Pfarrverband Achdorf-Kumhausen

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Besondere Termine und kirchliche Feste in unserer Pfarrei

Erntedank als Ernstfall des Lebens

Am Sonntag, den 25.9.2016 fand in der voll besetzten Aula der Marlene Reidel - Grundschule Kumhausen der Gottesdienst zum Erntedankfest statt, der vom Chor „Zwischentöne“ musikalisch begleitet wurde.
Zu Beginn seiner Predigt nahm Dekan und Pfarrer Alexander Blei den Altar in Augenschein, der mit verschiedenen Früchten, Blumen und Getreideähren wundervoll geschmückt war. „Hierfür dürfen wir Gott dankbar sein“, so Blei, aber dann würden schon die Schwierigkeiten beginnen: „Wie soll die Ernte gerecht verteilt werden?“
In der Lesung des aktuellen Evangeliums landet der reiche Mann nach seinem Tod in der Hölle, während der arme Lazarus, der zu Lebzeiten schon zufrieden gewesen wäre, wenn er von den Resten der Mahlzeiten des Reichen etwas abbekommen hätte, in den Himmel kommt. Gott tritt dabei mit dem Reichen in einen Dialog und teilt ihm mit, wie er es hätte besser machen können, wie ein gerechtes Teilen hätte aussehen können. Auch in unserer Zeit, so Dekan Alexander Blei, wären die Strukturen zur Gestaltung einer gerechteren Welt vorhanden, die Politiker und die Bevölkerung müssten sie nur nutzen. So erwähnte er die Europäische Union, die die Möglichkeit hätte, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.
Einen Hinweis darauf, dass es nicht Gottes Wille sei, dass die Menschen erst in der Ewigkeit Gerechtigkeit widerfahren soll, sah Pfarrer Blei in einer Bibelstelle aus dem Alten Testament, in der an uns appelliert wird, „das ewige Leben schon heute zu ergreifen“. Das, so Dekan Alexander Blei bedeute, schon heute mit einer fairen Art und Weise zu beginnen, den Wohlstand zu verteilen. „Erntedank ist deshalb der Ernstfall des Lebens“, so sein Resümee.
Gelegenheit, einen kleinen Beitrag, faire Handelsbeziehungen zu Ländern zu unterstützen, in denen es den Menschen wirtschaftlich und sozial wesentlich schlechter als uns geht, bot sich den Gottesdienstbesuchern beim Verkaufsstand des Arbeitskreises „Eine Welt“ im Anschluss an den Gottesdienst.
Reichlich Gelegenheit zum Ratschen gab es beim  Frühschoppen sowie bei Kaffee und Kuchen, wozu der Pfarrgemeinderat traditionell einlud.
Der Erlös hiervon wird diesmal an das Projekt „Mutter-Kind-Haus“ der Caritas gespendet.
 
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Pfarrer und Dekan Alexander Blei am wundervoll geschmückten Altar
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Jugendliche Helfer verkaufen fair gehandelte Produkte aus dem „weltladen“

Am 16.3.2016 fand in der Mehrzweckhalle der Gemeinde Kumhausen ein Vortag mit dem Titel „Wasser zum Leben“ statt.

