bekommen. Von langer Hand vorbereitet, wurden Reisebüros kontaktiert, die Universität in Bremen bis hin zur Brasilianischen Botschaft. Misereor entpuppte sich als kompetenter Ansprechpartner. Und ganz langsam begann der Tag Gestalt anzunehmen. Im Lehrerzimmer häuften sich Prospekte und Infomaterial, Ideen wurden gesammelt und Pläne geschmiedet.
 
In der Aula wehte bald eine brasilianische Flagge, Infotafeln lieferten eine erste Vorabinfor- mation, eine Landkarte zeigte Größe und Lage des Landes. In den Grundschulen Reicherts-hausen und Steinkirchen gab es bereits vor den Osterferien eine Einführung zum Thema Wasser, dem Amazonas und dem Staudammprojekt Belo – Monte. Mit großem Eifer bastelten die Erstklässler aus Schuhkartons Hütten einer Favela, einer Armensiedlung. Etwas größere Kartons waren es bei der Klasse 5a, die Gebäude von Sao Paulo nachbauten. Die Klasse 2b drehte einen kleinen Film über die Problematik von Straßenkinder und deren Hoffnung, irgendwann in ihrem Leben Anerkennung zu finden. In anderen Klassen wurden Lieder und Tänze geübt, die Klasse 8a stellte Infoflyer zum Thema her. Immer mehr ließen sich für diesen Tag gewinnen und einbinden. Dann war es soweit.
brasilientag-reichertshausen
Für die bereits ab 7:15 Uhr eintreffenden Kinder und Jugendliche wurden bei rhythmischen Klängen Bilder über Brasilien gezeigt. Dann, nach einem filmischen Kurzrückblick auf die WM, bei dem die Emotionen der Anwesenden sich bereits zu entladen begannen, begrüßte Herr Heckert die in der Aula versammelten Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und den Elternbeirat mit einem Bom dia! (portugiesisch für Guten Tag) und führte in den Tag ein: Wenn es darum gehe, ein fremdes Land kennen zu lernen, ein fremdes Volk, fremde Bräuche und Sitten, dann stehe an vorderster Stelle das Wort Respekt. Sowie die deutsche Fußballmannschaft sich nach ihrem großartigen Sieg nicht über die Verlierer lustig gemacht habe, so bedeutet Respekt den anderen gelten lassen, ihm höflich begegnen, vielleicht sich sogar in den anderen einfühlen, um ihn besser zu verstehen. Respektvoll  sei es auch, wie wir uns in unserem Schulhaus begegnen sollten.
 
Dann marschierte schon die Sambagruppe von Herrn Hartberger ein und zog mit ihren Trommeln, Glocken und Pfeifen alle in Bann. Wurde hier noch mitgestampft und geklatscht, so wurde es trotz der großen Zahl aller Grund– und Mittelschüler ganz still in der Aula, als ein ehemaliger Schüler brasilianischer Herkunft in seiner Sprache Lieder vortrug, begleitet auf seiner Gitarre. Die Klasse 2 a stellte in einem Lied die Früchte aus dem brasilianischen „Erntedankkorb“, Symbol für das reiche Brasilien, vor. Während sich die Grundschüler dann in ihren Klassenzimmern weiter mit dem Thema des Tages beschäftigten, informierten sich die Mittelschüler mit Filmen über das ferne Land, 24 mal so groß wie Deutschland, fast ein halber Kontinent.
brasilientag-reichertshausen
Schön, dass sich von Elternseite genauso wie aus dem Lehrerkollegium Einzelne anboten, in den Klassen aus persönlicher Erfahrung über Brasilien zu erzählen. Auch ein Team von Misereor bot einzelne Workshops zu den Themen Brasilien – das Land, wo die Orangen blühen und Basta – das ist unser Recht: Rechte von Kindern und Jugendlichen in Brasilien an.
 
