Pfarrverband Erdinger Moos

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Geschichte über Niederding im Pfarrverband Erdinger Moos

Das Bild der beiden Orte Oberding und Niederding, die die Pfarrei Niederding bilden, ist stark geprägt vom Moosgebiet, dem Moosrain und dem Ackerboden um Niederding.Diese geographischen gegebenheiten boten schon in frühester Zeit unseren Vorfahren ideale Siedlungsmöglichkeiten.

Bodenfunde, wie etwa ein Randleistenbeil aus Niederding zeugen von einer Siedlungstätigkeit schon während der Bronzezeit (1700 v. Chr.). Weitere Streufunde in der Umgebung weisen auf eine kontinuierliche Entwicklung der Besiedelung hin. Aus der Keltenzeit stammen beispielsweise die Flußnamen Dorfen und Isar. Auch die Strasse am Moosrain entlang (heute die Römer- bzw. Hauptstraße) dürfte bereits den Römern als Transportweg gedient haben. Diese Straßen wurden später von den bayrischen Herzögen als Möglichkeit zum Salztransort genutzt. Darauf deutet auch die Gründung der ..ing-Orte in der Zeit der Bajuwarisierung im 7. und 8. Jahrhundert hin. Auch die im Zuge der Christianisierung entstandenen Kirchenpatrozinien St. Georg in Oberding und St. Martin in Niederding weisen auf diese frühe Zeit.

Urkundlich ist Dieng erstmals im Jahre 750 erwähnt. In dieser Urkunde wird eine Schenkung an den Bischof Josef von freising bezeugt, die am Hof von Bayernherzog Tassilo in Dieng stattfand. Dabei handelt es sich um umfangreiche Weidegründe entlang der Isar, die für die spätere Gründung der Stadt München eine wesentliche Bedeutung hatten.

Die Ursprünge der beiden Dieng-Orte liegen wohl in je einem großen Hof. Die Grundzugehörigkeit in Niederding hat die Größe der Höfe deutlich geprägt. In Niederding waren Klöster, wie Tegernsee, Attl, Neustift ebenso Grundherren wie der Bischof oder adlige Familien. Das bedingt eine bestimmte Eigenständigkeit und somit größere Höfe.

Eine Unterscheidung der beiden Dieng-Orte ist erstmals 1230 in den Urkunden feststellbar. In der Diözesanbeschreibung von 1315 wird Aufkirchen als Sitz der Pfarrei mit den Orten Inning, Dieng, Kempfing und Notzing genannt. In einer weiteren Beschreibung von 1524 kommt Niederding hinzu.

Trotz Kriegs- und Notzeiten war es Niederding möglich, von 1702 bis 1707 die bis dahin vorhandene Kapelle durch eine neue Kirche zu ersetzen.

Im Jahre 1923 wurde Niederding Expositur und schließlich im Jahre 1946 eigenständige Pfarrei mit der Filiale Oberding. Seit Gründung des Pfarrverbands am 1.5.1983 werden Niederding und Oberding wieder von Aufkirchen betreut und verwaltet.

(Auszüge aus der Chronik der Gemeinde Oberding und Texten von Georg Gruber.)

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