Pfarrverband Erdweg

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Eine Insel für die Seele - Not kennt keine Konfession

Eine stattliche Gruppe von 26 Interessierten kam am Abend des 17. März im Pfarrzentrum zusammen, um sich von Pfarrer Tilman Haberer auf eine "Insel" der ganz besonderen Art entführen zu lassen.
Pfarrer Haberer im PV
Der evangelische Theologe ist einer der beiden Leiter der "Münchner Insel", einer Krisen- und Beratungsstelle, die unter dem Marienplatz im Zentrum der Landeshauptstadt seit 38 Jahren ihren angestammten Platz hat. Entstanden ist diese Einrichtung seinerzeit im Rahmen des U-Bahn- und S-Bahn-Ausbaus im Blick auf die Olympischen Spiele 1972.

Ganz in der Aufbruchsstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils, die auch in die ökumenische Arbeit ganz neuen und frischen Wind brachte, beschlossen der damalige Bischof Tewes von katholischer Seite und der evangelische Dekan Glaser, an dieser Verkehrskreuzung im Zentrum der Stadt eine Anlaufstelle für Menschen unabhängig von Religion, Alter oder Herkunft anzubieten. Maßgeblich beteiligt am Aufbau der "Münchner Insel" war damals der evangelische Pfarrer Gerhard Born aus Hirtlbach, der im vergangenen September plötzlich und unerwartet verstarb. Viele Jahre hatte er die Leitung dieser besonderen Beratungs- und Seelsorgsstelle inne.

Dass dieses Angebot zutiefst christliche Wurzeln hat, zeigte Pfarrer Haberer anhand einiger Beispiele aus dem Evangelium auf, die vom Umgang Jesu mit Menschen nicht jüdischer Herkunft erzählen.

Im Laufe des Abends erzählte Pfarrer Haberer auf eine lebendige und spannende Art von seiner Arbeit, bereichert durch eine Reihe von Beispielen, die den Zuhörern nicht nur im übertragenen Sinne die Tür zu dieser "Insel" öffneten. Nicht wenige verließen die Veranstaltung mit dem Vorsatz, beim nächsten Mal am Marienplatz einen Blick hineinzuwerfen.

Dazu lud Pfarrer Haberer am Ende noch einmal ein: "Sie dürfen jederzeit hereinschauen, auch wenn Sie kein Problem haben, über das Sie reden wollen!"