Den Pausenverkauf stemmte der Elternbeirat mit allerlei Knabbereien aus brasilianischen Regionen, wie getrocknete Mango und Bananenchips, Maniokchips, Schoko- und Nussriegeln etc., bezogen aus dem Fair – Handel – Haus in Amperpettenbach. Die Klasse 8b schenkte fair gehandelten Orangensaft aus, viel mehr noch, sie bot südamerikanische Cocktails an, die überaus großen Zuspruch fanden. Mittags wurde dann in der Mensa von Herrn Schrader ein typisch brasilianisches Menü angeboten, das allen sehr schmeckte und vielmals gelobt wurde. So gab es an diesem Tag nicht nur viel zu sehen, sondern auch zum Schmecken und natürlich auch zum Hören und Mitmachen.
 
Nach einem Tanz der Klasse 4a kam es zu dem nicht zu bestreitenden Höhepunkt: Via Jante, eine zehnköpfige brasilianische Trommlergruppe gab ihr bestes. Da gab es kein Halten mehr, da wurde mitgeklatscht, rhythmisch auf dem Boden gestampft, ob Kinder oder Lehrkräfte, keiner konnte sich den Bewegungen entziehen. Immer wieder wurde eine Zugabe gefordert, ein lautes Rufen und Schreien, das letztendlich doch unterging in den donnernden Rhythmen der Gruppe.
Noch einmal gab es später eine Vorführung mit den Trommeln, Schellen und Pfeifen. Der Anführer der Gruppe, Mestre Laslinho - Laslão Rivera, brachte Teilen der Klassen 7 und 8 in einem Crashkurs das richtige Gefühl für das Bedienen der lauten, aber sicher nicht einfachen Instrumente, von denen er über 40 mitgebracht hatte, bei. Mit einem einfachen Daraufhauen oder Reinpfeifen war es ja nicht getan, wenn ein Furacao (Orkan) entstehen sollte.
 
Anzumerken zu diesem Tag ist sicher, dass auch Senioren aus den Haus Raphael mit anwesend waren. Anzumerken sicher auch, dass jede Menge Kataloge, Prospekte, Flyer, die auflagen, mitgenommen wurden. Anzumerken, dass Mensa wie Aula brasilianisch geschmückt waren. Anzumerken, dass viele im Hintergrund an der Gestaltung des Tages beteiligt waren. Allen gilt ein großer Dank. So ein Tag gibt dem Schulalltag sicher nicht nur Abwechslung, es ist ein Lernen auf andere Art, ein Tag der begeistert. So etwas gelingt aber nur in seiner Nichtalltäglichkeit.

  Georg Heckert, RL i. K.
brasilientag-reichertshausen


Flyeer 2014 Vorderseite

Flyer der Schulpastoral der Erzdiözese München und Freising


Arbeitshilfe "Aufbrechen mit Abraham"

Den Übergang von der Grundschule
auf weiterführende Schulen gestalten
Titelbild AH
Jedes Jahr beschäftigt der Aufbruch von der Grundschule an weiterführende Schulen unzählige Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse.
Die vorliegende schulpastorale Arbeitshilfe möchte Lehrkräfte vor Ort darin unterstützen, die Schülerinnen und Schüler in der herausfordernden Situation zu stärken und Zuversicht in diesem Übergang zu wecken.
Die Auseinandersetzung mit Teilen der Abrahamsgeschichte lädt die Kinder ein, alle Ressourcen zu entdecken, die sie auf ihrem neuen Weg bestärken können.
Die Arbeitshilfe beinhaltet verschiedene Module, die von den (Religions-)Lehrkräften selbst gewählt und durchgeführt werden können. Darüber hinaus findet sich das Modell eines abschließenden Wortgottesdienstes, bzw. Hinweise zu einer Versammlung im Gebet, in der auch ein möglicher interreligiöser Kontext berücksichtigt wird.
Einzelexemplar: kostenlos
ab 5 Stück: 2,00€ Schutzgebühr /Stück

Hrsg: Fachbereich Schulpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat München,
Dachauer Str. 50, 80335 München, Tel. 089 2137-1532
Telefax 089 / 2137-27-1532
E-Mail: Schulpastoral@eomuc.de

Bezug: Religionspädagogische Materialstelle
Schrammerstraße 3, 80333 München
Fragen zur Bestellung bitte nur unter folgender Nummer:
Telefon (089) 2137-1411 Telefax (089) 2137-1575
E-Mail: relpaed-materialstelle@eomuc.de

Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 12.00 Uhr, Mo - Do 14.00 - 16.00 Uhr
oder über den Fachbereich Schulpastoral (Kontakt s.o.)

