Stadtpastoral

Aussicht vom Alten Peter

„Bemüht euch um das Wohl der Stadt…“

(Jeremia 29,7)

Diesem Wort aus dem Alten Testament fühlt sich der Fachbereich Stadtpastoral verpflichtet – in der City von München, wie auch in den Städten unseres Erzbistums. Überall dort, wo ein lebendiges Miteinander zu finden ist, möchten wir im Zusammenspiel mit den Menschen der Botschaft Jesu, auf vielfältige Art und Weise, ein neues „Gesicht“ geben. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen in der City – egal ob für Touristen oder Pilger, ob zum Einkaufen oder zum Arbeiten, für alle wollen wir mit kreativen Gestaltern Impulsgeber und Unterstützer sein. 

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Zum Fachbereich „Stadtpastoral“ gehören ebenso die Sachgebiete:


Im Rückblick

Titel
Erinnerung
Rosa Glas





LANGE NACHT DER MÜNCHNER MUSEEN 2017 IN DER EHEM. KARMELITERKIRCHE:
 
DIE ERINNERUNGSMANUFAKTUR
Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll,
ist schon geschehen…
nach Kohelet 3,15

 
Eine ERINNERUNGSMANUFAKTUR
oder: Wenn meine Erinnerung ein Farbe erhält

Erstmalig ist die Stadtpastoral
bei der Langen Nacht der Münchner Museen dabei

 
Irgendetwas ist anders als sonst – dort wo täglich viele Menschen im gewohnten Alltagsgetriebe vorbeigehen, bleiben sie an diesem Abend spontan stehen. Ein sich stets veränderndes Farbbild strahlt aus den großen Fenstern der ehemaligen Karmeliterkirche in die Lange Münchner Museumsnacht und lockt Neugierige an.
 
Betritt man den Raum, geht es nicht minder bunt zu. Genau in der Mitte steht ein weit ausladendes Regal, in großen Buchstaben darüber: ERINNERUNGSMANUFAKTUR.
„Was soll das sein?“ fragen so manche Besucher. Doch bald darauf steht auch deren farbiges „Erinnerungsglas“ bei den vielen anderen Gläsern im Regal. Somit weiß jeder nun ganz genau, dass ihr bzw. sein Glas etwas Einzigartiges hat, genauso wie ihre bzw. seine unvergessliche Erinnerung, die sie/er dazu auf ein eigenes Etikett aufgeschrieben und am Glas befestigt hat.
 
Der Besucher wird an diesem Abend nicht allein gelassen. Hilfsbereite Menschen gehen auf die Fragenden zu und doch entscheidet jeder selbst, welche Farbe oder Farbmischung – und ganz wichtig, wieviel Farbe er für seine Erinnerung(en) benötigt.
 
Zu diesen farbigen Erinnerungen gehören kleine und große Momente im Leben – von Erfolgen und Misserfolgen, von Abenteuern, Enttäuschungen, Neuanfängen, unvergessliche Begegnungen und Abschieden. So erinnert sich jemand gerne an die Geburt seiner Tochter, ein anderer an das Scheitern im Studium; eine erinnert sich an den ersten Helikopterflug im Urlaub, ein anderer an die Hochzeit oder den ersten Kuss, sowie die letzte Erinnerung an einen lieben Menschen und sehr vieles mehr.
 
Für viele ist das „Erinnerungsglas“ erst perfekt, wenn auch noch ein passender Aufkleber auf dem Glasdeckel angebracht ist. Eine reichhaltige Auswahl mit ganz unterschiedlichen (Bibel-)Zitaten liegt dazu aus, so z. B. „Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände – nach Jesaja 49,16“ oder: „Der Herr, dein Gott ist mit dir bei allem, was du unternimmst – nach Josua 1,9“, ebenso: „Du bist vertraut mit all meinen Wegen! – nach Psalm 139,3“, aber auch ein Zitat des Mystikers Franz von Sales darf nicht fehlen: „Blühe, wo du gepflanzt bist“.
 
Die ERINNERUNGSMANUFAKTUR unterscheidet sich wahrscheinlich von ihrer Art dann doch deutlich von allen anderen Veranstaltungen in dieser Museumsnacht: Nicht ein Kunstwerk eines bestimmten Meisters gilt es zu bestaunen, vielmehr wird die eigene prägende Erinnerung zum Teil eines Gesamtwerkes – ohne dieses eine Glas ist sozusagen das Kunstwerk unvollständig. Einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil des eigenen Lebens zu bestaunen und zu erkennen, dass all dies geschehen durfte auf dem gemeinsamen Weg mit einem der alle Höhen- und Tiefenwege mitgeht – was kann es denn Schöneres, Bestaunenswerteres geben?
 