Veranstalter war der Pfarrverband Achdorf- Kumhausen in Zusammenarbeit mit dem christlichen Bildungswerk Landshut. Der in Achdorf wohnende Referent Dr. Herbert Hruschka führt ehrenamtlich für die so genannte „WasserStiftung“ weltweit Projekte zur Wassergewinnung durch.
Bevor der Referent auf die durchgeführten Projekte im afrikanischen Land Eritrea einging, berichtete er von einem weitweit seit 1950 stark steigendem Wasserverbrauch. Dies ist einer von mehreren Gründen für eine zunehmende Verschlechterung der Versorgung der Bevölkerung in bestimmten Regionen der Erde. So waren im Jahr 2000 von den damals 6 Mrd. Einwohnern 75% ausreichend mit Wasser versorgt. Prognosen zu Folge wird dies im Jahr 2025 lediglich bei 46% der dann voraussichtlich 8 Mrd. Menschen der Fall sein.
Ein wesentliches Ziel der Wasserstiftung ist es daher mit einfachen, umsetzbaren Konzepten die Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern.
Die Einwohner in den Dörfern Eritreas legen meist große Wege zum Transport von Trinkwasser in ihre Hütten zurück. Dr. Hruschka berichtete beispielhaft von einem Mädchen, das dabei einen 20 l –Wasserkanister auf seinem Rücken transportierte.
Um diese Situation zu verbessern, wurden in den beiden Beispieldörfern Trinkwasserbrunnen gebaut und das Wasser mit Hilfe von Photovoltaik in höher gelegene Sammelbehälter gepumpt. Von dort fließt es in die im Dorf gelegene Zisternen. Diese sind so geplant, dass kein Einwohner beim Wasserholen mehr als 200 m zurücklegen muss. Für die Entnahme des Wassers müssen die Menschen einen kleinen Betrag bezahlen. Aus den Reihen der Dorfbewohner wird ein so genanntes „Wasserkomitee“ gegründet, das die Gelder verwaltet und die Verantwortung für die künftige Funktion der Anlage übernimmt. Leider, so der Referent, verhindere es die politische Lage in Eritrea derzeit, dass Mitarbeiter der Wasserstiftung in die Dörfer fahren können, um dies zu kontrollieren. Ausländern, so Dr. Hruschka sei es nämlich von der Regierung nicht erlaubt, die Hauptstadt des Landes zu verlassen. Deshalb führe die Wasserstiftung in diesem Land keine neuen Projekte durch. Sehr beeindruckt zeigte sich der Referent abschließend von der großen Dankbarkeit der Bevölkerung.
Nach dem Vortrag gab es viele Fragen von den Zuhörern. Dabei meldeten sich viele Jugendliche zu Wort, die diesen Vortrag im Rahmen ihrer Firmvorbereitung besuchten. Dabei zeigte sich, dass das lebenswichtige Element „Wasser“ mit vielen Lebensbereichen in Beziehung steht: So ging es u. a. um technische Fragen, die Sicherheit unserer Trinkwasserversorgung im Landkreis Landshut und die Rolle der Frau in Eritrea.
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Als kleines Dankeschön überreichte Siegi Pschibul-Markgraf (rechts) im Namen des Pfarrverbandsrats einen Geschenkkorb mit fair-gehandelten Produkten an Dr. Herbert Hruschka (links)

Fröhliches Miteinander am 14. November 2015 im ehemaligen Gasthaus Bauer in Kumhausen

Der Integrationskreis Kumhausen lud am vergangenen Wochenende zum zweiten Begegnungscafe in den ehemaligen Gasthof ein, damit sich die Bürger der Gemeinde und die dort lebenden Asylbewerber besser kennenlernen können. Das Kuchenbuffet war dank der Spenden gut gefüllt, sowohl Gemeindemitglieder als auch die Bewohner der Unterkunft hatten fleißig gebacken. Besonders ein Kuchen mit der Aufschrift „Danke Deutschland“ fand großen Anklang.  Eine Gruppe von Flüchtlingen hatte außerdem Rosen mitgebracht, die sie an alle Anwesenden verteilten, als Zeichen ihrer großen Dankbarkeit und ihrer Verbundenheit mit den Deutschen.  Schnell waren alle Tische gefüllt und auch gut durchgemischt, auf Englisch, Deutsch und zur Not mit Händen und Füßen wurden lebhafte Gespräche geführt.
Die Vorsitzende des Integrationskreises Nicole Schäfer hieß alle herzlich willkommen und freute sich über die gute Resonanz sowie die tolle Unterstützung durch die Kumhausener. Viele ehrenamtliche Helfer sind stets bemüht den Neuankömmlingen das Eingewöhnen zu erleichtern. Gerne sind noch neue Mitarbeiter willkommen.  Pfarrer Alexander Blei bedankte sich ebenfalls beim Helferkreis und ging auf die verteilten Rosen ein, die  ja ein Zeichen der Liebe sind und die damit auch ein starkes Symbol gegen Fremdenfeindlichkeit und jede Form des Terrors sein können.
Die angesetzten drei Stunden vergingen wie im Flug und von allen Seiten wurde die Veranstaltung sehr positiv bewertet. Eine Stärkung des Kontaktes zwischen den Gruppen soll und wird durch weitere solche Treffen angestrebt.
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Am Sonntag, den 7.6.2015 veranstaltete der Pfarrgemeinderat Grammelkam mit Preisenberg und Kumhausen ein „internationales Begegnungscafe“