Weitere Informationen, sowie Materialien zum Projekttag finden Sie auch auf der Homepage des SPZ Erding unter:
http://www.schulpastorales-zentrum-erding.de/index.php?id=203


"Aufbrechen mit Abraham" - ein Erfahrungsbericht

Die Arbeitshilfe „Aufbrechen mit Abraham. Den Übergang von der Grundschule auf weiterführende Schulen gestalten.“ enthält in drei möglichen Stationen Anregungen einen Tag für 4. Klassen nach dem Erhalt der Übertrittszeugnisse zu gestalten. Ich habe einen solchen Tag an der GS Isen unter der Leitung von Andrea Schirnjack (Leiterin des SPZ in Erding) erlebt und möchte meine Eindrücke und Erfahrungen schildern.
 
Zur Vorbereitung des Projekttages für die 4. Klassen der GS Isen hatte sich Frau Schirnjack mit der Religionslehrerin der Schule, Frau Walburga Baumann-Strobl, getroffen. Dort hat sie das Projekt mit der Arbeitshilfe vorgestellt und es wurden die Stationen ausgewählt, Rahmenbedingungen,der Materialbedarf und die Arbeitsaufteilung besprochen.
 
Am 2. Juli morgens bereiteten wir die letzten Materialien an der Schule vor. Dann versammelten sich die drei 4. Klassen mit den Lehrerinnenund Lehrern im Musiksaal der Schule zum gemeinsamen Beginn. Die Schülerinnenund Schüler saßen im großen Kreis, in der Mitte war ein großes Tuch ausgebreitet.Frau Schirnjack begrüßte alle Anwesenden und führte mit der Figur eines „Abraham“ in den Tag ein.
Anfangsbild im Musiksaal
Anschließend ging jede Klasse in das eigene Klassenzimmer. Ich war bei der Klasse von Frau Schirnjack dabei; die Religionslehrerin und der Schulsozialarbeiter betreuten die beiden anderen Klassen. Die Klassenlehrerinnen waren als Unterstützung mit dabei.

Die Klasse setzte sich im Kreis auf mitgebrachten Decken oder Kissen auf den Boden und wir haben das Lied „Hilf uns glauben wie Abraham“gelernt. Nach einer kurzen Einstimmung wurde der Text von der Berufung und dem Aufbruch Abrahams in ein fernes Land vorgelesen. Abraham wird als reicher Mann,der viele Schätze hatte, die er auf seinen neuen Weg mitnimmt, vorgestellt. Frau Schirnjack verglich die Situation Abrahams mit der der Schüler/-innen, die sich auch bald in unbekanntes Gebiet, eine neue Schule und Klasse usw. aufmachen.Die Schüler/-innen sollten darüber nachdenken, welche „Schätze“, also besondere Stärken und Fähigkeiten, sie haben und mitnehmen.
Anfangskreis im Klassenraum
Im folgenden Teil wurde es praktisch: Jeder Schüler/jede Schülerin erhielt einen Bastelbogen für eine „Schatztruhe“, sowie Vorlagen für ihre „Schätze“ in Form von auf buntes Papier kopierten „Münzen“ und „Edelsteinen“. Jede/-r sollte nun mindestens drei Münzen/Edelsteine mit den eigenen Stärken/Fähigkeiten beschriften. Während den meisten etliche Stärken und Fähigkeiten einfielen, brauchten manche Schüler/-innen Unterstützung.
Sch basteln
Unter der Anleitung von Frau Schirnjack wurden die Schatztruhen fertiggestellt und die „Schätze“ hineingelegt. Zum Abschluss der ersten Station trafen wir uns wieder im Kreis und wer wollte, durfte einen oder zwei der eigenen „Schätze“ vorlesen. Die erste Station dauerte ca. 60 Min, anschließend machten wir Pause.

