Wetter App oder Beten Allacher Pfarrfest 2016 zwischen Sonne und Regen

Schon im Vorfeld hatte manch einer der Helfer immer wieder sorgenvoll auf die Wetter-App geschaut. Einmal war eitel Sonne angekündigt, und dann wieder Dauerregen. Bei den Aufbauarbeiten am Freitag und Samstag hatte das Wetter noch gehalten, aber am Sonntag des Pfarrfestes selbst hatte mit dem Schlussspurt des Aufbaus um 08.00 Uhr in der Früh der Niesel- und später noch Starkregen eingesetzt. Doch mit der Wandlung im Festgottesdienst kam wieder die Sonne heraus und begleitete das Fest am bewölkten Himmel bis zum Abend.
 
Es war wieder einmal ein gelungenes Sommerfest der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt. Jung und Alt tummelte es sich auf dem Kirchplatz in der Allacher Höcherstraße. Eingeladen und gekommen waren zudem auch Vertreter der evang.-luth. Epiphanias-Gemeinde und der Moschee in der Vesaliusstraße, sowie Bewohner der Flüchtlings- und Wohnungslosenunterkünfte im Stadtviertel.
 
Pfarrer Martin Joseph brauchte nur 2 Schläge für den Bieranstich, und sodann spielten die „Allacher Buam“ mit zünftiger Musi auf. Sofort bildeten sich an den Kassen längere Warteschlangen für die Verzehrbons. Legendär sind der Grillbraten und der vom Frauenbund im Morgengrauen hausgemachte Kartoffelsalat, aber auch die Freunde des vegetarischen Essens kamen auf ihre Kosten. Wie im letzten Jahr konnte wieder mit Unterstützung aus der Flüchtlingsunterkunft in der Hintermeyerstraße eine Gemüsereispfanne ausgegeben werden, die aber leider allzu schnell ausverkauft war. Genauso ging es mit dem Kuchenbüffet, das zur frühen Kaffeezeit um 13.00 Uhr eröffnet wurde und schon nach einer guten Stunde leer geputzt war. Allerdings waren es heuer nur 27 selbstgebackene Torten, nachdem im letzten Jahr noch über vierzig gespendet waren, und wenn dann noch große Mengen der köstlichen Leckereien für das Kaffeetrinken zu Hause mitgenommen werden, bleibt für die Festbesucher weniger übrig. Hier muss fürs kommende Jahr nochmals kräftiger die Werbetrommel gerührt werden, und gegebenenfalls der freie „Straßenverkauf“ eingeschränkt werden. Auch an der Eis- und Sprizzbar der Pfarrjugend ging es heuer etwas ruhiger zu, wobei der Eiskaffee über die fliegenden Ministranten-Kellner sehr guten Absatz fand.
 
Inzwischen nicht mehr weg zu denken, aber dieses Jahr wegen der schlechten Wetterprognosen nicht im Pavillon auf dem Kirchhof, sondern im Treppenhaus des Pfarrheims, ist der große Eine-Welt-Verkauf mit fair-gehandelten Produkten. Besonders Kaffee-Produkte fanden wieder guten Absatz, vielleicht weil ja auch beim Kuchenbüffet fair-gehandelter Kaffee ausgeschänkt wird und die Besucher den aromatischen Kaffee gerne auch nach Hause mitnehmen. Es ist zu überlegen, ob  nicht für Allach, wie in anderen Gemeinden auch, ein eigener „Allach-Kaffee“ produziert werden sollte, was allerdings einen entsprechenden Umsatz voraussetzt.
 
Richtig zu ging es derweil draußen auf der Spielwiese vorm Pfarrhaus. Auf die Kinder und Jugendlichen warteten dort jede Menge Attraktionen wie das große Wasserbett, aber auch Torwandschießen, Kinderschminken, Entenangeln und Dosenwerfen. Dieses breite Angebot war nur durch die Mitwirkung des Jugendclubs Allach und zahlreicher Helferinnen und Helfer, darunter auch Ministranten und Firmlinge, möglich, da die Spiele ja alle auch betreut werden mussten.
 
Sozusagen die Sahnehäubchen im Programm waren dann die Vorführungen der Allacher Feuerwehr und der Münchener Krankentransporte MKT, die ebenfalls lebhaftes Interesse fanden. Leider war die Tanzaufführung der „Alpenrösl“ Trachtlerkinder  aufgrund des vermeintlich schlechten Wetters abgesagt worden.
 
So ist es nicht verwunderlich, dass die Schlussbilanz am Abend des Pfarrfestes positiv ausfiel: offensichtlich hatte alles gut gepasst! Darum kann man auch für heuer  wie im Vorjahr mit einem Erlös des Pfarrfestes von über viertausend Euro ausgehen, der wieder den Projekten der Allacher Schwestern in Afrika (Sambia und Zimbabwe), sowie den Ministranten und dem Jugendclub zugute kommen soll. Allen, die in der Vorbereitung, beim Auf- und Abbau und während der Durchführung in großer Zahl und mit außergewöhnlichem Engagement mitgeholfen haben, so sagte es Pfarrer Martin Joseph mit sichtlichem Stolz, gebührt Dank und Anerkennung für den Einsatz zum Wohle unserer Pfarrgemeinde.
 
Trotz dieser erfreulichen Schlussbilanz haben sich die Verantwortlichen des Pfarrfestes dann aber doch noch über die Konkurrenzveranstaltung des TSV Allach Gedanken gemacht. Denn seit einigen Jahren tragen die just am gleichen Sonntag ein großes überregionales Jugendturnier aus, und das hält natürlich eine wichtige Klientel vom Besuch des Sommerfestes der Pfarrei ab. Um dem auszuweichen, ist beschlossen worden, dass ab kommendem Jahr das Pfarrfest um eine Woche nach hinten verschoben und zukünftig am vierten Juli-Sonntag gefeiert wird. Also schon jetzt vormerken: der Termin des nächsten Allacher Pfarrfestes ist der 23. Juli 2017!
 
 
Michael Krischer