Pfarrverband Anzing-Forstinning

Erdinger Str. 3, 85646 Anzing, Telefon: 08121-93374-0, E-Mail: Mariae-Geburt.Anzing@erzbistum-muenchen.de

Apostolat im Alltag - Die Legion Mariens

Jede Zeitepoche hat zur Lösung ihrer Nöte Persönlichkeiten und Gemeinschaften hervorgebracht, die den Menschen in schier aussichtsloser Lage Orientierung und Hoffnung gaben. In unserer Zeit sind es die neuen Geistlichen Gemeinschaften, die frische Glaubensanstöße geben.


Geschichte
Eine der ältesten und wohl auch größten dieser Gemeinschaften ist die Legion Mariens.
Sie wurde 1921 in der irischen Hauptstadt Dublin von Frank Duff gegründet.
Das war vier Jahre nach Fatima und nach der russischen Oktoberrevolution.
Am 07. September 1921, am Vorabend des Festes von Mariä Geburt, trafen sich 15 Personen, die gewillt waren, für das Reich Gottes zu beten und zu arbeiten. An Strukturdebatten und Kirchenkritik hat damals offenbar niemand gedacht. Die 15 Gründungsmitglieder riefen vielmehr den Heiligen Geist an und beteten den Rosenkranz. Dann beschlossen sie, paarweise wie seinerzeit die Apostel und 72 Jünger Jesu die Kranken eines großen Fürsorge-Hospitals zu besuchen.
Sie verabredeten wöchentliche Treffen mit gemeinsamem Gebet und eine genau festgelegte apostolische Arbeit pro Woche.
Aus dieser kleinen Gemeinschaft ist innerhalb von zwei Generationen eine riesige Laienbewegung geworden, die über die ganze Welt verbreitet ist. Zu ihr gehören heute über 25 Millionen betende Mitglieder, 3 Millionen aktive Mitarbeiter
und Zehntausende von Gruppen in zweitausend Diözesen. In vielen Ländern, besonders in Rotchina, hat die Legion Mariens der Kirche zahlreiche Märtyrer geschenkt.

Namensfindung und -bedeutung
Die Marienverehrer wählten bewusst den römischen Namen Legion, weil die römischen Legionen für ihre Treue, Disziplin, Ausdauer, für ihren Mut und Erfolg bekannt waren. An diesen Tugenden orientieren sich auch die Legionäre Mariens. Sie sind dem katholischen Glauben treu und verpflichten sich zum Gehorsam gegenüber dem Papst.

Aufgaben
Beispiele für die Arbeiten der Legion Mariens sind:

  • Hausbesuche, besonders bei Neuzugezogenen, jungen Eltern
  • Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen
  • Sakramentenkatechese, Glaubensvermittlung, Bibelstunden
  • Vorbereitung von Kranken auf den Besuch des Priesters, Krankenkommunion
    Ausländerbetreuung
  • Werbung für die Legion Mariens und für andere katholische Gemeinschaften
  • Verbreitung katholischen Schrifttums, Führung von Schriftständen
In jeder Pfarrei sind andere Arbeiten zu bewältigen. Die Auswahl obliegt immer dem Pfarrer.
Bei den wöchentlichen Treffen in einer Gruppe werden die Aufgaben verteilt.

Aufbau und Struktur
  • Die Gruppe in einer Pfarrei heißt Präsidium. Sie ist die kleinste und wichtigste Gruppe in der Legion Mariens.
  • Die nächst höhere Gliederung ist die Curia auf Dekanatsebene.
  • Auf Diözesanebene betreut das Comitium die nachgeordneten Curien in den Dekanaten.
  • Das Gremium Regia betreut die Legion in einem Gebiet, das für ein Comitium zu groß ist, für einen Senatus jedoch zu klein wäre.
  • Der Senatus ist der höchste Rat der Legion Mariens in einem Land.
  • Das Concilium Legionis ist weltweit die oberste Leitung der Legion Mariens mit dem Sitz in Dublin.
Ziele und Selbstverständnis
Das Ziel der Legion Mariens ist die Verherrlichung Gottes durch die Heiligung der Mitglieder in Gebet und aktiver Mitarbeit an der Aufgabe Mariens und der Sendung der Kirche: Den Glauben zu verkünden und das Reih Gottes zu verbreiten.
Im Gehorsam gegenüber dem Auftrag Christi sucht der Legionär jeden Menschen auf Gott hin anzusprechen und die Frohbotschaft zu bringen. Er tut dies in inniger Vereinigung mit Maria, und wie sie Mutter des geschichtlichen Christus war, so ist sie Mutter des fortlebenden, des mystischen Christus. Das heißt, sie ist Mutter der Kirche. Der Legionär erfüllt damit die Forderungen des 2. Vatikanischen Konzils.
Die große Zahl derer, die der Kirche völlig fernstehen, etwa 90 Prozent, ist heute mit Predigten und gewöhnlichen Vorträgen so gut wie nicht mehr erreichbar. In dieser Situation schauen die Legionäre auf Christus. Er hat seine Jünger zu zweit in die Städte und Dörfer geschickt, um den Menschen das Evangelium zu verkünden. Damit wollte er sicher gehen, dass sein Evangelium wirklich alle Menschen aller Gesellschaftsschichten -auch in den entferntesten Winkeln- erreicht.
Bei dem heutigen Priestermangel sind die der Kirche Fernstehenden nur durch die ständige Mithilfe der Laien zu erreichen. Hier sehen die Legionäre Mariens ihre Aufgabe, bei der Neuevangelisierung mitzuhelfen. Hierzu ist es nötig, auf einige Stunden Fernsehen in der Woche zu verzichten und die Priester zu unterstützen, denn Christus hat eindeutig gesagt: Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Betende Mitglieder
Gläubige, die die Arbeit durch ihr Gebet unterstützen wollen, können der Legion als betende Mitglieder beitreten. Sie haben nicht die Verpflichtung, an Versammlungen teilzunehmen. Sie beten aber täglich den Rosenkranz nach Meinung der Muttergottes.
Einige Präsidien Laden monatlich einmal zu so genannten Patrizierrunden ein. Das Treffen beginnt mit einem Gebet. Dann folgt ein Referat eines Laien, das nicht länger als 15 Minuten sein darf. Anschließend wird über den Vortrag gesprochen. Daran sollten sich alle beteiligen. Dann gibt es eine 15minutige Kaffeepause. Danach hält der geistliche Leiter eine Ansprache, die maximal 15 Minuten dauern darf. Anschließend wird das Gespräch 25 Minuten fortgesetzt. Mit dem Credo und dem priesterlichen Segen endet diese Runde.

Legion Mariens in Anzing
Wer gerne als aktives oder betendes Mitg-lied der Legion Mariens beitreten möchte, der wende sich bitte an die folgende Adresse:


Andreas Huber
Amselweg 15
85646 Anz-ing
Tel.: 08121-1891
Logo im Blick Anzing