Das Treffen mit den Neuankömmlingen in der Gemeinde fand im ehemaligen Gasthof Bauer statt. 75 Personen, darunter ca. die Hälfte Asylbewerber, folgten der Einladung, um gemeinsam bei Kaffee, Tee und Kuchen ins Gespräch zu kommen.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegard Kurz erklärte die Beweggründe: “Für uns als Christen sind alle Menschen vor Gott gleichwertig“. Sie erhoffe sich von dem Treffen einen Beitrag dafür, dass Menschen gut miteinander leben können.
Dekan Alexander Blei hieß die Gäste herzlich willkommen und sagte, er sei zuversichtlich, dass aus dieser Begegnung erste Freundschaften entstehen könnten.
Erster Bürgermeister Thomas Huber begrüßte alle Gäste ebenfalls und bedankte sich beim Pfarrgemeinderat für die Umsetzung dieser Idee. Sein Dank ging auch an die zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer in der Gemeinde Kumhausen. MdL Rosi Steinberger habe sich von Anfang an um die Flüchtlinge gekümmert und Gaby Lorenz trage als Koordinatorin des Helferkreises nunmehr die Hauptlast.
Anschließend wurden die Gruppen aus den unterschiedlichen Herkunftsländern vorgestellt: Zahlreiche Menschen aus Afghanistan und einige Familien mit Kindern aus dem Kosovo. Die Gruppe aus den afrikanischen Ländern Senegal und Eritrea wurde von Yaya Diatta vorgestellt. Er spricht bereits gut deutsch und absolviert seit Herbst eine Ausbildung als Koch am Achdorfer Krankenhaus. Länger als geplant dauerte das Zusammensein, bei dem viel in deutscher, englischer und französischer Sprache „geratscht“ wurde. Ihre Bereitschaft zur Integration stellten die Asylbewerber unter Beweis: So halfen sie zum Schluss tatkräftig beim Aufräumen mit.
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Yaya Diatta bei seiner Vorstellung
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Buntes Miteinander bei Kaffee und Kuchen
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Vollbesetzt war die Gaststube
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So schnell schließen Kinder Freundschaft

Am Sonntag, den 8.3.2015 fand in der voll besetzten Aula der Grundschule Kumhausen ein Gottesdienst mit anschließendem Fastensuppenessen statt.

Dabei wurden die Kommunionkinder der Pfarrei vorgestellt.
Das diesbezügliche Motto, „Wir sind alle in einem Boot“ war auch das Thema des Evangeliums. In dieser Erzählung geraten die Jünger mit Jesus auf einem Boot in ein Unwetter und haben Angst. Jesus setzt dieser Angst den Glauben entgegen, droht den Gewalten des Meeres und sorgt so dafür, dass wieder Stille einkehrt. Pfarrer und Dekan Alexander Blei wies daher in seiner Predigt darauf hin, dass es im Leben „Sturmphasen“ gibt, jeder aber auch immer wieder Phasen der Ruhe und Entspannung benötigt.
Im Anschluss an den Gottesdienst, der von einem Rhythmuschor aus der Pfarrei  begleitet wurde, lud die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegard Kurz alle zum traditionellen gemeinsamen Fastensuppenessen ein. Die Fastensuppe wurde wie immer in sorgsamer Kleinarbeit von Mitgliedern des Pfarrgemeinderats eigenhändig zubereitet. Dazu gab es selbstgebackene Kuchen und fair gehandelten Kaffe.
Der Erlös wird dieses Jahr an die „Selbsthilfegruppe Leukämie Landshut“ gespendet.
Kaffee und weitere fair gehandelte Produkte wie z.B. Tee, Schokolade und Süßigkeiten konnten die Gottesdienstbesucher am Verkaufsstand des „Eine Weltladens“ erwerben.
Wie immer zu diesem Ereignis verkauften die Ministranten selbst gebastelte Osterkerzen.
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Pfarrer und Dekan Alexander Blei (Mitte) zelebrierte den Gottesdienst
links: Pastoralreferent Phillip Pfeilstetter
Fastensuppenessen 2015
Ein neugeschaffender Rhythmuschor aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen begleitete den Gottesdienst

Am Sonntag, den 28.9.2014 fand in der voll besetzten Aula der neu renovierten Grundschule Kumhausen der Gottesdienst zum Erntdankfest statt.

