Maria Himmelfahrt - Allach

Katholisches Pfarramt Maria Himmelfahrt
Höcherstraße 14
80999 München

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Fax: 8188 8017-18

Brief von Schwester Rosemary, Oberin in Hurare, Zimbabwe

Liebe Wohltaeter,
Momentan leite ich Spendengelder weiter an das St. Joseph's Spital. St. Joseph's Tuberculose Sanatorium existiert fast 50 Jahr, es wurde 1990 von unsren Schwestern uebernommen von einer andern Kongregation die keinen Nachwuchs hatte. Ein wunderschoen gelegenes Sanatorium mitten in einem Stadtviertel von Mutare. Vom District Mutare wurden die TB Patienten dort behandelt. Im Mai 2010 gab es neue Regelungen von der Weltgesundheits Organisation, dass TB Patienten ambulant behandelt werden sollen und deshalb trafen die Obern, die zustaendigen Behoerden und der Bischof die Entscheidung, dass die Gebauede und Angestellten zu einem andern Zweck weitherhin bestehen sollen.

Die Situation und Umgebung bot an, es in eine Allgemein Missions Klinik zu verwandeln um guten Gebrauch davon zu machen von dem was vorhanden ist. Von dort aus koennen Patienten ins Kreisspital verlegt werden wenn dies noetig ist.

Haupstaechlich werden ambulante Patienten medizinsch versorgt, sowie ungefaehr 50 Betten fuer stationaere Patienten bereit gestellt. Impfprogramme fuer Kinder werden ausgefuehrt; etwa 300 Kinder pro Monat. Wegen der vielen HIV/AIDS Patienten –man schaetzt 1,8 Millionen Leute in Zimbabwe– bieten wir Beratung und freiwilliges Testen an. Gleichzeitig behandeln wir die diversen damit verbundenen Infektionen sowie Antiviren Behandlung fuer einen Teil dieser Patienten nachdem die Blutkontrollen gemacht sind.

Momentan sind die Raeumlichkeiten nicht ausreichend und es sollte dringend noch ein groesserer Vorratsraum vorhanden sein fuer Geraete, Bettzeug usw. denn momentan wird Alles in einem Patientenraum aufgestapelt. Dieser Raum sollte zweckmaessiger genuetzt werden koennen. Im Umfeld gibt es auch viele Waisen; laut Statistik eins von vier Kindern ist Waise; ungefaehr 1,3 Millionen Kinder in Zimbabwe insgesamt. Viele davon leben in Kinderhaushalten, haben niemand der das Brot verdient oder Erwachsene die erziehen.

Leider leben die meisten Menschen hier unter der Armutsgrenze wegen den niedrigen Loehnen - eine Krankenschwester verdient etwas ueber $200 im Monat - der Korruption und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im Land. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, dass wir in Missions Spitaelern den Leuten helfen so gut wir koennen ob sie bezahlen koennen oder nicht. Dank der Spenden sind unsre Apotheken nie leer. Ohne Nahrungsmittel hilft auch die Medizin nicht und so sorgen wir auch dafuer, dass wir wo es Not am Mann ist, auch Nahrungsmittel verteilen und zumindest im Spital die Leute verkoestigen.

Seit letztem Jahr sind unsre einheimischen Schwestern in der Leitung und weil diese keine Wohltaeter haben, versuchen wir aeltere Schwestern ihnen unter die Arme zu greifen, damit das wichtige Apostolat in der Pflege der Kranken und unsere Praesenz in dieser Gegend auch weiterhein zum Segen fuer die Leute dort sein wird.

Im Voraus danken wir heute schon mit einem herzlichen Vergelt's Gott fuer Eure Hilfe die den Aermsten zugute kommt die in dieses Krankenhaus kommen. Gottes Segen und unser Gebet in Euren Anliegen begleite Euch mit Hoffnung und Friede im Jahr 2012.

Das wuenscht Euch von Herzen
Sr. Rosemary