Für viele ist dies ein sehr emotionaler Moment, der eine ganz besondere Stimmung erzeugt und wunderbar vom Chor „Vox Nova“ unter der Leitung von Andreas Stadler aufgenommen wird. Ihr ruhiger Madrigalgesang lädt dabei zum Verweilen und Nachklingen ein, gerne bei einem Glas Wein und einem kleinen belegtem Brot in den verschiedenen sanft ausgeleuchteten Ecken der ehemaligen Karmeliterkirche.
 
Am frühen Morgen erstrahlen die Gläser in den Regalen mit ihren farbigen und kostbaren Erinnerungen einer ganzen Stadt. In dieser Nacht wurde neu Geschichte geschrieben; passend an einem Ort, an dem sich nur eine Mauerstärke entfernt, die Erinnerungen des gesamten Erzbistums im dortigen Archiv befinden.
 
Am Ende haben über 1.000 Menschen die ERINNERUNGSMANUFAKTUR besucht. Georg Schmidtner und Florian Wagner vom Fachbereich Stadtpastoral, sowie die Erschaffer der Manufaktur, die „StiftungFreizeit“ aus Berlin, sind dankbar für das große Interesse, sowie die vielen persönlichen Erinnerungen und Gespräche. Sie freuen sich auf eine weitere „Lange Nacht der Münchner Museen“ im nächsten Jahr, bei dem diese Geschichte weitergeschrieben werden soll.
 

Farbverteilung
Erinnerung
G
Chor

Im Rückblick

NIMM DIR ZEIT

Die Citypastoral München lädt zum Anhalten und Nachspüren ein "Nimm dir Zeit!" - Eine Aktion zum Entschleunigen vor St. Michael in der Münchner Innenstadt

Ende Mai, sowie beim diesjährigen Münchner Bennofest legte die Citypastoral zusammen mit der StiftungFREIZEIT aus Berlin eine Entschleunigungsspur vor St. Michael, sowie vor dem Liebfrauendom aus.

Hinter der Einladung, dieser Spur zu folgen, stand das Motto "Nimm dir Zeit!".
Die Citypastoral bot mit ihrer Entschleunigungsspur kleine Inseln zum Anhalten an mit dem Ziel, "den wertvollen spirituellen Schatz, den wir haben", an die Menschen zu vermitteln, so Abteilungsleiter Georg Schmidtner.

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Bank
Verkehrszeichen
Kirche

Aktuell: Aktion Ruhe-Kissen

Ruhe-Kissen
Aktion „Ruhe-Kissen“
 
Egal an welcher Straße, an welchem Platz und Ort man sich auch (in der Stadt) aufhält – überall dringen eine Vielzahl von Stimmen, Lärmgeräuschen und lautstarken Appellen an unser Ohr. Die Möglichkeit wirklich zur Ruhe zu kommen, in die Stille zu gehen, sei es auch nur für wenige Augenblicke, ist nicht einfach. Die vielen Störgeräusche im Alltag machen es sehr schwer, Momente der inneren Einkehr und Besinnung zu finden.
 
Aus diesem Grund startete der Fachbereich Stadtpastoral zur Adventszeit 2016 die Aktion „Ruhe-Kissen“: Jeder Interessierte erhielt in der belebten Innenstadt ein kleines „Ruhe-Kissen“ aus Karton, gefüllt mit schalldämpfenden Ohrstöpseln. Ergänzt wurden diese Kissen mit einem ermutigenden Bibelwort und einem eigenen „Ruhe-Raum“ im Innenteil. Damit kann jeder sich selbst (handschriftlich) erinnern, Momente der Ruhe und Besinnung bewusst im Alltag einzuplanen. Die „Ruhe-Kissen“ wurden zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten zwischen Stachus und Viktualienmarkt verteilt. Die Aktion stieß auf große Resonanz. So kam es immer wieder zu kurzen Gesprächen. Viele fanden die Kissen als gute Idee und Kontrast zum lauten Innenstadtlärm. Insgesamt wurden ca. 3.000 Ruhe-Kissen verteilt. Auch 2017 soll die „Ruhe-Kissen“-Aktion fortgeführt werden. 

Tragweite ohne Text

Gästebuch der Ausstellung Tragweite


Unsere Veranstaltungs-Tipps ab 22. Januar 2017

moonlight prayer 2017
 
 
 

Ausstellung Tragweite erfolgreich zu Ende!

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