Bei der zweiten Station ging es dann um Gottes Verheißung fürAbraham unter dem Sternenhimmel. Nach dem Vorlesen der Bibelstelle verteilte sich die Klasse mit ihren mitgebrachten Decken und Kissen auf dem Boden. Der Klassenraum wurde verdunkelt und  Frau Schirnjack lud die Schüler/innen  zu einer Phantasiereise „Unter dem Sternenhimmel“ ein. Dabei sollten sie sich ihrer eigenen Träume und Wünsche bewusst werden.
Fantasiereise
Im Abschnitt „Sicherung und Ausdruck“ hatten dieSchüler/-innen dann die Aufgabe, einen „Sternenhimmel“ zu gestalten. Dazu bekamen sie ein Blatt mit „Sternen“-Vorlagen und ein blaues Blatt als „Himmel“. Jeden ihrer Wünsche und Träume schrieben sie dann auf einen Stern  und klebten die Sterne  dann ausgeschnitten auf den „Himmel“. Zusammen mit den Schatztruhen und den „Sternenhimmeln“ versammelten wir uns dann wieder im Kreis und jede/-r durfte uns von den eigenen Träumen und Wünschen erzählen. Die „Träume“ vieler Buben der Klasse hatten mit Fußball zu tun, was wohl hauptsächlich an der gerade stattfindenden Fußball-WM lag. Auch die zweite Station dauerte insgesamt ca. eine Stunde.
Schlussmitte in der Klasse
Zum gemeinsamen Abschluss bei einer Versammlung im Gebet gingen wir wieder in den Musiksaal. Dort haben alle ihre Schatztruhen und Sternenhimmel auf das Tuch in der Mitte gelegt. Das Thema der Versammlung im Gebet war „Gott geht mit“ – sowohl mit Abraham, als auch mit den Schülern/-innen. Am Ende der Versammlung im Gebet wurden die Schüler/-innen, die das wollten, einzeln gesegnet.
Musiksaal Gebet Schluss
Alle Beteiligten versammelten sich schließlich noch imSchulcafé. Dort wurden die von den Schülern/-innen mitgebrachten Speisen aufeinem Buffet zusammengestellt und noch gemeinsam gegessen. Um 13:00 Uhr war der Projekttag „Aufbrechen mit Abraham“ dann zu Ende.
Mir selbst hat dieser Projekttag sehr gut gefallen. DieSchüler/-innen waren mit Interesse und Eifer dabei. Die Abwechslung zwischen Eindruck und Ausdruck, d. h. Bibeltext und Auslegung und eigenem kreativen Tun, hat mich angesprochen. Ein solcher Tag für die Schüler/-innen ist nur durch den lobenswerten Einsatz der Lehrkräfte vor Ort möglich und für die Schüler/-innen war es mit Sicherheit ein schöner Tag in der Schule. Ich kann dieses Projekt und die dazugehörige Arbeitshilfe sehr empfehlen und werde es in meine schulpastorale Referententätigkeit aufnehmen und weiterverbreiten.
 
München,den 09.07.2014
 
Michael Pfister
Fachreferent

 

Neues Internetportal: Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen Einrichtungen

Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen<br/>Einrichtungen
www.praevention-kirche.de
Auf Initiative der Kommission Erziehung und Schule der Deutschen
Bischofskonferenz ist ein neues Internetportal zum Thema "Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen Einrichtungen" entstanden, bei der auch externe Berater mitgewirkt haben. Das Internetprortal beherbergt verschiedene Bereiche der Präventionsarbeit.

Portaladresse:

http://www.praevention-kirche.de

Internetseite zum Thema: "Prävention von sexualisierter Gewalt an katholischen Schulen, Internaten undKindertageseinrichtungen"

Prävention von sexualisierter Gewalt in kath. Schulen, Internaten und Kindertageseinrichtungen
www.praevention-bildung.dbk.de
Diese Internetseite ist Bestandteil des übergeordneten Portals www.praevention-kirche.de und hat die Präventionsarbeit speziell in den Bereichen Bildung, Schulen, Internaten und Kindertageseinrichtungen zum Inhalt.

Adresse der Seite:

www.praevention-bildung.dbk.de

Deputatstunden für Schulpastorale Projekte

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Neues Schulpastorallogo 2013