Traditionell lud der Pfarrgemeinderat anschließend zum gemütlichen Beisammensein ein.
Im Matthäus-Evangelium war vom Senfkorn, dem kleinsten Samenkorn, die Rede.
Es braucht etwas Zeit für seine Entwicklung, bringt jedoch die größte Ackerpflanze hervor.
Beim Erntedankfest, so Pfarrer Alexander Blei in seiner Predigt, bedanken wir uns für die Früchte der Erde. Landwirte und Gärtner erzeugen Früchte mit wertvollen Inhaltsstoffen, die wir zum Leben brauchen.
Dafür bedanken wir uns. Es gibt jedoch noch eine weitere Ebene: Auch für die Ernte unseres Lebens können wir dankbar sein. So berichtete Pfarrer Blei von einer Feier zum 50. Hochzeitstag eines Paares, der in tiefer Dankbarkeit begangen wurde. Das Zusammensein mit dem Ehepartner sowie die aus der Ehe hervorgegangen Kinder und Enkelkinder wurden von den Jubilaren als „Ernte des Lebens“ gesehen.
Doch auch für die Fähigkeiten, die jeder von uns hat, dürfen wir Gott danken. Dazu gehöre auch die Fähigkeit, sich für andere Menschen einzusetzen. In diesem Zusammenhang erwähnte Pfarrer Blei auch die Mitgliedschaft einer Pfarrgemeinderätin im Unterstützerkreis von Kumhausener Bürgern, die sich für die Belange der im Gemeindegebiet untergebrachten Flüchtlinge einsetzen. Einige der Flüchtlinge waren der Einladung zu diesem Erntedankfest gefolgt.
Anschließend trafen sich Alt und Jung wieder, um bei einem gemütlichen Ratsch gemeinsam Würstl bzw. Kaffe mit Kuchen zu verzehren.
Außerdem bot der Arbeitskreis „Eine Welt“ wieder fair gehandelte Waren zum Verkauf an.
Der Erlös aus der Bewirtung wird dieses Jahr zur Unterstützung der in Kumhausen untergebrachten Flüchtlingsfamilien verwendet.
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Der mit Früchten geschmückte Altar
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Pfarrer Alexander Blei zelebrierte den Gottesdienst mit Pastoralreferent 
Philipp Pfeilstetter (3. von links) und den Ministranten
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Reger Andrang herrschte am Verkaufsstand des „Eine Welt Ladens“

Am Sonntag, den 30.3.2014 fand in der voll besetzten Aula der Grundschule Kumhausen ein Gottesdienst mit anschließendem Fastensuppenessen statt.

In seiner Predigt griff Pfarrer Alexander Blei die Kernaussage der Lesung von „Samuel“ im alten Testament heraus, die auch der Schriftsteller Antoine de Saint Exupery im kleinen Prinzen beschreibt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“
Auch der blinde Bettler, der von Jesus geheilt wird und wieder sehen kann, sieht Jesus mit den Augen des Herzens: als Heilland, Retter, Lebensbegleiter, als denjenigen, der in seinem Herzen wohnt.
Mit den Augen des Herzens sehen, bedeutet, so Pfarrer Blei, sich auch in einen Gegner hineinzudenken und zu versuchen, die Dinge aus dessen Blickwinkel zu sehen, das zu sehen, was uns eint.
Im Anschluss an den Gottesdienst, der von dem Chor „Zwischentöne“ begleitet wurde, lud die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegard Kurz alle zum traditionellen gemeinsamen Fastensuppenessen ein, wobei zum Kuchen diesmal erstmals fair gehandelter Kaffe ausgeschenkt wurde.
Kaffee und weitere fair gehandelte Produkte wie z.B. Tee, Schokolade und Süßigkeiten konnten die Gottesdienstbesucher am Verkaufsstand des „Eine Weltladens“ erwerben.
Wie immer zu diesem Ereignis verkauften die Ministranten Osterkerzen und Palmbuschen.
Pfarrer Blei
Pfarrer Alexander Blei (Mitte) zelebrierte den Gottesdienst, rechts: Pastoralreferent Phillip Pfeilstetter
Osterkerzenverkauf
Eine rege Nachfrage nach Palmbuschen und Osterkerzen herrschte am Verkaufsstand der Ministranten.



Am 7.10 2012 fand in der Aula der Kumhausener Grundschule der traditionelle Erntedankgottesdienst statt.

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Gemeindereferentin Rosi Bär-Betz hielt die Ansprache zum Erntedank.

Jugendband
Die Kumhauser Jugendband "Not Jet Holy" sorgte mit ihren musikalischen Beiträgen für schwungvolle Stimmung.

Altar
Die Familie Eibl schmückte wie immer den Altar zum Erntedankfest.

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Der Verkauf von fair gehandelten Produkten aus dem Eine-Welt-Laden nach dem Erntedankgottesdienst hat bereits Tradition.